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Der Pilion, die Sporaden, die Fischerdörfer
des Pagasäischen Golfes, die Heimat
des Freiheitskämpfers Rigas Feraios,
die unzähligen Strände, das Wintersportzentrum,
die Möglichkeiten für Bade- oder
Winterferien sowie für Alternativtourismus,
dies alles macht die Präfektur Magnesia
jedes Jahr zum beliebten Ferienziel für
Zehntausende von Feriengästen.

Dank ihrer zentralen Lage im Herzen Griechenlands
ist sie für Besucher mit jedem Verkehrsmittel
leicht und problemlos erreichbar.
Die Flughäfen von Skiathos und Nea
Anchialos sind die Tore, die Magnesia mit
der übrigen Welt verbinden. Gleichzeitig
ist der Hafen von Volos das Bindeglied zwischen
Griechenland, Europa und den Balkanstaaten
mit Asien und Nordafrika.
Volos
Die Stadt Volos, Hauptstadt der Präfektur
Magnisia, liegt zu des Pilion-Gebirges,
im Meerbusen des Pagasitischen Golfes, 325
km von Athen und 215 km. Von Thessaloniki
entfernt.
Die Stadt Volos zählt 120000 Einwohner
und umfasst der Grösse nach folgende
Gemeinde: Volos,
Nea lonia, lolkos und mehrere um die Stadt
liegende Gemeinden. Die Einwohnerzahl der
Stadt ist von 4.887 im Jahr 1881, als Thessalien
an den griechischen Staat angesclossen wurde,
inzwischen auf 120000 gestiegen. Einige
Kilometer östlich der heutigen Stadt
liegen die Oberreste der antiken thessalischen
Stadt Pagassai, von der der Pagasitische
Golf seinen Namen ableitet. Westlich von
Volos wurden die Überreste einer weiteren
antiken Stadt entdeckt: Dimitriada, die
von Demetrius dem Eroberer im 3. Jahrhundert
gebaut und 902 n. Chr. von den Arabern Sarazenen,
die aus Kreta kamen, zerstört wurde.
Während der türkischen Herrschaft
stand hier die Festung von Volos (Golos).
In der Festung wohnten ungefähr 150
türkischen Familien, die sich am Rande
des Bezirkes ansiedelten. Außerhalb
der Festung, in Richtung Strand befanden
sich einige Häuser und Lagerräume.
Die Griechen der Gegend wohnten in Ano Volos
am Fuße des Pilion-Berges.
1881 wurden Volos und Süd-Thessalien
Griechenland übergeben. Einige Jahre
später wurde die Festung abgerissen
und 1923 haben die letzten Muslims (Türken
und Zigeuner), infolge des Völkeraustausches
zwischen Griechenland und der Türkei,Volos
verlassen. Zu jener Zeit erhielt die Stadt
die großzügige Straßenführung,
die heute noch in den zentralen Stadt -
teilen zu erkennen ist. In der Neustadt
siedelten sich anfänglich - seit 1845
- reiche Händler wie Nikolaos Gatsos
aus Konitsa und später Familien aus
den Dörfern von Pilion und Umgebung
an. Nach dem Jahr 1923 und mit der Ankunft
der Flüchtlinge aus der Türkei
breitete sich die Stadt rapide aus. 1928
zählte die Stadt 47.892 Einwohner.
Der Hafen von Volos war bis 1940 als einziger
Hafen Thessaliens der wichtigste Hauptumschlag-platz
der Gegend. Heutzutage hat seine Wichtigkeit
nachgelassen, da ein großer Teil der
Transporte über das Straßennetz
erfolgt. Es lohnt sich das Archäologische
Museum 'Athanasakeio", das 1907 in
Anavros gebaut wurde, zu besuchen. Hier
wird eine reiche Sammlung paläolithischer
und neolithischer Funde aus den prähistorischen
Orten Sesklo und Dimini ausgestellt. Eine
archäologische Rundreise in der Gegend
von Volos führt durch die neolithischen
Siedlungen Sesklo und Dimini, das Antike
lolkos,Ferres, Dimitriada, Pagasses und
Fthioti des Thebes.
