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Thessalien

Geographie:

In Zentralgriechenland liegt die fruchtbare thessalische Ebene, umgeben von den Bergen Pindos, Olymp, Pelion, Othris, Ossa und Agrafa. Die Offnung zum Meer bildet der Pinios-Fluß, der die Gegend buchstäblich teilend, am Westhang des Pindos-Gebirges entspringt und im Tempi-Tal das Meer erreicht.

Thessalien ist eng mit der mythologischen Vergangenheit verbunden. Hier erhebt sich der Olymp, Sitz der unsterblichen Götter, dies ist das Land der Kentauren, das überall Stättenaufweist, die von historischer Kontinuität zeugen, von der Steinzeit bis
zum heutigen Tag.

Am Westende jedoch, wo die thessalische Ebene aufhört und das Pindos-Gebirge in die Höhe ragt, schuf die Natur ein einmaliges Phänomen, das die Mönche der byzan-tinischen Epoche als Anbetungsort zu schätzen wußten.




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Sie gründeten an dieser Stelle ihre Klosterrepublik. Seit ungefähr 600 Jahren ragen auf 24 steil abfallenden Felsgipfeln die Meteora, die byzantinischen Klöster, gegen den Himmel, die Pilger und Besucher in Erstaunen setzen.


Larissa (350 km von Athen)

Larissa ist die Hauptstadt Thessaliens. Hier im Zentrum der thessalischen Ebene geht die Besiedlungs-geschichte, wie archäologische Ausgrabungen zeigten, bis in die Altsteinzeit zurück (10.000 v. Chr.).

Die nahe der Nationalstraße Athen-Thessaloniki gelegene Stadt, in der der Oberlieferung nach übrigens der "Vater der Medizin" Hippokrates gestorben sein soll, ist heute ein wichtiges Handels- und Industrie-zentrum. Bei einem Stadtbummel sollte man sich die mittelalterlichen Befestigungsanlagen, den Alkazar-Park und das antike Theater sowie vor allem auch die hochinteressanten altsteinzeitlichen und archaischen Funde im Archäologischen Museum ansehen. Berühmt für ihre umfangreiche Gemäldesammlung ist auch die Städtische Pinakothek.


 
Das unverwechselbare Flair gibt Larissa der Pinios, der die Stadt durchfließt, und die alten Herrenhäuser mit ihren prächtigen Innenhöfen und blühenden Gärten. In der Präfektur Larissa gibt es auch landschaftlich sehr reizvolle Ausflugsziele, wie das fruchtbare grüne Tal von Agia, das malerische Stomio mit dem sacht ins Meer abfallenden Strand und Agiokambos mit dem endlos weiten Sandstrand - geradezu geschaffen für unvergeßliche Sommerferien.



Karditsa (302 km von Athen)

Auf der Fahrt von Athen zu den Meteora-Klöstern kommt man auch nach Karditsa, Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur an einem Nebenfluß des Pinios. Die Stadt ist eine relativ neue Gründung, mit moderner Straßenführung, großen Plätzen und einem sehr schön angelegten Park ("Pafsilipo"). Wenn man Zeit hat, kann man sich die Sammlungen im Christlichen und den beiden Volkskundlichen Museen ansehen.

Ein imponierender Anblick ist der Plastiras-Stausee bei Karditsa (800 m.ü.d.M.) - im Hintergrund die majestätische Kulisse des Agrafa-Gebirges und zu dessen Füßen die hübschen, in ihrem histrorischen Kern erhalten gebliebenen Dörfer Messenikolas, Bezoula, Neohori, Kastania (Zimmer zu vermieten) und Neraida (Herberge). Am Staudamm von Megdova (Tavropos) sind 4 Freizeitparks angelegt worden, die weitere touristische Erschließung des ganzen Gebietes ist vorgesehen.

Andere Attraktionen für den Fremdenverkehr sind die Heilbäder von Smokovo und Kaitsa, das Heiligtum der Athena Itonia bei Filia und ein mykenisches Kuppelgrab (1500 v. Chr.) bei Georgiko, um nur einige der vielen archäologischen Sehenswürdigkeiten zu nennen, von denen es so viele auch in dieser Region gibt.



