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Ilia


Land und Leute:
Nach Pausanias war Aethlios der erste König in der




Landschaft Elis, dann sein Sohn Endymion und darauf Epeios, nach dem die Bewohner zeitweilig "Epeioi" genannt wurden. Als dessen Neffe Eleias die Herrschaft antrat, wurde das Land in "Elis" (ngr. Ilia) umbenannt, und dieser Name ist bis heute geblieben.




Pirgos
Die Hauptstadt der Präfektur erhielt ihren Namen nach einem Festungsturm (gr. Pirgos), den loannis Tsernotas 1512-20 an dieserStelle errichtete. 1687 hatte sich der Name bereits eingebürgert.

Besonders auffällig im Stadtbild sind zwei sehr schöne klassizistische Gebäude - die Markthalle und das Stadttheater "Apollon" -, die von Ernst Ziller entworfen wurden. Hauptanziehungspunkt in den Abendstunden ist der gepflasterte Platz mit den Cafes und Eisdielen im Zentrum der kleinen Stadt. Von diesem Platz gehen enge Gässchen mit gemütlichen Tavernen ab, in denen man die schmackhaften Gerichte dieser Gegend probieren kann.




Olympia


Geografie:
Die Westpeloponnes und da vor allem das Gebiet zwischen Patras und dem Heiligtum von Olympia gehört zu den Landschaften, die von der Natur scheint es besonders reich bedacht wurden.

Zu beiden Seiten der Strasse, die von Patras zum antiken Olympia führt, sieht man malerische Dörfer und Kleinstädte liegen.

Buchten und Sandstrände ziehen vorüber und lassen dem Besucher die Wahl zwischen verschwiegenen Badebuchten und belebten Strandbädern mit allem modernen Komfort, wie Katakolo und Agios Andreas westlich von Pirgos, Kourouta, Killini und Kalogria nördlich davon.



Sehenswürdigkeiten:
Eine Fülle historisch wie archäologisch äusserst bemerkenswerter Ställen und Bauten - Ruinen antiker Städte, byzantinische Kirchen und mittelalterliche Bingen - zeugen von der benegten Vergangenheit dieser Region.

In Pirgos biegt die Nationalstrasse nach Osten ab und durchzieht die fruchtbare Ebene von Olympia. Am Ausgang des Tals, unweit des Zusammenflusses von Alpheios und Kladeos, ist zu Füssen des von Kiefern bestandenen Kronoshügels im Laufe der Jahrhunderte eine der bedeutendsten heiligen Stätten der Antike entstanden:
das Heiligtum von Olympia. Nirgendwo sonst hat man körperliche Kraft und Stärke so sehr verehrt wie hier ("Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper"). Hier spielen auch einige der schönsten Sagen und Mythen der Griechen, wie die Geschichten von der Liebe zwischen Alpheios und Arethousa, Apollon und Daphne,

Hippodameia und Pelops. Götter- und Heldengestalten, die eng verbunden sind mit der üppigen Vegetation und dem Reiz der unchtbaren, wasserreichen Landschaft um Olympia.


GESCHICHTE OLYMPIAS UND DER OLYMPISCHEN SPIELE
Das Gebiet um Olympia und der Bereich des Heiligtums selbst war schon in frühhelladischer Zeit (ab 3000 v.Chr.) bewohnt. Bis zu Beginn des zweiten Jahrtausends wurde dort ausser Rhea und Kronos eine weibliche Gottheit der Fruchtbarkeit, die Demeter Chamyne verehrt.

In mykenischer Zeit (1.600-1.100 v.Chr.) gehörte es zum Königreich Pisatis, dessen Hauptstadt Pisa war.

Der Sage nach, in der sich vermutlich Erinnerungen an historische Begebenheiten erhalten haben, hatte Pelops, aus Lydien kommend, im Wagenrennen den in Pisa herrschenden König Oinomaos besiegt und so dessen Tochter Hippodameia und mit ihr die Herrschaft über das Königreich gewonnen. Er wurde zum Stammvater des Atridengeschlechts, das später in Argos herrschte, und gab schliesslich der ganzen Halbinsel seinen Namen: Peloponnesos, Insel des Pelops.