Der Hügel von Gortisa bietet einen
sehr schönen Ausblick auf die Stadt
und das Meer. Im Volkskunstmuseum von Ano
Volos werden einmalige Bilder des naiven
Malers Theofilos ausgestellt. Volos ist
für die vielen "Tsipouradika"
(in denen das bekannte alkoholische Getränk
"Tsipouro" - eine Schnapsart -
angeboten wird) und Tavernen bekannt, die
sich sowohl in der Altstadt als auch an
der Uferpromenade befinden. Es lohnt sich
die Tavernen in der Gegend Aidonofolies
und am Ufer des Flusses Anavros zu besuchen.
In der Olympischen Stadt Volos werden in
der Nähe einer wundervollen Grünanlage
der Gemeinde Nea lonia die Sportler einer
Vor-entscheidungsrunde beherbergt. Mit Volos
als Ausgangspunkt entdecken Sie den Zauber
der Natur und der menschlichen Kreativität
auf den Inseln der Sporaden mit der einsamen
Mönchsrobbe, auf den gepflasterten
Pfaden und in den malerischen Orten, den
Wäldern und den Wildblumen des Pilion-Berges.
Entdecken Sie das Innere des Landes, Berglandschaften,
die von den Menschen geprägt wurden,
so-wie der Plastiras-See, Gegenden, die
mit großer Verzögerung registriert
wurden, z.B.Agrafa, wilde Flüsse, die
Legenden begleiten, so-wie der Aspropotamos,
Klostergemeinden auf einmaligen Felsen,
so-wie Meteora und Berge wie das Antichasia
Gebirge und der Berg Koziakas.
Endecken Sie den Frühlingsduft, die
Farbenvielfalt, die Ruhe und die wilde Seite
der Natur. Widerstehen Sie der Versuchung
diese Gebiete zu verändern, sie bestehen
länger als wir. Erlauben wir uns, uns
selber zu ändern und machen wir unsere
Kinder mit dieser Ecke Griechenlands bekannt.
In Volos werden viele interessante Bauten,
die an vergangene Zeiten erinnern, vor dem
Verfall bewahrt, z.B. das Gebäude Spire,
indem sich das Kulturzentrum befindet und
in Volos ist ein bekannter Fischmarkt. dem
Veranstaltungen und Konzerte Ansicht des
Fischmarktes stattfinden, die neuklassizistischen
Gebäude des Stadtodeons und der Stadtbibliothek,
das Stadttheater in dem Gebäude der
alten Elektrizitäts-Gesellschaft und
auch der renovierte Bahnhof, von dem die
Bahn in die Pilion-Dörfer abfuhr.
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Kultur:
In späterer Zeit, um 1800 v. Chr., ließ
sich ein unternehmerisches Seefahrervolk,
die Minyer, in der innersten Bucht des Golfes
nieder und begann lolkos zu bauen. Die Stadt
wuchs und erreichte von 1500 bis 1300 v. Chr.
ihre Blütezeit, was nicht zuletzt ihrer
günstigen geographischen Lage zuzuschreiben
war; ihr Hafen diente dem gesamten Hinterland.
So ist es kein Zufall, daß der "Argonautenzug"
nach einer der bekanntesten klassischen Sagen
von hier seinen Ausgang genommen hat.
In späterer Zeit, um 1800 v. Chr., ließ
sich ein unternehmerisches Seefahrervolk,
die Minyer, in der innersten Bucht des Golfes
nieder und begann lolkos zu bauen. Die Stadt
wuchs und erreichte von 1500 bis 1300 v. Chr.
ihre Blütezeit, was nicht zuletzt ihrer
günstigen geographischen Lage zuzuschreiben
war; ihr Hafen diente dem gesamten Hinterland.
So ist es kein Zufall, daß der "Argonautenzug"
nach einer der bekanntesten klassischen Sagen
von hier seinen Ausgang genommen hat.
Die Bewohner von lolkos verehrten die olympischen
Götter, von denen Artemis eine besondere
Stellung einnahm; das geht aus verschiedenen
Ausgrabungsfunden und den Überresten
des Artemistempels in lolkia auf einem Hügel
in der Nähe des Palastes hervor. Die
Verehrung dieser Göttin war so nachhaltig,
daß auch in weit späterer Zeit
in Dimitrias ein Tempel der Artemis lolkia
zu finden ist. Dann erlebt die Stadt ihren
Niedergang. In der makedonischen Zeit ist
sie nur noch als der Marktflecken Dimitrias
erwähnt. Der Name lolkos ist im christlichen
Mittelalter und während der Türkenzeit
verschwunden. Lediglich das "Kastell
von Golos" auf einem Hügel ist noch
bekannt. Der Name dürfte von lolkos über
Golkos abgeleitet sein. Später wurde
aus Golos Volos.
