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Magnesia
Ein gesegneter Ort, an dem Legenden, Geschichte und Natur eine einmalige Verbindung eingegangen sind. Dieses Gebiet bekam seinen Namen vom alten Volksstamm der Magneten und wurde schon bald weit herum bekannt.

Von hier aus brach Lason mit seinem Schiff Argo zur Reise ins entfernte Kolchis auf, um nach dem Goldenen Vlies zu suchen. Auf dem alten Pilion, wie ihn Shakespeare nennt, lebten die Kentauren und der Weise Cheiron, der zur Zeit der Sage Lehrer aller Halbgötter und Helden wurde und Asklepios in die Heilkunst einweihte.

Magnesia, dessen unübertroffene Vorzüge seine Geschichte, seine Kultur, seine Gastfreundschaft und seine touristische Infrastruktur sind, steht ohne seines-gleichen da.


Der Pilion, die Sporaden, die Fischerdörfer des Pagasäischen Golfes, die Heimat des Freiheitskämpfers Rigas Feraios, die unzähligen Strände, das Wintersportzentrum, die Möglichkeiten für Bade- oder Winterferien sowie für Alternativtourismus, dies alles macht die Präfektur Magnesia jedes Jahr zum beliebten Ferienziel für Zehntausende von Feriengästen.



Dank ihrer zentralen Lage im Herzen Griechenlands ist sie für Besucher mit jedem Verkehrsmittel leicht und problemlos erreichbar.

Die Flughäfen von Skiathos und Nea Anchialos sind die Tore, die Magnesia mit der übrigen Welt verbinden. Gleichzeitig ist der Hafen von Volos das Bindeglied zwischen Griechenland, Europa und den Balkanstaaten mit Asien und Nordafrika.


Volos
Die Stadt Volos, Hauptstadt der Präfektur Magnisia, liegt zu des Pilion-Gebirges, im Meerbusen des Pagasitischen Golfes, 325 km von Athen und 215 km. Von Thessaloniki entfernt.

Die Stadt Volos zählt 120000 Einwohner und umfasst der Grösse nach folgende Gemeinde: Volos, Nea lonia, lolkos und mehrere um die Stadt liegende Gemeinden. Die Einwohnerzahl der Stadt ist von 4.887 im Jahr 1881, als Thessalien an den griechischen Staat angesclossen wurde, inzwischen auf 120000 gestiegen. Einige Kilometer östlich der heutigen Stadt liegen die Oberreste der antiken thessalischen Stadt Pagassai, von der der Pagasitische Golf seinen Namen ableitet. Westlich von Volos wurden die Überreste einer weiteren antiken Stadt entdeckt: Dimitriada, die von Demetrius dem Eroberer im 3. Jahrhundert gebaut und 902 n. Chr. von den Arabern Sarazenen, die aus Kreta kamen, zerstört wurde.

Während der türkischen Herrschaft stand hier die Festung von Volos (Golos). In der Festung wohnten ungefähr 150 türkischen Familien, die sich am Rande des Bezirkes ansiedelten. Außerhalb der Festung, in Richtung Strand befanden sich einige Häuser und Lagerräume. Die Griechen der Gegend wohnten in Ano Volos am Fuße des Pilion-Berges.

1881 wurden Volos und Süd-Thessalien Griechenland übergeben. Einige Jahre später wurde die Festung abgerissen und 1923 haben die letzten Muslims (Türken und Zigeuner), infolge des Völkeraustausches zwischen Griechenland und der Türkei,Volos verlassen. Zu jener Zeit erhielt die Stadt die großzügige Straßenführung, die heute noch in den zentralen Stadt - teilen zu erkennen ist. In der Neustadt siedelten sich anfänglich - seit 1845 - reiche Händler wie Nikolaos Gatsos aus Konitsa und später Familien aus den Dörfern von Pilion und Umgebung an. Nach dem Jahr 1923 und mit der Ankunft der Flüchtlinge aus der Türkei breitete sich die Stadt rapide aus. 1928 zählte die Stadt 47.892 Einwohner.

Der Hafen von Volos war bis 1940 als einziger Hafen Thessaliens der wichtigste Hauptumschlag-platz der Gegend. Heutzutage hat seine Wichtigkeit nachgelassen, da ein großer Teil der Transporte über das Straßennetz erfolgt. Es lohnt sich das Archäologische Museum 'Athanasakeio", das 1907 in Anavros gebaut wurde, zu besuchen. Hier wird eine reiche Sammlung paläolithischer und neolithischer Funde aus den prähistorischen Orten Sesklo und Dimini ausgestellt. Eine archäologische Rundreise in der Gegend von Volos führt durch die neolithischen Siedlungen Sesklo und Dimini, das Antike lolkos,Ferres, Dimitriada, Pagasses und Fthioti des Thebes.

