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Lakonia

Geschichte:
Lakonien war schon in der Vorzeit besiedelt, aber seine eigentliche Geschichte beginnt mit der Einwanderung der Dorier (1100 v.Chr.), die mit Sparta als ihrem Zentrum nach und nach ganz Lakonien unterwarfen und schließlich zum großen Widersacher Athens wurden.

146 v.Chr. kam auch für die mittlerweile durch endlose Kriege geschwächten Spartaner das Ende ihrer Selbständigkeit in Gestalt der römischen Eroberer.


In byzantinischer Zeit war Lakonien Provinz des Verwaltungs-bezirks (Thema) Peloponnes und hatte unter den verheer-enden Einfällen der Barbaren, besonders der Goten Alarichs zu leiden.


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Nach einem kurzen fränkischen Zwischenspiel fiel es 1262 wieder an die Byzantiner, die es mit der neuen Hauptstadt Mistras zwei Jahrhunderte halten konnten, bis ab 1460 Burgen und Städte eine nach der anderen in die Hände der Türken fielen.

Mit Ausnahme der Mani, die sich eine gewisse Autonomie und eine Reihe von Privilegien sichern konnte. 1828 wurde Lakonien befreit.

Sparta


Kultur:
Das Grabungsgebiet Akropolis: Die Ruinen des alten Sparta sind nicht sehr eindrucksvoll.

Das Volk lebte in strengster Einfachheit, prächtige öffentliche Gebäude gab es kaum. Spuren der Akropolis und des Theaters (2. oder 1. Jh. v.Chr.) hat man entdeckt. Die marmornen Sitzreihen des Theaters wurden als Baumaterial in Mystras weiterverwendet. Im Bühnenteil befinden sich römische und byzantinische Uberreste.



Hinter dem Theater stand der Tempel der Athens Chalkioikos, der den Verstoßenen Asyl gewährte.
Leonidaion:

Im Norden der modernen Stadt befindet sich ein tempelähnliches Gebäude aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert, das Grabmal des Leonidas.





Heiligtum der Artemis Orthia:
Etwa 1 km von der Akropolis entfernt erkennt man die Funda-mente eines archaischen Heiligtums aus dem 6. vorchristlichen Jahrhundert. Es war Schauplatz ungewöhnlicher Wettspiele zu Ehren der Artemis Orthia.

Menelaeion: 5 km südöstlich von Sparta am Hügel des Profitis Ilias befinden sich die Uberreste des Menelaeions, des Altars der zu Göttern erhobenen Menelaos und Helena. Ausgrabungen brachten einen Tempel des 5. Jh. v.Chr. ans Tageslicht mit Weihgaben zu Ehren Helenas. Sie sind im Archäologischen Museum von Sparta ausgestellt.

Sehenswürdigkeiten:











  • Heiligtum des Apollon Amyklaios:
    8 km südlich von Sparta in der Nähe des Dorfes Amykles lag das antike Amyklai. Besiedelt in der Epoche des Chalkos, blieb es Sitz archaischer Herrscherfamilien bis zum Messenischen Krieg, als es von den Doriern erobert wurde. Der Hügel Agia Kiriaki war früher die Akropolis, Spuren des Heiligtums des Apollon Amyklaios sind noch zu sehen.

    In seinem Innern war das Grab des Hyakinthos von einer riesigen Statue des Apollon bekrönt. Hier fanden die "Hyakinthia" statt, die zu den wichtigsten religiösen Festspielen der Spartaner gehörten. Etwas weiter südlich fand man das mykenische Grab von Vaphio mit bedeutenden Gold - und Bronzebeigaben, die
    z.T. im Archäologischen Museum von Athen ausgestellt sind.

  • Tripi - Keadas:
    9 km nordwestlich von Sparta hinter dem Dorf Tripi kommt ein steiler Felsen ins Blickfeld, Keadas genannt. Es heißt, die Spartaner hätten von hier die für den Kriegsdienst untauglichen Kinder hinabgeworfen.

  • Archäologisches Museum Sparta:
    Es ist in einem neoklassischen Gebäude der Stadt in der Dionyssou Daphnis - Str. untergebracht (Tel.: 0731 125363). Die Ausgrabungsfunde von Sparta und Umgebung sind hier ausgestellt.