Gegen Ende der mykenischen Zeit (1.100 v.Chr.) übernahmen die Elier, die im Zuge der Dorischen Wanderung von Norden eingedrungen waren, die Herrschaft über Olympia und die umliegenden Lande. Mit ihnen kam der Zeuskult und die Benennung des Heiligtums nach dem Götterberg Olymp in Thessalien. Wie die Griechen glaubten, waren es die olympischen Götter selbst gewesen, die sich hier zum erstenmal im Wettkampf massen. Damals habe Zeus seinen Vater Kronos im Ringkampf besiegt, während Apollon im Faustkampf über Ares und im Wettlauf über Hermes siegreich gewesen sei.

Etwa zur gleichen Zeit habe Herakles die Olympischen Spiele begründet, indem er Ort und Abmessungen des ersten Stadions bestimmte, wo zunächst nur der Wettlauf ausgetragen wurde. Der Sieger erhielt einen Kranz aus den Zweigen des wilden Ölbaums (Kotinos), den Herakles aus dem Land der Hyperboreer, dem Sitz des hyperboreischen Apoll, mitgebracht und eigenhändig in Olympia eingepflanzt hatte. Das Zeusheiligtum von Olympia, das unter dem Schutz des höchsten Gottes stand, gewann schnell an Bedeutung und galt bald in ganz Griechenland als das eigentliche Kult- und Wettkampfzentrum der griechischen Welt.

Um Athleten wie Zuschauern die gefahrlose Anreise zum Heiligtum zu gewährleisten und die ungestörte Durchführung der Wettkämpfe zu sichern, wurde vor Beginn der Spiele die Heilige Waffenruhe verkündet, während derer für einen Monat jegliche Feindseligkeiten zwischen den griechischen Stadtstaaten einzustellen waren.

Im Laufe der Zeit ergänzte man den Wettlauf mit anderen Wettkampfarten, die jedoch aus-schliesslich auf athletische Kämpfe beschränkt blieben. Erst hundert Jahre später kam das Wagenrennen und die anderen Pferderennen hinzu. Gleichzeitig wurde ganz Elis für dem Zeus heilig und unverletzlich erklärt.

Die ersten so neugeordneten Olympischen Spiele wurden 776 v.Chr. ausgetragen, und dieses Jahr galt den Griechen hinfort als Beginn der historischen Zeitrechnung. Das 7. Jh.v.Chr. war über weite Strecken von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Eleern und ihren Nachbarn gekennzeichnet. Damals gelang es den Pisaten noch einmal, die Vorherrschaft über das Heiligtum und damit über die Olympischen Spiele zu erringen, bis um 580 v.Chr. die wiedererstarkten Eleer dies Recht zurückgewannen, um es bis in spätrömische Zeit mit kurzen Unterbrechungen erfolgreich zu verteidigen.

 


Die Spiele wurden alle vier Jahre ausgetragen und dauerten seit klassischer Zeit fünf Tage. Der Zeitraum von vier Jahren zwischen den Spielen wurde "Olympiade" genannt. Der genaue Zeit-punkt, zu dem sie jeweils stattfanden, ist nicht überliefert. Feststeht jedoch, dass er um den ersten Vollmond nach der Sommersonnenwende lag, d.h. zwischen der letzten Juliwoche und der ersten Augusthälfte.

Welche Bedeutung die Griechen den Olympischen Spielen beimassen lässt sich daraus ersehen, dass die Olympiaden schon bald als die Grundlage für die zeitliche Einordnung aller bedeutenden Ereignisse ihrer langen und bewegten Geschichte eingeführt wurde.
Ein Jahr vor Beginn der Spiele sandten die Eleer, die zuständig waren für die Durchführung der Spiele, Herolde in alle Städte Griechenlands und in alle griechischen Kolonien, die damals über den ganzen Mittelmerraum verstreut waren, von den Säulen des Herakles im Westen bis Unteritalien (Magna Graecia), von Kleinasien bis zum Schwarzen und zum Asowschen Meer. Aufgabe dieser "Spondophoroi' (Bringer des Gottesfriedens) genannten Boten war es, das Datum zu verkünden, zu dem die nächsten Spiele und folglich auch die Waffenruhe beginnen würde. Während der Dauer dieses Gottesfriedens waren nicht nur alle kriegerischen Handlungen sondern auch die Vollstreckung der Todesstrafe untersagt.