Der Hügel von Gortisa bietet einen sehr schönen Ausblick auf die Stadt und das Meer. Im Volkskunstmuseum von Ano Volos werden einmalige Bilder des naiven Malers Theofilos ausgestellt. Volos ist für die vielen "Tsipouradika" (in denen das bekannte alkoholische Getränk "Tsipouro" - eine Schnapsart - angeboten wird) und Tavernen bekannt, die sich sowohl in der Altstadt als auch an der Uferpromenade befinden. Es lohnt sich die Tavernen in der Gegend Aidonofolies und am Ufer des Flusses Anavros zu besuchen.

In der Olympischen Stadt Volos werden in der Nähe einer wundervollen Grünanlage der Gemeinde Nea lonia die Sportler einer Vor-entscheidungsrunde beherbergt. Mit Volos als Ausgangspunkt entdecken Sie den Zauber der Natur und der menschlichen Kreativität auf den Inseln der Sporaden mit der einsamen Mönchsrobbe, auf den gepflasterten Pfaden und in den malerischen Orten, den Wäldern und den Wildblumen des Pilion-Berges. Entdecken Sie das Innere des Landes, Berglandschaften, die von den Menschen geprägt wurden, so-wie der Plastiras-See, Gegenden, die mit großer Verzögerung registriert wurden, z.B.Agrafa, wilde Flüsse, die Legenden begleiten, so-wie der Aspropotamos, Klostergemeinden auf einmaligen Felsen, so-wie Meteora und Berge wie das Antichasia Gebirge und der Berg Koziakas.
Endecken Sie den Frühlingsduft, die Farbenvielfalt, die Ruhe und die wilde Seite der Natur. Widerstehen Sie der Versuchung diese Gebiete zu verändern, sie bestehen länger als wir. Erlauben wir uns, uns selber zu ändern und machen wir unsere Kinder mit dieser Ecke Griechenlands bekannt.

In Volos werden viele interessante Bauten, die an vergangene Zeiten erinnern, vor dem Verfall bewahrt, z.B. das Gebäude Spire, indem sich das Kulturzentrum befindet und in Volos ist ein bekannter Fischmarkt. dem Veranstaltungen und Konzerte Ansicht des Fischmarktes stattfinden, die neuklassizistischen Gebäude des Stadtodeons und der Stadtbibliothek, das Stadttheater in dem Gebäude der alten Elektrizitäts-Gesellschaft und auch der renovierte Bahnhof, von dem die Bahn in die Pilion-Dörfer abfuhr.


Pelion


Die Geschichte dieser Landschaft reicht weit in die Welt der Mythen und Sagen zurück.

Zu verschiedenen Zeiten durchgeführte Ausgrabungen brachten großartige Funde ans Tageslicht.

Besonders bedeutsam sind die der neolitischen Akropolis von Sesklo und der befestigten Siedlung von Diminio, die beide zwischen 3000 und 2500 v. Chr. entstanden sind.




Über den Zivilisationsstand der damaligen Bewohner
dieses Gebietes wissen wir wenig. Aus den Funden ist zu schließen, daß sie eine Reihe vor Fertigkeiten beherrschten: sie konnten mit Geschick einfache Befestigungsanlagen bauen, ihre Häuser mit Dächern bedecken, Getreide züchten, die Körner zwischen Steinen zu Mehl vermahlen und am Feuer Brot backen.

wach Meinung der Archäologen handelt es sich dabei um die hochstehendste Zivilisation der thessalischen Steinzeit, als Metall noch unbekannt war und Waffen wie Geräte aus Stein, Knochen oder Horn hergestellt wurden.

Handwerkliches und künstlerisches Geschick verraten Tongefäße mit bildlichen Darstellungen, Statuetten und anderes Kleingerät.

Kultur:
In späterer Zeit, um 1800 v. Chr., ließ sich ein unternehmerisches Seefahrervolk, die Minyer, in der innersten Bucht des Golfes nieder und begann lolkos zu bauen. Die Stadt wuchs und erreichte von 1500 bis 1300 v. Chr. ihre Blütezeit, was nicht zuletzt ihrer günstigen geographischen Lage zuzuschreiben war; ihr Hafen diente dem gesamten Hinterland. So ist es kein Zufall, daß der "Argonautenzug" nach einer der bekanntesten klassischen Sagen von hier seinen Ausgang genommen hat.

