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Sehenswürdigkeiten:
- Zu den eindrucksvollsten Ausstellungsstücken
im Museum der Archäologischen Stätte
gehören die bemalten Glastafeln.
- Der Straße in südlicher Richtung
folgend kommt man nach Kehries (Kenchreai),
dem Ost-Hafen des antiken Korinth am Saronischen
Golf. Die Reste einer antiken Kaianlage
sind heute im Meer versunken. Über
den Fundamenten eines Isis-Tempels
wurde in frühchristlicher Zeit eine
Basilika errichtet, wohl zum Andenken
an den Apostel Paulus, der hier an Land
ging, um den Korinthern zu predigen.
- Gleich hinter Kehries liegt der Ferienort
Loutro Elenis ("Bad der Schönen
Helena"), mit schönem Strand
und Heilquellen, das Fischerdörfchen
Almiri und am Ende einer Abzweigung zum
Meer hin Korfos, weiße Häuschen
an einer malerischen Bucht, dicht bewachsen
mit Kiefern und Ölbäumen wie
die ganze Gegend hier, die mit ihren stillen
Stränden und romantischen Fischerhäfen
wie geschaffen ist für einen ruhigen
und erholsamen Urlaub.
Korinth - gestern und heute
Das Gebiet um Korinth und den Isthmus, die
einzige Landverbindung zwischen Mittelgriechen-land
und der Peloponnes, war schon in der Frühzeit
Durchzugsgebiet griechischer Stämme,
die von Norden kommend in die Peloponnes
vordrangen.
Im 9. Jh.v.Chr. ließen sich die Dorier
hier nieder, und damit begann der wirtschaftliche
und politische Aufstieg Korinths, das mit
seiner starken Flotte bald zur ersten Kolonialmacht
im Mittelmeerraum wurde (7. Jh.v.Chr.).
Die Erzeugnisse korinthischen Handwerks,
vor allem Töpferwaren, und so bedeutende
Erfindungen wie das "Korinthische Kapitell"
und die ver-besserte Version der Triere
(Kriegsschiff mit drei Ruderreihen übereinander)
waren über die Grenzen von Hellas hinaus
berühmt geworden. Um ihren Handel zu
fördern, befassten sich die Korinther
schon im 6. Jh.v.Chr. mit dem Gedanken,
den Isthmus zu durchstechen, ein Plan, der
jedoch nicht verwirklicht wurde. Stattdessen
legte man eine gepflasterte Schleifbahn
(Diolkos) an, auf der man Schiffe über
Land vom saronischen Hafen Kenchreai zum
Korinthischen Golf und zurück ziehen
konnte.
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der römische Kaiser Nero begann
67 n.Chr. mit den Arbeiten zur Durchstechung
des Isthmus, die aber schon nach sechs
Monaten eingestellt wurden. Der Kanal
in seiner heutigen Form konnte erst
1891-1893 fertiggestellt werden. |
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Seine größte Blütezeit erlebte
Korinth im 5. Jh.v.Chr. Danach begann der
Aufstieg Athens und damit der Niedergang
Korinths, das 146 v.Chr. von den Römern
völlig zerstört wurde.
Es folgten Überfälle und Plünderungen
durch die einfallenden Goten und Slawen,
wobei das Werk der Zerstörung durch
immer neue, verheerende Erdbeben vollendet
wurde - von dem gewaltigen Beben 521 n.Chr.
hat sich die Stadt nur schwer erholen können.
In den folgenden Jahrhunderten wechselten
Stadt und Festung auf der Akrokorinth häufig
ihre Besitzer - 1358 eroberten die Franken
die Provinzhauptstadt der Byzantiner, die
sie 1395 wieder an sich brachten, um sie
1400 an die Ritter des Johanniter-Ordens
zu verkaufen.
Im Jahre 1458 fiel die Stadt an die Türken,
die sie 1678-1715 an die Venezianer verloren.
1822 wurde sie von den aufständischen
Griechen befreit.
Heute ist Korinth ein wichtiger Umschlagplatz
und Verkehrsknotenpunkt, eine moderne, vitale
Stadt mit vielen Cafes, Restaurants, Tavernen,
Bars und Kinos - aber auch mit einer Apostel-Paulus-Kirche,
die die Erinnerung an die erste Christengemeinde
der Korinther wach hält.