Sehenswerte Dörfer in der Umgebung von Sparta:
Allein im Dorf Hrissafa 20 km östlich von Sparta kann man drei interessante Kirchen besichtigen, die Chrysaphiotissa (1290) mit hübschen Wandmalerein, die Kirche Agion Panton (1367) mit Fresken der Metamorphose und die Agios Demetrios - Kirche aus dem Jahre 1641.

Südöstlich von Sparta an den Hängen der Parnon - Bergkette liegt Geraki (40 km), ein mittelalterliches Dorf mit sehenswerten byzantinischen Kirchen. Es steht an der Stelle des antiken Geronthai mit prähistorischen Siedlungsspuren. Die byzantinischen Kirchen sind mit Baumaterial antiker Gebäude errichtet.


Nennenswert sind die Evangelistria (11.-12. Jh.), Agios Nikolaos (14. Jh.), Agios Chrysostomos, Agii Theodoroi und die Kirche Profitis Ilias, einige mit schönen Wandmalereien.


Östlich des heutigen Dorfes beherrscht eine fränkische Festung (13. Jh.) als Zwischenstation die Wegstrecke von Mystras nach Monemvassia. Erkennbar sind noch Teile der Umwallung, Uberreste von Häusern und Kirchen, darunter die guterhaltenen Kirchen der Agia Paraskevi (12. Jh.) und des Agios Georgios.


Auch im Dorf Vrondamas 7 km von Geraki nach Süden gibt es sehenswerte byzantinische Baudenkmäler. Das Dorf Dafni (22 km südöstlich von Sparta) hat einen türkischen Wachtturm, Paliopyrgos, und die Reste des Turmhauses der Mavromichalis - Familie.


Weiter südlich nach 29 km kommen wir nach Krokees, aus den Ruinen einer antiken Stadt entstanden und aus der Antike bekannt wegen seiner Steinbrüche. Mit dem "Krokeischen Stein" verzierte man in alter Zeit vor allem Bäder. Südöstlich von Krokees kommen wir nach Skala, ebenfalls mit antiken Überresten.




Die Halbinsel Mani
Karges, wüstes Land. Nackter Fels, Feldsteinmauern, Wälle aus Feigenkakteen. Harter Stein, jäh abstürzende Bergschluchten. Meeresbuchten und steile Vorgebirge, von Wind und Wellen zerfurcht. Geprägt von dieser Landschaft die Manioten - rauer noch als der raue Fels, unbeugsam in ihrer Freiheitsliebe, Herren der abweisendsteinernen Wohntürmen, die uns auf der Wanderung durch die Mani begleiten - erst einer, dann noch einer, in Schussweite voneinander...

Unten am Meer die kleinen Fischerdörfer, oben an den Hängen des Taygetos die Bergdörfer. Itilo (Oitylos), weite einsame Küstenland-schaft.

Auf der Anhöhe gegenüber die mittelalterliche Burg von Kelefa. Etwas weiter, unter dem Bergsturz der kleine Hafen Limeni, und darüber der Taygetos, Heimat der strengen Göttin Artemis.

Areopoli - scharfkantiger Fels und weißer Stein, schroff und unnahbar die Landschaft, kriegerisch auch der Name: Stadt des Ares, des Kriegsgottes. "Maniote" war und ist seit altersher gleichbedeutend für Mut und Tapferkeit, und es war wohl nicht zuletzt diese Landschaft, die den Cha-rakter der Menschen hier geprägt hat. Das Dorf Pirgos Dirou - ringsum nichts als Türme, darunter der bekannteste und meistfotografierte: der Sklavounakou-Turm.


Die berühmte Tropfsteinhöhle Dirou - unvergleichliche Farbenpracht, ineinander verschlungene Stalagmiten und Stalaktiten, faszinierendes Formenspiel. Gleich dahinter die kleine Bucht von Mezaros, übersät von verfallenen, düster-grauen Türmen. Im Hintergrund, auf einem hohen Felsvorsprung die Große Maina, die Frankenburg, die der Mani ihren Namen gegeben hat.

Wohin man sieht, nichts als Stein, dürres Gras, Feigenkakteen und ein paar wie verloren wirkende Ölbäume. Gerolimenas- eine Handvoll Häuser hinter der Mole, an der bunte Kaikis festgemacht haben. Rast in einer gastlichen kleinen Taverne - friedliche Stille.