In späterer Zeit, um 1800 v. Chr., ließ sich ein unternehmerisches Seefahrervolk, die Minyer, in der innersten Bucht des Golfes nieder und begann lolkos zu bauen. Die Stadt wuchs und erreichte von 1500 bis 1300 v. Chr. ihre Blütezeit, was nicht zuletzt ihrer günstigen geographischen Lage zuzuschreiben war; ihr Hafen diente dem gesamten Hinterland. So ist es kein Zufall, daß der "Argonautenzug" nach einer der bekanntesten klassischen Sagen von hier seinen Ausgang genommen hat.

Die Bewohner von lolkos verehrten die olympischen Götter, von denen Artemis eine besondere Stellung einnahm; das geht aus verschiedenen Ausgrabungsfunden und den Überresten des Artemistempels in lolkia auf einem Hügel in der Nähe des Palastes hervor. Die Verehrung dieser Göttin war so nachhaltig, daß auch in weit späterer Zeit in Dimitrias ein Tempel der Artemis lolkia zu finden ist. Dann erlebt die Stadt ihren Niedergang. In der makedonischen Zeit ist sie nur noch als der Marktflecken Dimitrias erwähnt. Der Name lolkos ist im christlichen Mittelalter und während der Türkenzeit verschwunden. Lediglich das "Kastell von Golos" auf einem Hügel ist noch bekannt. Der Name dürfte von lolkos über Golkos abgeleitet sein. Später wurde aus Golos Volos.

Mit dem Niedergang von lolkos begann jedoch die Blüte einer anderen Stadt: Pagasä. Sie war im 13. Jahrhundert ein bedeutendes Handelszentrum und wies regen Schiffsverkehr mit allen Häfen des östlichen Mittelmeers auf.

Die Blüte von Pagasä dauerte rund tausend Jahre bis zur Invasion der Makedonier, die mit König Philipp an der Spitze die Stadt von 353 bis 352 v. Chr. belagerten und schließlich einnahmen. Als Dimitrios Poliorketes (der Eroberer) König wurde, gründete er 294 bis 293 v. Chr. eine neue Stadt in der Nähe von Pagasä, die ihm zu Ehren Dimitrias genannt wurde. Pagasä erlebte einen langsamen Niedergang und wurde als Stadtteil in die neue Stadt eingemeindet.



Die Jahre vergingen... Dimitrias erlebte einen großen Aufschwung, seine Kultur erreichte ein hohes Niveau. Die Zahl der Einwohner stieg auf 30-40.000. Es wurde zum Anziehungspunkt für viele Fremde, die es besuchten und sich niederließen.

Aus den Inschriften der berühmten Grabstelen, die im Museum von Volos zu sehen sind, erfahren wir viel über das Leben seiner Einwohner. Makedonier, Epiroten, Phönizier, Agypter, Kreter, Thraker und Kyprioten haben sich dort eingelebt und sind geblieben.

Auf der Grabstele der Archidike aus Kreta steht über einer sehr gut erhaltenen bildlichen Darstellung folgende Inschrift: "Wenn ihr, oh Radamanthys und Minos, über eine andere ehrliche Frau zu urteilen habt wie über eure Landsmännin Archidike, die in dieser Erde liegt, dann gönnt auch ihr die Ruhe der Inseln der Seligen (Makarer). Die Angehörigen der Verstorbenen hatten diesen Wunsch geäußert. (Rodamanthys und Minos waren kretische Könige, bevor sie Herrscher des Hades wurden.)

Mit der Invasion der Römer 168 v. Chr. wurde Dimitrias römisch, die Befestigungen wurden geschleift, der Niedergang der Stadt begann. In den nächsten tausend Jahren wechselten sich Überfälle mit Plünderungen und Eroberungen ab: der Gothen 396 n. Chr., der Slawen zu Beginn des 6 Jhdts., Überfälle der Sarazenen, die die Stadt völlig zerstörten, neue Invasionen durch die Bulgaren und die Vlachen im 11. Jhdt. und schließlich die Einnahme der Stadt durch die Franken, die 1204 das gesamte Gebiet Bonifazius Monferrat von Savoyen überließen. 1311 wurde es von den Katalanen eingenommen, die es bis 1357 behielten. 1349 folgten die Serben. Dann wurde es von den Byzantinern beherrscht, die 1393 den ersten Türkenansturm abwehren konnten. 1423 jedoch wurde es endgültig von den Türken genommen, die sich in den Ruinen des Kastells niederließen, das von da ab "Kastell von Golos" heißt.

