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Skopelos

Geografie:
SKOPELOS (58 sm von Volos, 96 qkm).

Die Schönheit dieser Insel zieht die Besucher bereits vom Schiff in ihren Bann: pittoresk lange und schmale Buchten, goldener Sand, Olivenhaine, dazwischen hübsche Häuser, Kirchen und Klöster, die weiß in der Sonne schimmern.


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Kultur:
Die Häuser der Haupstadt-wie die Insel selbst-Skopelos genannt, ziehen sich reihenweise und Halbkreis formend bis zur Küste hinab. Dies ist eine farbenfrohe Hafenstadt mit eigenem Stil, mit Felshängen von geometrischen Formen, engen mit Kopfstein gepflasterten Gassen und mit Blumen gefüllten Höfen, eine einfache und friedliche Stadt mit ländlichen Bewohnern, eine Kombination von Ursprünglichkeit und Geruhsamkeit.

Viele der Frauen halten noch an der Inseltradition fest, indem sie sich in der farbenfrohen Tracht kleiden. Diese besteht aus einem seidenen Faltenrock mit feiner Blumenstickerei, einer Samtbluse mit weiten, schön bestickten Ärmeln und einem Seidentuch, hoheitsvoll um den Kopf gebunden.

Ein Besuch in einem der Häuser von Skopelos ist ein einmaliges Erlebnis, nicht nur der Innendekoration wegen, sondern vor allem die warmherzige Gastfreundschaft des Besitzers zu erleben.


Sehenswürdigkeiten:

  • Archäologische Stätten:
    Skopelos hat eine Anzahl antiker Ruinen, denn sie war eine kretische Kolonie. Der erste König und Ansiedler war Staphylos. Seine Grabstätte wurde 1927 freigelegt, deren Gewölbe die Inschrift seines Namens trägt. Waffen, eine goldene Krone und goldene Grabbeigaben kamen unter anderen Funden bei den Ausgrabungen zum Vorschein (Museum von Volos).

  • Die Kapelle Agios Athanassios aus dem 9.Jh. wurde auf den Ruinen eines antiken Temples erbaut. Auch Überreste einer venezianischen Festung sind noch vorhanden.

  • Strände und Ausflüge:
    Skopelos besitzt herrliche Strände, seichte und sichere Gewässer, die selbst für Kinder ideal zum Baden sind. Für diejenigen, welche eine kiesige Küste bevorzugen, sind Agios Konstantinos, Sares, Kastri und Glisteri ideal.

       

  • Klöster und Kirchen:
    Obwohl Skopelos nur eine kleine Insel ist, besitzt sie doch etwa 360 Kirchen, Kapellen und Klöster. Davon gibt es allein in der Hauptstadt 123. An den sanften Hügelhängen stehen 12 weiß getünchte Klosteranlagen aus dem 17. und 18.Jh. Viele enthalten herrliche Kunstwerke wie handgemeißelte Retabel (Altaraufsatz), Fresken und Ikonen. Ein klassisches Beispiel ist die Christus-Kirche, deren Retabel kunstvolle Miniaturen von Heiligen aufweist und einen mit Gold verzierten Kronleuchter des Berges Athos beherbergt. In der Kirche der Zoodochos Pigi befindet sich eine wunderbringende Ikone, die von St. Lukas, dem Evangelisten, gemalt ist.



Lokale Produkte:
Skopelos ist wegen ihrer ausgedehnten Pflaumenplantagen bekannt. Ein Besuch derselben sowie der Verpackungsanlagen ist sehr empfehlenswert. Im Gebiet von Glossa sind Mandeln das Hauptprodukt. Die Nonnen der verschiedenen Klöster stellen verschiedenen gewebte Textilien her, Röcke und Blusen sowie eine Vielfalt anderen Kunsthandwerkes.


Feste:
25. Februar, Namenstag des Schutzpatrons der Insel Agios Riginos (HI. Riginos). 6. August, die Verklärung Christi. Karnevalveranstaetungen mit "Trata" Festzug.




Einige Worte zur Geschichte

von Peparithos (Skopelos) Theseus, der Sohn des Ägeus, des Königs von Athen, wird - wie uns die Überlieferung lehrt - zusammen mit 7 Jünglingen und 7 Jungfrauen dem König von Kreta, Minos, als Tribut geschickt, um dem Minotaurus, der im unterirdischen Labyrinth des Palastes lebte, zum Fraß vorgeworfen zu werden. Auf Kreta lernt er jedoch die Tochter des Minos, Ariadne, kennen. Ariadne verliebt sich in ihn und hilft ihm, mit einem Fadenknäuel den Weg aus dem Labyrinth zu finden und gerettet zu werden.

In der Tat findet Theseus mit Hilfe des abgespulten Zwirnfadens den Ausgang, raubt heimlich Ariadne und verschwindet mit ihr aus Kreta. Auf der Insel Naxos verläßt er Ariadne jedoch. Dort auf Naxos wird Ariadne, allein und traurigüher das schlechte Verhalten des Theseus, von Dionysos entdeckt, der sich leidenschaftlich in sie verliebt und sie auf der Insel Limnos unterbringt. Auf Limnos gebart Ariadne Dionysos 4 Kinder aus seinem Samen: Thyantas, Oinopionas, Staphylos und Peparithos. Peparithos, der Sohn der Ariadne und des Dionysos, gab der Insel seinen Namen.

In der Antike hieß Skopelos nämlich Peparithos. Und es ist Staphylos, der Sohn der Ariadne und des Dionysos, der als erster aul der Insel wohnte und herrschte. Bis heute überlebt der Name des Königs am entzückenden, mit Olivenbäumen und Fichten bewachsenen, grünen Strand, der Staphylos -Strand genannt wird.