Im Norden die Türme von Kitta und Nomia und im Süden Alika, unter Feigenkakteen fast verschwunden. Etwas weiter die Steilküste von Kiparissou. Hier befand sich ein Poseidon-Heiligtum, die Heilige Stätte und das Orakel der Lakonier sowie die Tempel der Demeter und Aphrodite. An der kleinen Bucht von Marmari unweit von hier lag der Eingang zum Hades, eine Höhle, in die Orpheus hinabstieg auf der Suche nach Eurydike. Dann das Kap Tenaro (heute Kavos Matapas) mit dem großen Leuchtturm, und gleich darauf das Kap Porto Kagio, Brutstätte für Wachteln und Störche. (Die Orte an der äußersten Südspitze sind nur schwer zu erreichen, am besten umfährt man die Landspitze mit dem Kaiki.)

Wogende Weizenfelder und silbern-grüne Olivenhaine, von Türmen beherrschte Höhen auf dem Weg nach Vathia, der eigentlichen Türme-Stadt. Wie seltsame, aus dem Fels gewachsene Zacken heben sich die Silhouetten dieser Trutzburgen gegen den Berg ab. Die meisten von ihnen sind von der G.Z.F. wieder hergerichtet worden und dienen jetzt als Herbergen.

Der kretische Einfluss auf die Mani ist unübersehbar - viele Manioten tragen noch Pluderhosen und Fransentuch wie die Kreter; angetan mit bestickter Weste, um die Hüften den breiten Gürtel geschlungen, stolze hochgewachsene Figuren mit verwegenem Rauschebart und buschigen Augenbrauen, begegnen sie uns auf der Straße oder im Kafenion, geradewegs dem Märchenbuch entsprungen. Unverändert, wie ihre Erscheinung, sind die Sitten geblieben - man wird ins Haus gebeten, die Raki-Flasche wird entkorkt, eine Süßigkeit gereicht und zum Schluss ein Tässchen starker Kaffe zu sich genommen.

Einzigartig sind die Lieder und Tänze der Mani. Den Tod zu besänftigen, einen häufigen Gast in dieser lebensfeindlichen Landschaft, und den Trauernden zum Trost sind hier ergreifende Lieder entstanden, in Verse gefasste Totenklagen, an der Bahre von den schwarzgekleideten Klageweibern gesungen, archaisch wie die Klage Andromaches um Hektor, Hekabes um ihre Kinder, der Griechen um den Fall Konstantinopels. Die Straße führt nun nach Kotronas - felsiges Grau, hart, fast feindlich; Häuser grau wie der Fels, malerisch die Bucht. Skoutari, Kalivia, Passavas und Githio, der Hafen Spartas; an der langen Mole liegen Boote, Kaikis, Fährschiffe vertäut, und dahinter reihen sich Häuser, Geschäfte, Tavernen.

Draußen im Meer die Insel Marathonissi, heute mit dem Festland verbunden - ein für die alten Griechen schicksalsschwerer Ort: hier verbrachte Paris die Nacht mit der schönen Helena beschwor damit den Trojanischen Krieg herauf... Vom Ufer aus zu sehen der Tzannetakis-Turm (heute Museum für Geschichte und Volkskunde). Auf einem Hügel im Norden der Stadt sind Reste der antiken Akropolis erhalten. Im Rathaus kann man eine kleine Sammlung von Funden aus antiker und byzantinischer Zeit besichtigen.



Zentral-Lakonien
Hauptstadt Lakoniens ist wieder, wie vor Jahrtausenden, Sparta am Eurotas-Ufer, nach der Befreiung Griechenlands an der Stelle der lange verschollenen antiken Stadt neu gegründet.

Wenig Antikes ist erhalten - Ruinen auf der Akropolis, Reste des Heiligtums der liebesfeindlichen, erbarmungslosen Artemis Orthia aus dem 6. Jh.v.Chr., des Grabmals des Verteidigers der Thermopylen Leonidas (5. Jh.v.Chr.) und des Menelaions, des Heiligtums des Menelaos und der Helena.

In einem klassizistischen Gebäude im Zentrum der Stadt ist das Museum unter-gebracht, mit interessanten Funden von den Ausgrabungsstätten. Im frischem Grün dehnt sich ringsum die lakonische Ebene, im Schatten der auch im Sommer schneebedeckten Gebirgskette des Taygetos. Hochaufragende Gipfel und steile Abgründe.