Mit dem Niedergang von lolkos begann jedoch
die Blüte einer anderen Stadt: Pagasä.
Sie war im 13. Jahrhundert ein bedeutendes
Handelszentrum und wies regen Schiffsverkehr
mit allen Häfen des östlichen Mittelmeers
auf.
Die Blüte von Pagasä dauerte rund
tausend Jahre bis zur Invasion der Makedonier,
die mit König Philipp an der Spitze die
Stadt von 353 bis 352 v. Chr. belagerten und
schließlich einnahmen. Als Dimitrios
Poliorketes (der Eroberer) König wurde,
gründete er 294 bis 293 v. Chr. eine
neue Stadt in der Nähe von Pagasä,
die ihm zu Ehren Dimitrias genannt wurde.
Pagasä erlebte einen langsamen Niedergang
und wurde als Stadtteil in die neue Stadt
eingemeindet.
Die Jahre vergingen... Dimitrias erlebte einen
großen Aufschwung, seine Kultur erreichte
ein hohes Niveau. Die Zahl der Einwohner stieg
auf 30-40.000. Es wurde zum Anziehungspunkt
für viele Fremde, die es besuchten und
sich niederließen.
Aus den Inschriften der berühmten Grabstelen,
die im Museum von Volos zu sehen sind, erfahren
wir viel über das Leben seiner Einwohner.
Makedonier, Epiroten, Phönizier, Agypter,
Kreter, Thraker und Kyprioten haben sich dort
eingelebt und sind geblieben.
Auf der Grabstele der Archidike aus Kreta
steht über einer sehr gut erhaltenen
bildlichen Darstellung folgende Inschrift:
"Wenn ihr, oh Radamanthys und Minos,
über eine andere ehrliche Frau zu urteilen
habt wie über eure Landsmännin
Archidike, die in dieser Erde liegt, dann
gönnt auch ihr die Ruhe der Inseln
der Seligen (Makarer). Die Angehörigen
der Verstorbenen hatten diesen Wunsch geäußert.
(Rodamanthys und Minos waren kretische Könige,
bevor sie Herrscher des Hades wurden.)
Mit der Invasion der Römer 168 v.
Chr. wurde Dimitrias römisch, die Befestigungen
wurden geschleift, der Niedergang der Stadt
begann. In den nächsten tausend Jahren
wechselten sich Überfälle mit
Plünderungen und Eroberungen ab: der
Gothen 396 n. Chr., der Slawen zu Beginn
des 6 Jhdts., Überfälle der Sarazenen,
die die Stadt völlig zerstörten,
neue Invasionen durch die Bulgaren und die
Vlachen im 11. Jhdt. und schließlich
die Einnahme der Stadt durch die Franken,
die 1204 das gesamte Gebiet Bonifazius Monferrat
von Savoyen überließen. 1311
wurde es von den Katalanen eingenommen,
die es bis 1357 behielten. 1349 folgten
die Serben. Dann wurde es von den Byzantinern
beherrscht, die 1393 den ersten Türkenansturm
abwehren konnten. 1423 jedoch wurde es endgültig
von den Türken genommen, die sich in
den Ruinen des Kastells niederließen,
das von da ab "Kastell von Golos"
heißt.
Die Schreckensherrschaft der Türken
veranlaßt die ursprünglichen
Einwohner, das Gebiet allmählich zu
verlassen und in den Höhen des Pelion
Zuflucht zu suchen, wo sie sicher waren.
Um dort vorhandene Klöster scharen
sich kleine Ansiedlungen, die den Kern der
späteren Peliondörfer bilden.
Die Autonomie, die ihnen Sultan Mehmet IV.
1668 gewährt, führt zu wirtschaftlicher
und geistiger Unabhängigkeit, die mit
der Entwicklung von Handwerk und Handel
einhergeht.