Die Schreckensherrschaft der Türken veranlaßt die ursprünglichen Einwohner, das Gebiet allmählich zu verlassen und in den Höhen des Pelion Zuflucht zu suchen, wo sie sicher waren.
Um dort vorhandene Klöster scharen sich kleine Ansiedlungen, die den Kern der späteren Peliondörfer bilden. Die Autonomie, die ihnen Sultan Mehmet IV. 1668 gewährt, führt zu wirtschaftlicher und geistiger Unabhängigkeit, die mit der Entwicklung von Handwerk und Handel einhergeht.

Makryinitsa, Portaria und Zagora werden zu Wirtschaftszentren mit gut entwickeltem Gewerbe (Webstoffe, Seide, Wein) Die Produkte sind auf dem ausländischen Markt zunehmend gefragt. Frankreich entsendet sogar zur Erleichterung der Geschäfte einen Vizekonsul nach Portaria.

Der florierende Handel bringt die Notwendigkeit besserer Verkehrsverbindungen zum ausländischen Markt. mit sich. So beginnen die Bewohner des Pelion zaghaft wieder in respektvoller Entfermung vom Kastell von Golos an die Küste zurückzukehren, um mit der Außenwelt besser verbunden zu sein.

Auf diese Weise enstehen ab 1843 viele kleine Siedlungen, die mit der Zeit sich zum Kern der heutigen Stadt Volos entwickeln. Mit der Vereinigung Thessaliens mit Griechenland beginnt der Aufbau der freien Stadt durch die Pelionbewohner, die den Berg verlassen und sich hier ansiedeln.



Makrynitsa
Das ist der Balkon des Pelion. So bezeichnet man diese schöne Ecke der Platia. Von hier gibt es eine überwältigende Aussicht.

Vor uns, auf dem steilen Hang, die Häuser von Makrinitsa und Kokorava, links Portaria, Stayates, Ano Volos, Aghios Onouphrios, Anakasia. Weit unten Volos, das aussieht, als würde es sich am Rand des blauen Pagasitischen Golfes ausruhen.

 

Alle Spitzensäume des Golfes heben sich in einer unendlichen Harmonie blauer Töne hervor, die bis in die Ferne reichen, bis zur Ebene von Almiros und zur Bergkette des Othris und noch weiter - wenn es Nordwind gibt und das Wetter ganz klar ist - bis zum Itis und zum Parnaß.

Wenn wir noch höher steigen, verlas-sen wir Prophitis Iljas, Katichori und für kurze Zeit Portaria, und gelangen - nach 3-4 Kilometer - nach Makrinitsa.

Das Auto hält in der tief schattigen Schlucht voll riesiger breitblättriger Platanen. Ein kleiner Spaziergang zwischen Herrschaftshäusern und fröhlichen Höfen führt uns in das Zentrum des Dorfes, zur großen Platia von Makrinitsa.

Makrinitsa ist ein echtes herrschaftliches Gebirgsdorf, voll alter Gebäude, die die Noblesse und die Schönheit alter Herrschaft besitzen. Die echte Volksbaukunst schafft das charakteristische Bild der Pelion-Atmosphäre.

Die kleine alte Kirche des hl. Johannes des Täufers im Basilika-Stil. Ein unvergleichliches architektonisches Schmuckstück am Ende der Platia. Daneben der große Brunnen mit den neun Ausläufen und dem reichlichen, kristallklaren, rauschenden Wasser, das vom Berggipfel kommt. All das schmückt die schöne - von riesigen, uralten Platanen überschattete - Platia des Dorfes.  

Das alte Kloster der Mutter Gottes von der Heimsuchung. Der erste kleine Bau wurde von Konstantin Melissinös, dem Fürsten von Dimitriada, 1222 errichtet.
Im Lauf der Zeit wurden rundherum Wohnhäuser gebaut, und so entstand das Dorf.
Viel später, um 1760, wurde es mit den heutigen Bauten vollendet. In die Mauern des imposanten Klosters sind auch viele architektonische Skulpturen eingemauert.