Weite Olivenhaine an den sanft abfallenden Hängen. Pappeln, Trauerweiden und Platanen an den Ufern des Eurotas. Gärten in allen Schattierungen des Grüns. Dörfer am Rande der Straße - hier versteckt im Laub der Kastanien (Anavrito) oder Platanen (Karies), dort eingenistet in die Bergwand wie ein Adlerhorst (Georgitsi). Die einen mit Burgen und byzantinischen Kirchen (Geraki, Vresthena, Vrondamas), die anderen friedlich-bukolisch. Ein Land, das sich entdecken lassen will.



Mistras - eine byzantinische Ruinenstadt
Ein Besuch von Mistras ist wie ein Ausflug in die byzantinische Vergangenheit Griechenlands. 5 km von Sparta liegt diese Stadt mit ihren Kirchen und Palästen, den Bürgerhäusern und der Burg wie ein Freilichtmuseum vor uns.

Von dem fränkischen Fürsten Guilleaume de Villehardouin 1249 als Stützpunkt errichtet, fiel die Burg nach der für die Franken verheerenden Schlacht von Pelagonia (1259) in griechische Hände und entwickelte sich sehr bald zu einer Bastion der Byzantiner, einem Zentrum griechischer Kultur der letzten byzantinischen Kaiserdynastie, das sich bis 1460 gegen die Türken behaupten konnte.

Die Franken hatten unterhalb ihrer uneinnehmbaren Burg zunächst Ritterpaläste, Häuser für die Wächter und Lagerräume errichtet. Nach und nach entstand am Hang des Hügels die Stadt, zwei- und dreistöckige Bürgerhäuser mit eindrucksvollen Torbögen und Patrizierhäuser, die sich bis zum Palast hinzogen, einem imposanten Gebäudekomplex der Paläologenzeit.

Noch gut zu erkennen sind der über 30 m lange Thronsaal, die Kapelle mit Resten byzantinischer Wandmalereien und die Wohnräume mit den hohen Spitzbogen- oder Rundfenstern.

Die einzelnen Bauten, zu verschiedenen Zeiten errichtet und den jeweiligen Bedürfnissen angepasst, sind deutlich von der Bauweise in der Kaiserstadt Konstantinopel beeinflusst. Im Laufe der zwei Jahrhunderte, die Mistras als byzantinischer Hauptstadt der Peloponnes beschieden waren, sind innerhalb und außerhalb der Stadtmauern viele Kirchen, Klöster und Kapellen gebaut worden, die in Bauweise und sakraler Malerei die ganze Vielfalt der Stilrichtungen jener Zeit repräsentieren.

Die erste Kirche - auch chronologisch die erste -, die einem beim Aufstieg zur Oberstadt begegnet, ist die Mitropoli (Agios Dimitrios); unter der Kirchenkuppel ist in den Boden eine Steinplatte mit dem byzantinischen Doppeladler eingelassen, dem Symbol der Paläologen. Hier, neben dem reich verzierten Thron, hat der Überlieferung nach Kaiser Konstantin bei seiner Krönung gestanden.

1449 wurde Konstantinos Paläologos in Mistras zum letzten Kaiser von Byzanz gekrönt. Vier Jahre später sollte er auf den Mauern der von den Türken belagerten Reichshauptstadt Konstantinopel fallen. Nur wenige Jahre später (1460) fiel auch Mistras. Der Doppeladler zog die Krallen ein und Mistras, die glanzvolle Hauptstadt des Despotats, sank zur Bedeutungslosigkeit herab. Im Westflügel der mit sehr schönen Fresken ausgemalten Kirche ist ein Museum eingerichtet worden, in dem u.a. der bedeutende Skulpturenschmuck zusammengestellt ist.

An der Nordseite der Stadtmauer sehen wir die beiden eindrucksvollsten Kirchen, die Theodorenkirche und die Panagia Odigitria (Afendiko), mit ebenfalls großartigem Fres-kenschmuck. Nahe dem höchsten Burgtor liegt die Agia Sophia und an der Ostseite des Hügels das Pandanassa-Kloster aus dem 15. Jh., mit Wandmalereien in leuchtenden Farben und einer Kirche, die durch ihre ausgewogenen Proportionen auffällt. Das Kloster ist das am besten erhaltene Bauwerk in Mistras und als einziges heute noch von gastfreundlichen Nonnen bewohnt.