Makryinitsa, Portaria und Zagora werden
zu Wirtschaftszentren mit gut entwickeltem
Gewerbe (Webstoffe, Seide, Wein) Die Produkte
sind auf dem ausländischen Markt zunehmend
gefragt. Frankreich entsendet sogar zur
Erleichterung der Geschäfte einen Vizekonsul
nach Portaria.
Der florierende Handel bringt die Notwendigkeit
besserer Verkehrsverbindungen zum ausländischen
Markt. mit sich. So beginnen die Bewohner
des Pelion zaghaft wieder in respektvoller
Entfermung vom Kastell von Golos an die
Küste zurückzukehren, um mit der
Außenwelt besser verbunden zu sein.
Auf diese Weise enstehen ab 1843 viele kleine
Siedlungen, die mit der Zeit sich zum Kern
der heutigen Stadt Volos entwickeln. Mit
der Vereinigung Thessaliens mit Griechenland
beginnt der Aufbau der freien Stadt durch
die Pelionbewohner, die den Berg verlassen
und sich hier ansiedeln.
Makrynitsa
Das ist der Balkon des Pelion. So bezeichnet
man diese schöne Ecke der Platia. Von
hier gibt es eine überwältigende
Aussicht.
Vor uns, auf dem steilen Hang, die Häuser
von Makrinitsa und Kokorava, links Portaria,
Stayates, Ano Volos, Aghios Onouphrios,
Anakasia. Weit unten Volos, das aussieht,
als würde es sich am Rand des blauen
Pagasitischen Golfes ausruhen.
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Alle Spitzensäume des Golfes heben
sich in einer unendlichen Harmonie blauer
Töne hervor, die bis in die Ferne reichen,
bis zur Ebene von Almiros und zur Bergkette
des Othris und noch weiter - wenn es Nordwind
gibt und das Wetter ganz klar ist - bis
zum Itis und zum Parnaß.
Wenn wir noch höher steigen, verlas-sen
wir Prophitis Iljas, Katichori und für
kurze Zeit Portaria, und gelangen - nach 3-4
Kilometer - nach Makrinitsa.
Das Auto hält in der tief schattigen
Schlucht voll riesiger breitblättriger
Platanen. Ein kleiner Spaziergang zwischen
Herrschaftshäusern und fröhlichen
Höfen führt uns in das Zentrum
des Dorfes, zur großen Platia von
Makrinitsa.
Makrinitsa ist ein echtes herrschaftliches
Gebirgsdorf, voll alter Gebäude, die
die Noblesse und die Schönheit alter
Herrschaft besitzen. Die echte Volksbaukunst
schafft das charakteristische Bild der Pelion-Atmosphäre.
| Die
kleine alte Kirche des hl. Johannes
des Täufers im Basilika-Stil. Ein
unvergleichliches architektonisches
Schmuckstück am Ende der Platia.
Daneben der große Brunnen mit
den neun Ausläufen und dem reichlichen,
kristallklaren, rauschenden Wasser,
das vom Berggipfel kommt. All das schmückt
die schöne - von riesigen, uralten
Platanen überschattete - Platia
des Dorfes. |
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Das alte Kloster der Mutter Gottes von
der Heimsuchung. Der erste kleine Bau wurde
von Konstantin Melissinös, dem Fürsten
von Dimitriada, 1222 errichtet.
Im Lauf der Zeit wurden rundherum Wohnhäuser
gebaut, und so entstand das Dorf.
Viel später, um 1760, wurde es mit
den heutigen Bauten vollendet. In die Mauern
des imposanten Klosters sind auch viele
architektonische Skulpturen eingemauert.
Steile Gäßchen durchziehen das
Dorf, das auf einen sehr steilen Hang gebaut
ist. Ein Höhenunterschied von ungefähr
500 m trennt das tiefstgelegene Haus vom
höchsten in Kokorava, das oben, an
der Stelle "Alonia" steht...
Portariä
Kehren wir aber nach Portaria zurück.
Dieses malerische Dorf war das Pionierzentrum
des Tourismus auf dem Pelion, da es mit
seinem Namen zum ersten Mal - in ganz Griechenland,
ja in der ganzen Welt- die Schönheit
des Peliongebietes hinausstrahlte.
Vor dem Krieg, ja noch früher, vor
fünfzig-sechzig Jahren, hielt Portaria
das Szepter des Pelion-Tourismus. Ein für
die damalige Seit tadelloses Hotel, "Theoxenia",
war für viele reiche griechische und
fremde Touristen ein verlockender Reiz.