Die zahllosen Stadtstaaten aus dem gesamten griechischen Raum waren bei diesen festlichen, alle Griechen vereinigenden Veranstaltungen in Olympia durch "Theoroi" (Zuschauer) genannte offizielle Gesandte vertreten, die es bei ihren Auftritten nicht an Prunk und Pracht fehlen liessen. Am Rande der Veranstaltungen traten später auch bedeutende Rhetoren, Geschichtsschreiber und Philosophen vor die versammelten Griechen.

Über viele Jahrhunderte wurden die Spiele weiterhin alle vier Jahre ausgetragen. Bei Beginn der Römerherrschaft aber (146 v.Chr.) hatten sich bereits die ersten Anzeichen des Verfalls bemerk-bar gemacht: Bruch der Waffenruhe und Verletzung der Heiligkeit des Landes Elis waren keine Seltenheit mehr und die Spiele selbst hatten viel von ihrem eigentlichen, kultischen Gehalt verloren. Eine neue Blütezeit erlebte Olympia noch einmal unter Kaiser Hadrian, der die Spiele der neuen Zeit anpasste und die Sportstätten um neue Bauten erweiterte.

In dieser Form überlebten die Olympischen Spiele immerhin bis Ende des 4. Jh.s n.Chr. Im Jahre 393 aber liess der christliche Kaiser Theodosios I. die heidnischen Spiele per Dekret verbieten und Kaiser Theodosios II. 426 gar den Zeustempel in Brand stecken. Ein Erdbeben vollendete im 6. Jh. schliesslich das Werk der Zerstörung, das Mensch und Zeit begonnen hatten. Es war der Alpheios, der die heilige Stätte gleichsam in die Neuzeit herüberrettete, indem er durch Anschwemmungen das, was von dem Heiligtum übriggeblieben war, im Laufe der Jahrhunderte unter einer meterhohen Erdschicht begrub.

Die Wiedereinführung der Olympischen Spiele 1896 geht auf P. Baron de Coubertin zurück, dem der Grieche Dimitrios Vikelas mit Begeisterung und Tatkraft zur Seite stand. Mit Ausnahme der beiden Weltkriege haben die Spiele, die jedesmal an eine andere Weltstadt vergeben werden, seither wieder alle vier Jahre unter Teilnahme von Sportlern aus allen Ländern der Welt stattgefunden.



  DIE MUSEEN VON OLYMPIA
NEUES ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM
Hier sind alle Funde untergebracht, die im Laufe der Ausgrabungen in Olympia gemacht wurden. Zu den grossartigsten Werken antiker Bildhauerkunst überhaupt gehören die beiden Marmorgiebel des Zeustempels.

Die Darstellung im Ostgiebel schildert die Vorbereitung zur Wettfahrt des Pelops mit Oinomaos, König von Pisa. Im Westgiebel wiederum ist der Kampf der Kentauren mit den Lapithen abge-bildet, mit der hoheitsvollen Gestalt des Apollon im Zentrum.


Die Metopen des Tempels schilderten die 12 Taten des Herakles, u.a. wie er Athene die von ihm getöteten stymphalischen Vögel zeigt und von Atlas die Apfel der Hesperiden entgegennimmt. Dann eine der grossartigsten Skulpturen der klassischen Zeit: die Statue der wie vom Himmel herabschwebenden Siegesgöttin Nike des Paionios, ein Weihgeschenk der Messener und Naupakter aus dem Jahre 421 v. Chr. Weitere Höhepunkte sind die Terrakotta-Gruppe "Zeus entführt Ganymed", der Kopf der Kolossalstatue der Hera und schliesslich der berühmte "Hermes mit dem neugeborenen Dionysos" des Praxiteles, dem ein ganzer Saal des Museums gewidmet ist.  

Die griechischen Städte, die in den Wettkämpfen siegreich gewesen waren, pflegten Zeus aus Dankbarkeit Weihgeschenke darzubringen; gefunden hat man u.a. bronzene Geräte, dreifüssige Bronzekessel, Rüstungen, Helme und Schilde.




ALTES MUSEUM VON OLYMPIA
Das erste Archäologische Museum Griechenlands ausserhalb Athens, 1883-1886 mithilfe einer Schenkung von A. Syngros errichtet.

Bis 1970 beherbergte es die Funde der Ausgrabungen in Olympia. Nach der kürzlich abgeschlossenen Renovierung sind die Bronzefunde sowie Material zur Geschichte der Grabungen und archäologischen Forschung darin untergebracht.  