Durch die engen, verwinkelten Gassen der toten Stadt wandernd kommt man schließlich zum Perivleptos-Kloster unmittelbar unterhalb des steilen Burgfelsens, mit wunderbarem Freskenschmuck. Hier beginnt nun der Aufstieg zur Burg, über gewundene Treppen, durch Bogengänge und Innenhöfe. Überall Ruinen, eingestürzte Mauern, verfallene Wehrtürme, geborstene Platten, in Trümmer gefallene Herrenhäuser. Zu Füßen des Burgberges die weite Ebene, und über allem ein Hauch vergangener Größe.

Ein steiler Pfad führt hinauf zum Gipfel, zur Burg. Im Schutz dieser schon durch ihre Lage uneinnehmbaren Festung mit ihren mächtigen Türmen und Wehranlagen konnte sich Mistras in byzantinischer Zeit zu einem bedeutenden geistigen Zentrum entwickeln; Metropoliten, Fürsten, aufgeklärte Abte, Gründer philosophischer Schulen, Mönche, Künstler, Größen des Geisteslebens wie Pachomios, Nikephoros Moschopoulos und Plethon Gemistos haben diese Stadt zur Wiege der Renaissance in Europa werden lassen.



Südost-Lakonien
Der letzte Finger der peloponnesischen Hand grenzt im Westen an den Lakonischen Golf und im Osten an die Myrtoische See. Zu beiden Seiten und entlang der Straße, die ins Landesinnere führt, reihen sich Dörfer.

Der Ostküste am Myrtoischen Meer vorgelagert erhebt sich der massige, seltsam geformte Felsblock von Monemvassia, einst Burgberg der Byzantiner und Venezianer und mit dem Festland nur durch einen schmalen langen Sanddamm verbunden - dem "einzigen Eingang" (moni emvassia) zur Burg. Hier ist die Zeit im Mittelalter stehen-geblieben - Burgen und Festungsmauern, Herrenhäuser und Hütten der Armen, enge gepflasterte Gassen, halbverfallene Kirchen, niedrig überwölbte Gänge, geborstene Stufen.

Deutlich spürbar überall der prägende Einfluss von Byzanz und Venedig - geschwungene Bögen, Wappen, marmorne Kaiserthrone, byzantinische Kirchen (die "Elkomenos", d.h. die dem zum Kreuz gezogenen Christus geweihte), alles vermittelt den Eindruck des Unwirklichen und übt doch eine so suggestive Wirkung auf den Besucher aus, dass man zuweilen glaubt, Ritter in Rüstung, Kaiser und Metropoliten durch die Straßen wandeln zu sehen. Nördlich von Monemvassia die mittelalterlichen, auf Hügeln erbauten Dörfer von Zaraka, mit Ruinen von Burgen, Kirchen und Häusern.

Die heutigen Siedlungen heißen immer noch wie damals: Harakas, Rahia, Gerakas, Ai Dimitris, Giotsoli und Kiparissi. 61 km von Monemvassia liegt das Küstenstädtchen Neapoli, der letzte Hafen der Spartaner am Lakonischen Golf. Strand und Sandbuchten, Quellbäche unter Platanen und Kastanien (Paradissi), in allen Farben schillernde Tropfsteinhöhlen (Kastania), Tavernen und Kaffeehäuser, geruhsamer Lebensrhythmus einer südlichen Hafenstadt.

Gegenüber Elafonissi, eine Insel zum Träumen - Baden im Meer, Angeln, Sonne und Sand, Sonnenuntergänge und Mondenschein, Oktopus in Weinsoße, Fischsuppe und andere verlockende Spezialitäten - was braucht man mehr? 14 Seemeilen vor Neapoli liegt Kithira, die Insel der Liebe und ihrer Göttin, der Aphrodite. Man braucht nicht lange zu suchen, um auf antike Tempel zu stoßen, byzantinische Kirchen und Klöster, venezianische Burgen, Tropfsteinhöhlen und kleine Seen, Dörfer wie auf den Ionischen Inseln.

Und wenn man sich von all dem erholen will, findet sich immer auch irgendwo ein Strand, eine Bucht mit bunten Muscheln im Sand, eine grüne Au oder ein bewaldeter Hügel mit zwitschernden Vögeln. 29 Seemeilen von Kithira entfernt liegt Antikithira, eine kahle Felseninsel, die vor allem als Fundort der berühmten Statue des "Jünglings von Antikythera" bekannt geworden ist. Inseln, um alles um sich her zu vergessen und einfach aufs Meer hinauszuschauen - in der heimlichen Hoffnung, Aphrodite möge noch einmal schaumgeboren aus den Wellen auftauchen...