Steile Gäßchen durchziehen das Dorf, das auf einen sehr steilen Hang gebaut ist. Ein Höhenunterschied von ungefähr 500 m trennt das tiefstgelegene Haus vom höchsten in Kokorava, das oben, an der Stelle "Alonia" steht...



Portariä
Kehren wir aber nach Portaria zurück. Dieses malerische Dorf war das Pionierzentrum des Tourismus auf dem Pelion, da es mit seinem Namen zum ersten Mal - in ganz Griechenland, ja in der ganzen Welt- die Schönheit des Peliongebietes hinausstrahlte.

Vor dem Krieg, ja noch früher, vor fünfzig-sechzig Jahren, hielt Portaria das Szepter des Pelion-Tourismus. Ein für die damalige Seit tadelloses Hotel, "Theoxenia", war für viele reiche griechische und fremde Touristen ein verlockender Reiz. Auch die erste Wagenstraße führte auf den Pelion. Sie führte aber nur bis Portaria und war eng, mit geschlossenen Kurven, nur für Pferdewagen geeignet, da es noch keine Autos gab.

Aber auch heute befindet sich Portaria auf der Höhe seiner touristischen Sendung. Das große Hotel Xenia besitzt allen modernen Komfort, auch für den anspruchsvollsten Besucher. Es gibt auch zahlreiche andere, ebenfalls gute Hotels, Lokale und Restaurants, die allen Bedürfnissen des modernen Tourismus gerecht werden, weshalb sich hier auch eine große Zahl von Besuchern zu versammeln pflegt.

Die alten Herrschaftshäuser bezeugen den Glanz vergangener Zeiten. Viele ruhmreiche Seiten der geistigen und wirtschaftlichen Entwicklung wurden zur Chronik des Pelion hinzugefügt. Zudem schenkte Portaria viele seiner Kinder der Wissenschaft, und eine große Zahl von Intellektuellen und Wohlhabenden, die von hier stammten, lebten in Griechenland oder im Ausland, und viele von ihnen wurden zu bedeutenden Wohltätern: sie hinterließen ehrfurchtgebietende Summen für gemeinnützige und sonst wohltätige Zwecke für ihre väterliche Heimat.

Die malerischen Gegenden, die üppige Vegetation, die schönen, blumengeschmückten Häuser, die zahlreichen Brunnen mit dem rauschenden Wasser, und die leichte, duftende Atmosphäre, ergeben den absoluter' Sinn der Sorglosigkeit, des Friedens und der Ruhe.

Die wunderbaren Spaziergänge nach "Maria", mit den kristallklaren Quellen, zum kleinen Wasserfall des "Karavos", zur Platia des "Taxiarchen", mit dem wunderschönen Blick auf den Pagasitischen Golf, nach "Alonia" und zum Brunnen des "Athamantas", bleiben unauslöschlich als Erinnerungen für das Leben dem Gedächtnis eingeprägt.



Zagora
Velassen wir aber die wilde Waldlandschaft und steigen wir die östlichen Hänge des Berges hinab.

Unsere Wanderschaft führt uns bald zwischen üppiger Vegetation und unendlichen Buchenwäldern dahin, voll von Gebirgsdüften und vom süßen Schall des Konzerts zahlloser Vögel, hin zum größten Dorf des Pelion, nach Zagorä.

 

Dieses Dorf hat seine Geschichte. Als altes kulturelles und wirtschaftliches Zentrum während der Zeit der Türkenherrschaft, spielte es eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des Pelion-Gebietes. Tausend Arten Erzeugnisse des häuslichen Gewerbes, gestrickte Wolle, Gewebe, Seide, Borten, Schnüre, Tücher und vieles andere, wurden unten im Hafen von Chorevto auf die zagoritischen Kaiks geladen, um ihre Märkte in der Ferne zu finden. In der berühmten Schule von Zagorä lernten namhafte Lehrer der Nation. Hier studierte der Sänger der Freiheit, Rhigas Pheräos, und die Schule, heute nach ihm benannt, ist noch erhalten. Hier gibt es auch eine der bedeutendsten Bibliotheken Griechenlands, mit vielen alten Drucken und byzantinischen Handschriften.

Das Grün leuchtet überall. In allen Tönen, in allen Farbnuancen. Saubere Höfe, voll von Gardenien, Basilikum, Chrysanthemen und allen wilden Blumen des Berges, während aus den zahlreichen malerischen Brunnen rauschend das Wasser fließt, ununterbrochen sein frisches Lied murmelnd.