MUSEUM DER OLYMPISCHEN SPIELE
Der Internationalen Olympischen Akademie, die in Olympia ihren Sitz hat, ist ein Museum der Olympischen Spiele angeschlossen, das einen Überblick gibt über die Spiele in neuerer Zeit bis einschliesslich 1906 und eine einzigartige Briefmarkensammlung zum Thema Olympische Spiele zeigt.


Tempel des Epikurischen Apoll
Von Andritsena führt eine Strasse in südlicher Richtung auf ein Hochplateau, wo sich die Reste eines der bedeutendsten Tempel der klassischen Zeit befinden. Er war dem Apollon Epikourios (dem "Helfer") geweiht. Dieser grossartige, in abgelegener Bergeinsamkeit liegende Bau wurde 1765 entdeckt und ist einer der besterhaltenen Tempel auf der Peloponnes. Baumeister des um die Jahre 420-410 v.Chr. errichteten Tempels war der Parthenon-Architekt Iktinos.
 



Die Einwohner der Stadt Phigaleia hatten den Tempel Apollon geweiht zum Dank dafür, dass er sie während des Peloponnesischen Krieges vor einer Choleraepidemie errettete. Erbaut ist er aus dem bläulichen Kalkstein dieser Gegend.

Das Charakteristische an diesem Tempel ist, dass in ihm alle drei Stilrichtungen der griechischen Architektur vereint sind: der dorische, der ionische und der korinthische.
Im Inneren des Tempels war das Gebälk über den Säulen mit Relief-Friesen geschmückt, die den Kampf der Griechen gegen die Amazonen und der Kentauren gegen die Lapithen darstellten. Sie befinden sich heute im Britischen Museum.

Die Auffahrt zum Tempel von Bassä ist ein unvergessliches Erlebnis. Man sieht den mächtigen Bau sich in der Mitte eines Hochplateaus erheben, umgeben so weit das Auge reicht von kahlen oder bewaldeten Berggipfeln, zu deren Füssen sich kleine Dörfer verstecken.

Wieder zurück in Andritsena, einer ländlichen Kleinstadt mit einer Bibliothek, die für ihre alten Handschriften und seltenen Ausgaben berühmt ist, empfiehlt sich ein Abstecher nach Karitena. Sehenswert in diesem Dorf, das hinter der Brücke über den Alpheios liegt, ist seine mittelalterliche Burg, ein sehr schönes Beispiel für fränkischen Festungsbau.



Westküste
Der Reisende sollte sich nicht darauf beschränken, Olympia - der Wiege der Olympischen Idee - und dem Tempel des Epikurischen Zeus von Bassä seine Reverenz zu erweisen.

An der Westküste der Peloponnes gibt es wunderschöne, kilometerlange Sandstrände am tiefblauen Meer, mit herrlichen Sonnenuntergängen - Loutra Kilinis, Skafidia, Katakolo und Kaiafa, um nur einige Badeorte zu nennen, wo man mit Schwimmen, Wassersport und Sonnenbaden unvergessliche Ferien verleben kann.  

Bergregion

1. Route
Die erste Station ist das Bergdorf Lalas, das in 600 m Höhe, umgeben von Kirsch- und Nussbäumen, auf der Foloi-Hochebene liegt. Jenseits des Dorfes erstrecken sich weit bis an die Hänge des Erymanthos lichte Eichenwälder - das geheimnisvolle Reich der sagenhaften Pferdmenschen, der Kentauren. Von hier steigt die Straße durch dichte Bergwälder nach Lambia (Divri) hinauf (800 m ü.d.M.), das aus sieben Gemeinden besteht, jede mit ihrem eigenen Namen, ihrer eigenen Kirche, ihrem eigenen Brunnen. Ein paar Kilometer weiter östlich Tripotama, ein Dorf wie aus dem Märchen, wie alle Bergdörfer im Hochland von Elis, die uns versteckt im Grün der Berghänge und in dichten Wäldern begegnen.