Zum Theaterfestival im Herbst (September-Oktober)
kommen Ensembles aus allen Balkanländern;
parallel dazu läuft ein Wettbewerb
für Laienschauspielgruppen aus ganz
Griechenland.
Alt-Korinth (Arhea Korinthos)
Alt-Korinth liegt am Fuß des mächtigen
Felskegels von Akrokorinth. Die Mehrzahl
der erhaltenen Bauwerke stammen aus römischer,
nur sehr wenige aus griechischer Zeit. Die
Burgfestung auf Akrokorinth war durch eine
riesige Stadtmauer mit der Hafenfestung
Lechaion am Korinthischen Golf verbunden.
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Von
Lechaion (Leheo) führte eine lange,
gepflasterte Straße auf die antike
Agora (Markt), gesäumt von Säulenhallen
und Läden. Auf der Agora, auf der
sich das politische und wirtschaftliche
Leben der Stadt abspielte, standen neben
Ladenreihen und Verwaltungs-gebäuden
auch Tempel, von denen der eindrucksvollste
der Apollon-Tempel ist
(ein dorischer Säulenhallen-Tempel
aus dem 6. Jh.v.Chr., mit Anbauten aus
dem 1. Jh. n.Chr.), der mit seinen wuchtigen,
aus einem Stück gearbeiteten Säulen
trotz der großen Zer-störungen
eines der großartigsten Monumente
dorischer Architektur ist. |
Im NW der Agora sind noch Reste eines Theaters
(4. Jh.v.Chr., in römischer Zeit umgebaut,
und eines römischen Odeums zu sehen.
Im Museum im SW der archäologischen
Stätte sind Mosaikfußböden
und Mosaiken, mykenische und korinthische
Keramik, tönerne Sphinx-Statuen, zwei
überlebensgroße Statuen der Glücksgöttin
Tyche und kleinere Objekte ausgestellt.
An der Nordseite des Gebäudes sind
Reste des in den Felsen gehauenen Brunnen-hauses
der Glauke erhalten. Um sich mit Glauke,
der Tochter des Königs Kreon zu verbinden,
hatte Jason Medea in Korinth verlassen.
Medea rächte sich, indem sie der Braut
ein verzaubertes Gewand zum Geschenk machte,
das, kaum dass diese es angelegt hatte,
in Flammen aufging. Um sich von ihren Qualen
zu erlösen, sprang Glauke in die Quelle,
die seither ihren Namen trug.
Akrokorinth
Der wuchtige, 575 m hohe Felskegel Akrokorinth
war im Altertum und Mittelalter die
Akropolis, die Burgfestung von Korinth.
An ihren Befestigungsbauten lässt
sich die wechselvolle Geschichte der
Stadt und dieser größten
und ältesten Burg auf der Peloponnes
ablesen - über antiken Fundamenten
kann man noch heute Bauten aus fränkischer,
byzantinischer, venezianischer und türkischer
Zeit erkennen.
Auf dem Gipfel, von dem man einen überwältigenden
Rundblick auf die Berge der Peloponnes
und Mittelgriechenlands hat, befand
sich im Altertum der berühmte Tempel
der phönizischen Aphrodite, von
dem nur wenige Reste der Fundamente
erhalten sind, und etwas unterhalb eine
große Zisterne, die sogen. "Obere
Peirene" (der untere Stadtbrunnen
lag auf der Agora). Nach Pausanias vergoss
Peirene so viele Tränen um ihren
von Artemis getöteten Sohn, dass
sie sich in eine Quelle verwandelte.
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Gebirgsregion
Vom Burgfelsen Akrokorinth führt
die Straße durch eine reizvolle
Weinbaulandschaft nach Nemea.
Das antike Nemea lag bei dem heutigen
Dorf Iraklion, dessen Namen noch an
den Sagenhelden Herakles erinnert, der
hier den unverwundbaren nemeischen Löwen
erlegte. |
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Die archäologische
Stätte ist schon von weitem an
den drei noch aufrecht stehenden Säulen
des dorischen Zeustempels (4. Jh.v.Chr.)
zu erkennen, die neben den ver-streuten
Säulentrommeln, den Fundamenten einer
Palästra (Ringerschule) und den Andeutungen
eines Stadions die letzten Zeugen dieses
einst bedeutenden Heiligtums sind. Alle
zwei Jahre fanden hier die Nemeischen Spiele
statt, deren Siegespreis ein Kranz aus wildem
Sellerie war.