  Nachmittagsstunden auf der zentralen Platia von Zagora! Allmählich verlöschen auch die letzten Lichter der Sonne, die sich hinter der Waldlandschaft des Pelion verbirgt.

In dieser stummen, leichten Atmosphäre der Abend-dämmerung wird bald die Glocke der Kirche des hl. Georg
zur Vesper läuten.

Reich ist die Frucht des Pelion. Hie die berühmten Apfel von Zagorä, nachdem sie im Herbst abgeernte wurden. Ein wirklich gesegnete Land, überall von wunderbarem Pflanzenwuchs bedeckt, von unendlichen Obstgärten. Kastanien, Feigen, Nüsse, Trauben und die ganze Vielfalt erlesener Früchte, von reichem Geschmack, versehen ml dem Aroma des Berges.

Die Augenblicke werden Ihnen un vergeßlich bleiben, wenn Sie sic zur Zeit der Obsternte, zur Zeit de bäuerlichen Mühsal in den Obst gärten von Zagorä befinden.



Choreftö
Die letzten Strahlen der Sonne liebkosen die müden Gesichter der Seeläute von Chorevto, während sie ihre Netze für die Arbeit von morgen in Stand setzen.

Ruhige Stunde der Sorglosigkeit nach der schweren Mühe des Tages. Schöne Augenblicke, voll zarter Poesie und demütiger Schönheit.  

Der weiße Spitzensaum des tiefblauen Meeres küßt den Strand von Chorevto.
Das Lied der Wellen, vermischt mit dem Duft des Thymian und der wilden Myrrhe, der aus den Schluchten herabdringt, ergeben zusammen ein wunderbares Erlebnis zu dieser Mittagsstunde.




Mylopotamos

Zwei helle, blitzsaubere Sandstrände voll bunter Kieselsteine nisten inmitten der wilden und steilen Küsten des tiefblauen Mylopotamos.

Jetzt weht der sommerliche Meltemi, gewaltig, voll Salzgeruch, hinweg über uralte Küstenfelsen, die unerschütterlich vor der leuchtenden Unendlichkeit der Agäis stehen.

Hier in der Nähe, über der Stelle "Karavotsaxia", schwebt die Legende vom Untergang der Flotte des Xerxes 480 v. Chr., die von Megabates nach Griechenland geführt worden war: Hier wird auch die Stelle der antiken Stadt "Kasthanea" vermutet, die von Herodot erwähnt wird.

Schönes, klares Bild einer jungfräulichen Natur, voll von Seevögeln, die einander jagen, plötzlich ins Meer tauchen, ans Land wiederkehren und ihr verrücktes Spiel auf den steilen Felsen fortsetzen.

Jede Bucht, jeder Strand, jeder Kieselstein spricht mit den Wellen.



Milies
Noch eine paradiesische Gegend des schönen Berges. Ein großes und bekanntes Dorf, das inmitten üppiger Vegetation nistet, mit hohen Platanen und kristallklarem Wasser.

Das Dorf Milies entstand um 1500 und gelangte im 18. und 19. Jahrhundert zur höchsten Blüte.

Hier befand sich eine der Pflanzstätten der Generation von 1821. Hier hatte auch der Geheimbund "Philiki Hetäria", die den Aufstand gegen die Türken vorbereitete, ihren Sitz für Thessalien.

Hier verkündete der flammende Redner Archimandrit Anthimos Gazis (1758-1828) zu Ostern 1821 den Aufstand Thettalomagnesiens, und hier wurde der Diakon Grigorios Konstantas geboren (1753-1848), der tatkräftig für die Freiheit gewirkt hat.

In der berühmten Bibliothek von Milies gibt es ungefähr 4000 Bände alter Bücher, die der berühmten "Schule von Milies" gehörten, die zusammen mit der "Schule von Zagorä" zwei angesehene geistige Zentren der Zeit vor dem Freiheitskrieg waren. Heute ist diese Bibliothek in einem wunder-schönen Neubau untergebracht, der den Namen "Genuß der Seele" führt.

Heute ist Milies ein schöner Ferienort zum Ausruhen. Hier wird reichlich, Obst und Gemüse produziert. Bis 1971 befand sich hier auch die Endstation der kleinen Pelion-Bahn, die ungefähr ein Jahrhundert lang keuchend und pfeifend die bewaldeten, tiefgrünen Schluchten durchquerte und Nachricht aus der Stadt Volos brachte.

 

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