2. Route
Auf der Straße nach Andritsena und zum Tempel von Bassä (Vasses) kommen wir durch Kiefernwälder zuerst nach Krestena und, einer Abzweigung folgend, zu einem Hügel mit den Ruinen eines Tempels, der der Athene Skyllountia geweiht war. In der Mittagshitze verströmen Mastixstrauch und Thymian ihren würzigen Geruch. Dann sehen wir vor uns am grünen Berghang Andritsena liegen - Häuser aus Naturstein mit rotem Ziegeldach, Brunnen und Kafenia im Schatten von Platanen, schmale Pflaster-gassen zwischen Gitterfenstern, pittoresken Holzbalkonen und blühenden Innenhöfen.

Einen Besuch lohnt die Stadtbibliothek mit seltenen Ausgaben antiker und neuerer Klassiker u.a. aus dem 15. Jh., das Volkskundemuseum und die Kirchen aus dem 18. und 19. Jh. Nicht weit von hier die Ruinen des fränkischen "Palatia-Klosters" von Issova mit einer gotischen Kirche.

Die Straße zum Apollon-Tempel von Bassä führt zunächst durch Kiefernwälder, aber je höher man kommt, desto karger wird die Landschaft. Wie aus dem wilden Fels herausgewachsen erhebt sich dann der dorische, aus blaugrauem Kalkstein erbaute Säulenhallentempel, der Apoll "dem Helfer" (Epikourios) geweiht war; 420 v. Chr. hatte er die Einwohner des benachbarten Phigaleia (Figalia) vor der Pest gerettet, und dafür errichtete die Stadt dem Gott in dieser abgeschiedenen Bergeinsamkeit in 1130 m Höhe den Tempel, als dessen Baumeister sie Iktinos gewonnen hatte, den Architekten des Parthenon.

Heute gehört der nach dem Theseion besterhaltene Bau zu den großartigsten Denkmälern griechischer Tempelarchitektur. Von hier oben kann man auf einer nicht asphaltierten Straße zu dem kleinen, zwischen Ölbäumen und Orangenhainen versteckten Bergdorf Figalia fahren und dort die Reste der antiken Tempelanlage besichtigen. Auch oberhalb von Lepreo, der letzten Station unserer Fahrt durch das Hochland von Elis, sind noch Reste eines Tempels zu sehen, der der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter geweiht war.

Wie unten im Tal die Neda, wegen ihrer reißenden Stromschnellen und Katarakte auch "Weißwasser" genannt, dem Meer zufließt, windet sich auch unsere Straße hinunter zur Küste, um dann in die Hauptsraße zu münden, die nach Zaharo führt.



Das Flachland
Das weite Schwemmland um die Flussmündungen des Alfios und der Neda ist außerordentlich fruchtbar - ausgedehnte Kornfelder, Maispflanzungen, Olivenhaine, Gemüsegärten und Weinberge sind ein beredtes Zeugnis dafür.

Wenn man von Zaharo, das umgeben von Kiefernwäldchen und Olivenhainen an einem kilometerlangen Sandstrand liegt, der Hauptstraße nach Norden folgt, kommt man nach Kaiafas, einem bekannten Heilbad. Das schwefelhaltige Wasser des kleinen Sees mit dem Agia-Akaterini-Eiland in seiner Mitte, strömt aus zwei Grotten am Ostufer, der Anigriden- und der Geraneio-Grotte, in denen im Altertum Nymphen verehrt wurden.

Die Sage erzählt, der Kentaur Nessos habe seine Wunde von Herakles vergiftetem Pfeil im Wasser dieser Quellen ausgewaschen, und so erkläre sich der unangenehme Geruch, der über dem See liegt. Von Kaiafas, das mit seinem endlos langen Sandstrand, den schattigen Kiefern und dem durchsichtig klaren Meer auch für einen Badeurlaub geeignet ist, fährt man die Küstenstraße weiter und kommt, nachdem man den Alfios mit seinem Staudamm überquert hat, zum fränkischen Hafenort Katakolo.



Nördlich davon lag in der Agios-Andreas-Bucht der antike Hafen Pheia (Fia) und auf einem Hügel über dem Dorf die fränkische Ritterburg der Villehardouins, die heute in Trümmern liegt. In der Nähe des Dorfes Skafidia etwas weiter nördlich kann man das byzantinische Marienkloster (10. Jh.) besichtigen, in dessen Vorhof ein venezianischer Wehrturm steht (1686).

In allen Fischerdörfern an dieser Straße am Meer entlang erwarten uns kleine Strandtavernen, wo man im Schatten von Mattendächern oder Weinlauben frischen Fisch probieren und die Aussicht aufs Meer genießen kann.