Trikala (328 km ab Athen, 61 km von Larissa)
Die heutige Stadt Trikala am Westende der thessalischen Ebene ist Homers "Trikke". Die Überlieferung besagt, daß der Name auf die Tochter des Pinios, Trikke, zurückzuführen ist. Andere Quellen besagen, daß hier eine Göttin der Heilkunde verehrt wurde. Auch nimmt man an, daß Trikala Asklepios Geburtsort war. Hier stand der älteste Tempel (Überreste befinden sich im SW der Stadt) des göttlichen Arztes, ein Heilzentrum, gleich denen von Epidaurus und Kos. Die Verehrung des Asklepios wurde von Trikke den anderen Stätten überbracht. Gekrönt von einer byzantinischen Burg, die auf dem Gipfel eines bewaldeten Berges genau an der Stelle erbaut ist, wo sich in der Antike die Akropolis befand, liegt die kleine malerische Stadt Trikala, links des Lethäos Flusses auf der Anhöhe von Agios Nikolaos, die von einem antiken Aquädukt durchzogen wird. Nach Strabo hieß die Stadt früher Doris, der Name Trikala kommt erst bei Anna Komnini vor (12 Jh.).



Der günstigen Lage wegen hatte die Stadt stets regen Handels-verkehr. In der Nähe der Kirche Panagia Phaneromeni gibt es in Trikala eine kleine Sammlung, wo man am Reichtum und der Vielfältigkeit der Funde erkennen kann, welch weitere Schätze die thessalische Erde birgt (den Schlüssel für sie bewahrt der Inspektor archäologischer Funde in Trikala auf). Nicht weit vom Asklepios-Tempel steht die Burg von Trikala. Sie wurde auf Uberresten aus der hellenistischen Epoche in byzantinischer Zeit erbaut. Während der Türkenherrschaft fanden an der Burg viele Veränderungen statt. Vom Hügel des Propheten Elias, wo sich auch der Stadtpark und der Zoologische Garten befindet, hat man eine herrliche Aussicht über die Ebene mit den kleinen und größeren Dörfern, die wie Schmuckstücke verstreut liegen, und den Fluß, der sich dazwischen durchschlängelt. Die Kirchen Agios Dimitrios und Agii Anargiri runden das byzantinische Bild der Stadt ab.
 




Kalambaka (349 km von Athen, 21 km von Trikala)
Wenn man Trikala in Richtung Norden verläßt, kann man unterwegs manch lohnenden
Abstecher zu einem der vielen Dörfer oder alten Klöster jenseits der Nationalstraße machen. Am bekanntesten ist wohl das Vitoumas-Kloster, das beim Dorf Peristera sehr malerisch am Fuß des Koziakas-Gebirges liegt und berühmt ist für die kostbaren Webstoffe und Messgewänder, die hier hergestellt werden.

Kalambaka, letzte Zwischenstation vor den Meteora-Klöstern, ist eine hübsche Stadt unterhalb der majestätisch aufragenden grauen Meteora-Felsen, wo der Pinios das Pindos-Gebirge verläßt. Die Mariä Himmelfahrt geweihte Kathedrale (1. Hälfte des 12. Jh.s.) liegt etwas erhöht auf einem Hügel und ist wegen ihrer Ikonen und insbesonders der Wandmalereien sehenswert, mit denen der Mönch Neophytos, Sohn des kretischen Hagiographen Theophanes Strelitzas die Kirche im Jahre 1573 ausmalte. Meisterwerke sind auch der Marmor-Ambo (Lesepult), das marmorne Tabernakel und das Synthronon im Altarraum. Nicht weit von der Kathedrale liegt die Allerheiligen-Kapelle mit Wandmalereien aus dem 18 Jh. und die Kirche Ai Giannis Prodromos (Johannes der Täufer), bei deren Bau Teile eines antiken Tem-pels sowie Tafeln mit römischen Inschriften verarbeitet wurden.

Magnissa / Pelion Karditsa Trikala
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