Monemvasia


MONEMVASSIA UND UMGEBUNG
Monemvassia liegt auf einem felsigen Vorgebirge mit dem Namen Minoas. Man vermutet, daß die Minoer ihn einst als Flottenstützpunk nutzten.

Erstmals befestigt wurde die felsige Halbinsel von Griechen aus Lakonien. Im Laufe der Jahrhunderte eroberten sie Normannen, Byzantiner, Venezianer und schließlich die Türken, die 1823 vertrieben wurden.








Kultur:
Eine Brücke verbindet die vom Festland abgetrennte Halbinsel. Hinter Stadtmauern verbirgt sich eine einzigartige und unversehrte mittelalterliche Stadt, heute beliebter Zufluchtsort von Künstlern.

Stattliche Herrenhäuser stehen neben zahlreichen Kirchen, etwa 40 an der Zahl, darunter die Agia Anna, Basilika des 14. Jahrh., Agios Nikolaos aus dem 18. Jh., Panagia Kritika, Agios Stefanos in italienisch - byzantinischem Stil (16. Jh.) und die Kirche Agios Pavlos aus dem 10. Jahrhundert.

Sehr bedeutend ist die Kirche Elkomenou Christou aus dem 13. Jh. und Metropolkirche von Monemvassia mit vier byzantinischen Ikonen und zwei kaiserlichen Thronsesseln aus Marmor.

Die Häuser zeigen häufig venezianischen Einfluß mit den Kaminen an der Ostseite des Hauses und den zum Meer gewandten Balkonen.



Sehenswürdigkeiten:

  • Ein Kastro beherrscht die Felsspitze, und am Rande eines steilen Kliffs steht die Kirche Agia Sophia (13. Jh.) mit einem sehr seltenen achteckigen Innen-raum, darüber die in ihren Ausmaßen beeindrukkende Kuppel. Wandmalereien sind nur noch schwach erhalten.


  • 1000 m vor der Brücke, die Monemvassia mit dem Festland ver-bindet, beginnt Nea Monemvassia, moderner Touristenort mit schönen Stränden zum Schwimmen. Nordwestlich von Monemvassia folgen wir der Straße nach Sparta und treffen auf Molai, landwirtschaftlich geprägtes Provinzstädtchen mit den Resten einer mittelalterlichen Burg und einer frühchristlichen Kirche.

  • Interessant sind im Gebiet von Halasmata die Mosaikfußböden dreier zerstörter Tempel aus dem 6. Jahrhundert. 9 km von Molai entfernt stoßen wir auf die Bucht von Elias, mit einem der schönsten Strände der Peloponnes.

  • Südlich von Monemvassia liegt Neapoli, kleine Küstenstadt und beliebter Sommerkurort vor allem für Griechen. Es gibt herrliche lange Sandstrände, außerdem ist es der Zugang zum Inselchen Elafonissi, die den Eingang in die Bucht von Neapoli teilweise versperrt, auch sie mit wundervollen Stränden und einer Fülle von Sandhügeln. Das Gebiet ist berühmt für seinen Fischreichtum.

  • Nördlich von Monemvassia und südöstlich von Sparta besuchen wir das malerische Dörfchen Kiparissi, inzwischen beliebtes Ferienziel für Individualisten. Drei ausgedehnte Sandstrände in drei aneinander-gereihten Buchten erfreuen den Sommergast. Diejenigen, die Zeit, Geduld und Liebe für die einzigartige griechische Natur empfinden, wenden sich mit besonderer Freude Lakonien zu, dem Südzipfel der Peloponnes. Viele große und kleine Schätze warten auf ihre Entdeckung.


NUTZLICHE INFORMATIONEN


Verkehrsverbindungen:
Regelmäßiger Busverkehr von Athen nach Sparta, Mani, Monemvassia u.a. Orten.
Busbahnhof für Peloponnes in Athen: Kifissou 100 Tel. 01/512.4910.
Dichtes Streckennetz im lokalen Busverkehr zwischen allen Städten und Dörfern.

Regelmäßiger Fährverkehr von Piräus nach Githio, Monemvassia und Neapoli.

Vom Hafen Zea Marina fahren Schnellboote nach Monemvassia, Kiparissi, Neapoli.

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