Der Staphylos-Strand geht in eine Halbinsel über. Dort, am Übergang zur Halbinsel, wurden das Grab des Staphylos und sein Schwert entdeckt, das als größtes der damaligen mykenischen und minoischen Welt gilt. Sein Griff ist mit Gold verkleidet; ein würdiges Schwert eines großen Königs, der - wie es scheint - Staphylos, der Enkel des großen Minoerkönigs von Kreta war.

Skopelos (Peparithos) nahm an allen Kriegen, die Griechenland damals an der Seite der Athener führte, teil. In der Regel war seine Regierungsform demokratisch. Die Insel beteiligte sich eben-falls an den panhellenischen Straßenwettkämpfen, und der Kämpfer Agnon aus Peparithos erreichte sogar um 569 v.Chr. einen Sieg. Deshalb nannten seine Landsleute den Ankerplatz, an dem er landete, Agnona. Bei uns kam der Name Agnona als Agnontas an.

Die Peparither weihten sogar Delphi eine riesige Kupferstatue des ApolIon, da sie in einer Schlacht die Karer besiegt hatten. Auf dem antiken Peparithos gab es auch andere Städte, von denen einige, wie z.B. Panormos, Selinous und Knossos, bis heute überlebten.

Heute findet man auf dem bewaldeten Hügel am wunderschönen Strand von Pariörmos noch die Mauern der gleichnamigen Stadt. Knossa entspricht dem heutigen Glossa, Selinous dem heutigen Loutraki, wo bis heute eine archaische Mauer überlebte. Jeder Armakas war also vielleicht eine Siedlung.

Armakas nennen wir auf Skopelos einen Steinhaufen. Und solche Steinhaufen, die auf die archäologische Ausgrabungshacke warten, die ihr Geheimnis lüften soll, gibt es überall. Skopelos - das antike Peparithos - erreichte seine größte Blüte zu Beginn des 8.Jh.v.Chr. In jener Epoche war die Insel dicht besiedelt und sehr fruchtbar. Ihre Schiffe durchquerten zum Transport des bekannten Weines, des namhaften Peparithos Weines, die ganze griechische Welt.

Bis vor wenigen Jahren erstreckten sich ihre Weinberge über alle umliegenden Hügel und Berge. Die Überlieferung lehrt uns, daß die Häuser und Klöster der Insel mit Wein gebaut wurden. Während der gesamten Antike entwickelte Peparithos eine bedeutende Handelstätigkeit.



Die Insel war eines der größten Weinbauzentren der Ägäis. Erst in zweiter Linie wurden Oliven und Getreide angebaut. Auf Peparithos (Skopelos) wurde der Gott Dion ysos, der in ihrer Kultur und ihrer Tradition vorherrschte, verehrt. Die Leute feierten mit Theateraufführungen, Straßenwettkämpfen und Liedern.


Es wurden jedoch auch Helden, wie z.B. der König Staphylos verehrt, der ihnen die Weinher-stellung beigebracht hatte.


Doch auch in jüngerer Zeit hat Skopelos eine bemerkenswerte Kultur darzubieten. Die Reize und ihre reiche Tradition, wie auch ihre historischen und künstlerischen Denkmäler, ihre Klosterburgen, die wunderschönen Kirchen mit den goldenen und ganz ziselierten Ikonostasen (Ikonen wänden), Werke einheimischer Künstler.

Skopelos besaß auch einen Bischofssitz. Dies zeugt vom Wohlstand und dem hohen geistigen Niveau der Insel. Es gibt sogar auch die (iherlielerung vom heiligen "Reginus ", dem Erzbischof und Beschützer der Insel, der den Drachen irgendwo in der Nähe des Staphylos-Strandes gejagt und getötet hatte. Der Bergspalt, in dem der Drache versunken sein soll, heißt bis heute Drakontoschisma (Drachenspalt).

Seit je her beschäftigen sich die Inselbewohner mit der Töpferei, Stickerei, Holzschnitzerei und dem Schiffbau. Einst besaßen sie eine große Schilfswerft, die um 1821 35 Schiffe zur Verfügung stellte. Und da gibt es auch noch die Textilkunst mit ihren wunderschönen. ganz bestickten, auf dem Webstuhl hergestellten Decken und anderen Werken.

Berühmt sind auch ihre Messer, auf denen der Volkskünstler folkloristische kleine Verse eingekerbt hat.

Und wenn Ihnen dies nicht genügt, dann können Sie in unserer Chora - dem Hauptdorf der Insel - finden, was Ihr Herz begehrt, indem Sie austy hlen zwischen Restaurants, Ouzcrien, Tavernen, Konditoreien und Cafeterien jeder Art. Spezialitäten der Insel sind die aufgerollten, gebackenen Pittes (eine Art Blätterteiggebäck), Rofos Stifado (Fisch in roter Zwiebelsauce) und jede Art von frischem Fisch. Oder Sie können auch Dionysos in einem der Lokale mit griechischer Life-Musik oder - weshalb auch nicht? - in den Bars und Discos der Chora antreffen.

In den engen Gäßchen der Chora können Sie alle auf der Insel hergestellten Volkskunst-Artikel, Keramik, Stickereien, gewebte Stoffe, Messer oder sogar auch Kleider, Schmuck und was Sie sich sonst noch wünschen, erstehen.

Und vergessen Sie nicht, Skopelos ist überall für seine getrockneten Pflaumen berühmt. Probieren Sie das "avgato", ein "Löffelsüßes" (Früchte in Sirup), das aus Pflaumen hergestellt wird. Auch Oliven und Mandeln werden auf der Insel geerntet. Daraus werden die Amygdalota (eine Art Marzipan), die bei Hochzeiten angeboten werden, und auch das Löffelsüße mit Mandeln hergestellt.

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