Amaliada, erst im 19. Jh. gegründet, ist heute dank seiner Lage in einer fruchtbaren Ebene mit Olivenhainen und Weinbergen nach Pirgos das wichtigste Handelszentrum der Region. Ganz in der Nähe liegen zwei ehemals bedeutende Klöster aus der Zeit der fränkischen Herrschaft - das Frankavila-Kloster (2 km) und das Kloster Agios Nikolaos "Frankopidima" ("zum Frankensprung"), das seinen Namen einem fränkischen Ritter verdankt, der sich hier durch einen waghalsigen Sprung vor seinen Verfolgern rettete.

Nördlich von Amaliada zweigt rechts eine Seitenstraße ab, die zum antiken Elis (Ilis) führt, in dem sich jeweils vor Beginn der Olympischen Spiele fast alle Wettkämpfer zum Training einfanden. Bei Ausgrabungen wurden Reste des Theaters, des Gymnasions und zweier Aphrodite-Heiligtümer freigelegt. Die Straße endet am Pinios-Staudamm, einem der größten Erddämme Europas.

Zurück auf der Hauptstraße fahren wir durch Gastouni in nördlicher Richtung weiter nach Andravida, im Mittelalter Sitz der Fürsten von Achaia oder "Morea", wie das Land wegen der vielen Maulbeerbäume (morea) auch genannt wurde. Sehenswert wegen der wunderbaren Wandmalereien ist das byzantinische Vlacherna-Kloster (12. Jh.) in der Nähe des Hafens, von dem aus Fährverbindung nach Zakinthos besteht. 6 km südlich von hier liegt die Hauptburg der fränkischen Fürsten, die Festung Chlemoutsi (frz. Clermont). Die 1220 von Geoffroi 1. Villehardouin in 226 m Höhe erbaute Burg galt als die bedeutendste ihrer Zeit und gehört heute zu den eindrucksvollsten und besterhaltenen der Peloponnes.

Noch weiter südlich kommen wir zu den Kuranlagen des bekannten Heilbades Kilini (Loutra Killinis), mit Hotels und Campingplatz. Die Heilkraft des 25,5° C warmen Wassers wirkt bei Asthma, rheumatischen und Hautkrankheiten, und die ganze Anlage mit den von Kiefern und Eukalyptusbäumen beschatteten Bädern und der friedlichen Stille ringsum, die nur vom unermüdlichen "Sägen" der Grillen unterbrochen wird, zieht Jahr für Jahr Hunderte von Kurgästen an.





Hübsche Dörfer im Süden von Loutra Kilinis sind Arkoudi, Glifa mit seinem feinsandigen Strand und Buka, während nach Norden die Straße über Lehena nach Manolada führt, das vor allem für seine Wassermelonen und Käsesorten berühmt ist.

Von hier kann man durch einen dichten Kiefernwald, der bis ans Meer hinunter reicht, nach Kounoupeli fahren, das man wegen der Ruinen einer mykenischen Burg auf dem Felsen über dem Meer für das "Hyrmine" Homers hält. Am Fuß des Felsens, auf dem auch noch Reste mittelalterlicher Befestigungsbauten zu erkennen sind, treten Quellen aus, deren Wasser heilkräftig ist.



KYLLENE

(Kilini) (78 km westlich von Patras). Bei Lehena zweigt eine Straße nach Kyllene ab, wo man mit dem Fährschiff nach Zante (Zakinthos) und Kefallonia übersetzen kann. In der Nähe befinden sich in einem Wald von Eukalyptusbäumen die Heilquellen von Kyllene, (Loutra Kilinis) die schon in der Antike wegen ihrer Heilkraft bekannt waren. Die Thermalquellen sind besonders gegen Erkrankungen der Atmungsorgane wirksam. Dieses berühmte Heilbad besitzt eine Anzahl neuer Hotels, hydropathische Anlagen, einen öffentlichen Strand und einen organisierten Campingplatz der G.Z.F. Kyllene ist gleichzeitig c'rn schöner Ferienort mit seinem kristallklaren Wasser und dem warmen Sand. In der Nähe von Kyllene sind die Ruinen der berühmten Festung von Chlemoutsi, die im 13. Jh. von Gottfried Villehardouin erbaut wurde.

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