Auch die erste Wagenstraße führte
auf den Pelion. Sie führte aber nur
bis Portaria und war eng, mit geschlossenen
Kurven, nur für Pferdewagen geeignet,
da es noch keine Autos gab.
Aber auch heute befindet sich Portaria auf
der Höhe seiner touristischen Sendung.
Das große Hotel Xenia besitzt allen
modernen Komfort, auch für den anspruchsvollsten
Besucher. Es gibt auch zahlreiche andere,
ebenfalls gute Hotels, Lokale und Restaurants,
die allen Bedürfnissen des modernen
Tourismus gerecht werden, weshalb sich hier
auch eine große Zahl von Besuchern
zu versammeln pflegt.
Die alten Herrschaftshäuser bezeugen
den Glanz vergangener Zeiten. Viele ruhmreiche
Seiten der geistigen und wirtschaftlichen
Entwicklung wurden zur Chronik des Pelion
hinzugefügt. Zudem schenkte Portaria
viele seiner Kinder der Wissenschaft, und
eine große Zahl von Intellektuellen
und Wohlhabenden, die von hier stammten,
lebten in Griechenland oder im Ausland,
und viele von ihnen wurden zu bedeutenden
Wohltätern: sie hinterließen
ehrfurchtgebietende Summen für gemeinnützige
und sonst wohltätige Zwecke für
ihre väterliche Heimat.
Die malerischen Gegenden, die üppige
Vegetation, die schönen, blumengeschmückten
Häuser, die zahlreichen Brunnen mit
dem rauschenden Wasser, und die leichte,
duftende Atmosphäre, ergeben den absoluter'
Sinn der Sorglosigkeit, des Friedens und
der Ruhe.
Die wunderbaren Spaziergänge nach "Maria",
mit den kristallklaren Quellen, zum kleinen
Wasserfall des "Karavos", zur
Platia des "Taxiarchen", mit dem
wunderschönen Blick auf den Pagasitischen
Golf, nach "Alonia" und zum Brunnen
des "Athamantas", bleiben unauslöschlich
als Erinnerungen für das Leben dem
Gedächtnis eingeprägt.
Zagora
Velassen wir aber die wilde Waldlandschaft
und steigen wir die östlichen Hänge
des Berges hinab.
Unsere Wanderschaft führt
uns bald zwischen üppiger Vegetation
und unendlichen Buchenwäldern
dahin, voll von Gebirgsdüften
und vom süßen Schall
des Konzerts zahlloser Vögel,
hin zum größten Dorf
des Pelion, nach Zagorä.
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Dieses Dorf hat seine Geschichte. Als altes
kulturelles und wirtschaftliches Zentrum während
der Zeit der Türkenherrschaft, spielte
es eine bedeutende Rolle in der Entwicklung
des Pelion-Gebietes. Tausend Arten Erzeugnisse
des häuslichen Gewerbes, gestrickte Wolle,
Gewebe, Seide, Borten, Schnüre, Tücher
und vieles andere, wurden unten im Hafen von
Chorevto auf die zagoritischen Kaiks geladen,
um ihre Märkte in der Ferne zu finden.
In der berühmten Schule von Zagorä
lernten namhafte Lehrer der Nation. Hier studierte
der Sänger der Freiheit, Rhigas Pheräos,
und die Schule, heute nach ihm benannt, ist
noch erhalten. Hier gibt es auch eine der
bedeutendsten Bibliotheken Griechenlands,
mit vielen alten Drucken und byzantinischen
Handschriften.
Das Grün leuchtet überall. In allen
Tönen, in allen Farbnuancen. Saubere
Höfe, voll von Gardenien, Basilikum,
Chrysanthemen und allen wilden Blumen des
Berges, während aus den zahlreichen malerischen
Brunnen rauschend das Wasser fließt,
ununterbrochen sein frisches Lied murmelnd.
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Nachmittagsstunden
auf der zentralen Platia von Zagora!
Allmählich verlöschen auch
die letzten Lichter der Sonne, die sich
hinter der Waldlandschaft des Pelion
verbirgt.