In westlicher Richtung weiterfahrend kommt
man nach Stimfalia, einem Bergdorf
im Ziria-Gebirge nicht weit vom Stymphalos-See;
menschenfressende Vögel gibt es hier
nicht mehr - Herakles hat sie verscheucht...
Im Dorf selbst sind, kaum noch zu erkennen,
Reste des Artemis-Tempels und der Stadtmauer
erhalten, und in der näheren Umgebung
eine Kirche aus der Frankenzeit (13. Jh.)
sowie Ruinen einer fränkischen Festung.
Die Straße führt nun hinauf nach
Kastania, einem schönen Bergdorf
an einem dicht mit Tannen bewachsenen Hang
in 920 m Höhe, das zu den beliebtesten
Winter-Urlaubsorten Korinthias gehört.
Etwas weiter unterhalb, an den Ausläufern
des Ziria-Gebirges (des antiken Kyllene-Gebirges,
wo Pausanias einst weiße Amseln gesehen
haben will), findet bei Feneos und Goura
jedes Jahr am zweiten September-Sonntag
ein sehenswerter Vieh- und Jahrmarkt statt.
Ein weiterer lohnender Ausflug führt
zum 1300 m hoch gelegenen Trikala und von
dort in einem 5 km langen Fußmarsch
durch das dichtbewaldete Gebirge zur Ziria-Schutz-hütte.
Wieder zurück in Nemea kann man beim
Engpass von Dervenakia eines der legendären
Schlachtfelder des griechischen Freiheitskrieges
besichtigen, wo Kolokotronis, der "Alte
von Morea", ein zahlenmäßig
weit überlegenes türkisches Heer
aufrieb. Von hier aus geht die Straße
südwärts nach Argos und ostwärts
nach Hiliomodi, von wo eine Abzweigung nach
Süden zum Dorf Agionori führt,
das wegen seines mittelalterlichen Kastells
und einer Kirche mit sehr schönen Fresken
einen Besuch lohnt.
West-Korinthia
Wenn man von Korinth auf der Nationalstraße
in Richtung Patra fährt, sieht man
unten am Golf von Korinth Dörfer und
kleine Städte wie Perlen aufgereiht
vorüberziehen - verlockende Einladung
zur Rast in einer Taverne mit frischem Fisch,
zu einem Bad im blauen Meer, zum Sich-Ausstrecken
im heißen Sand, zum Träumen bei
Sonnenuntergang... Perigiali, Assos,
Vrahati, Kokoni, Velo und dann Kiato, das
in einem Obst-anbaugebiet liegt.
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Am
Strand dörren in sengender Sonne
Oktopusse. Altertümer gibt es hier
nicht, nur Sand und runde Kiesel, die
das Meer im leichten Wellenschlag den
Strand hinaufrollt. Von hier aus führt
eine Straße zur Ausgrabungsstätte
von Sikyon (Sikiona), das politisch
nie eine besondere Rolle gespielt hat,
aber als Vaterstadt berühmter Künstler
(Bildhauer, Maler, Erzgießer)
in die Geschichte eingegangen ist. |
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Noch zu sehen sind Fundamente
der Agora, eines Tempels, des Bouleuterions
(Rathaus), des Theaters und des Stadions.
In den wiederhergestellten Räumen des
römischen Bades ist jetzt das Museum
untergebracht.
Auf der Weiterfahrt ziehen wieder in malerischer
Prozession die Dörfer am Golf an uns
vorbei - Diminio, Melissi, Sikia, Xilokastro,
dazwischen Obstbaumplantagen, Kiefern-wäldchen
und Palmen; Kamari, Loutro, Likoporia, Derveni
- Buchten, Fels und Sand.
Nun ist es Zeit, sich eine Taverne zu suchen
und unter einem Weinlaubdach die korinthische
Küche zu probieren: Fisch auf Holzkohle
gegrillt, Salat aus wilden Kräutern,
Bratkartoffeln. Schafskäse, Oliven
und würziger Wein von sonnenheißen
Weinbergen...
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