In dieser stummen, leichten Atmosphäre
der Abend-dämmerung wird bald die
Glocke der Kirche des hl. Georg
zur Vesper läuten. |
Reich ist die Frucht des Pelion. Hie die berühmten
Apfel von Zagorä, nachdem sie im Herbst
abgeernte wurden. Ein wirklich gesegnete Land,
überall von wunderbarem Pflanzenwuchs
bedeckt, von unendlichen Obstgärten.
Kastanien, Feigen, Nüsse, Trauben und
die ganze Vielfalt erlesener Früchte,
von reichem Geschmack, versehen ml dem Aroma
des Berges.
Die Augenblicke werden Ihnen un vergeßlich
bleiben, wenn Sie sic zur Zeit der Obsternte,
zur Zeit de bäuerlichen Mühsal in
den Obst gärten von Zagorä befinden.
Choreftö
Die letzten Strahlen der Sonne liebkosen
die müden Gesichter der Seeläute
von Chorevto, während sie ihre Netze
für die Arbeit von morgen in Stand
setzen.
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Ruhige
Stunde der Sorglosigkeit nach der schweren
Mühe des Tages. Schöne Augenblicke,
voll zarter Poesie und demütiger
Schönheit. |
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Der
weiße Spitzensaum des tiefblauen Meeres
küßt den Strand von Chorevto.
Das Lied der Wellen, vermischt mit dem Duft
des Thymian und der wilden Myrrhe, der aus
den Schluchten herabdringt, ergeben zusammen
ein wunderbares Erlebnis zu dieser Mittagsstunde.
Mylopotamos
Zwei helle, blitzsaubere Sandstrände
voll bunter Kieselsteine nisten inmitten
der wilden und steilen Küsten des tiefblauen
Mylopotamos.
Jetzt weht der sommerliche Meltemi, gewaltig,
voll Salzgeruch, hinweg über uralte
Küstenfelsen, die unerschütterlich
vor der leuchtenden Unendlichkeit der Agäis
stehen.
Hier in der Nähe, über der Stelle
"Karavotsaxia", schwebt die Legende
vom Untergang der Flotte des Xerxes 480
v. Chr., die von Megabates nach Griechenland
geführt worden war: Hier wird auch
die Stelle der antiken Stadt "Kasthanea"
vermutet, die von Herodot erwähnt wird.
Schönes, klares Bild einer jungfräulichen
Natur, voll von Seevögeln, die einander
jagen, plötzlich ins Meer tauchen,
ans Land wiederkehren und ihr verrücktes
Spiel auf den steilen Felsen fortsetzen.
Jede Bucht, jeder Strand, jeder Kieselstein
spricht mit den Wellen.
Milies
Noch eine paradiesische Gegend des schönen
Berges. Ein großes und bekanntes Dorf,
das inmitten üppiger Vegetation nistet,
mit hohen Platanen und kristallklarem Wasser.
Das Dorf Milies entstand um 1500 und gelangte
im 18. und 19. Jahrhundert zur höchsten
Blüte.
Hier befand sich eine der Pflanzstätten
der Generation von 1821. Hier hatte auch
der Geheimbund "Philiki Hetäria",
die den Aufstand gegen die Türken vorbereitete,
ihren Sitz für Thessalien.
Hier verkündete der flammende Redner
Archimandrit Anthimos Gazis (1758-1828)
zu Ostern 1821 den Aufstand Thettalomagnesiens,
und hier wurde der Diakon Grigorios Konstantas
geboren (1753-1848), der tatkräftig
für die Freiheit gewirkt hat.
In der berühmten Bibliothek von Milies
gibt es ungefähr 4000 Bände alter
Bücher, die der berühmten "Schule
von Milies" gehörten, die zusammen
mit der "Schule von Zagorä"
zwei angesehene geistige Zentren der Zeit
vor dem Freiheitskrieg waren. Heute ist
diese Bibliothek in einem wunder-schönen
Neubau untergebracht, der den Namen "Genuß
der Seele" führt.
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Heute
ist Milies ein schöner Ferienort
zum Ausruhen. Hier wird reichlich, Obst
und Gemüse produziert. Bis 1971
befand sich hier auch die Endstation
der kleinen Pelion-Bahn, die ungefähr
ein Jahrhundert lang keuchend und pfeifend
die bewaldeten, tiefgrünen Schluchten
durchquerte und Nachricht aus der Stadt
Volos brachte. |
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