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Argos


Geografie:
Nur 59 km vom Isthmus entfernt, dürfte Argos die älteste Stadt Griechenlands sein, gegründet im 2. Jahrtausend v.Chr. von Inachos oder Phoroneas, das "göttliche Wohnhaus" Homers.




Land und Leute:
Sie ist heute die blühende Hauptstadt einer landwirtschaftlich geprägten Provinz, die die Zeugen der Vergangenheit durchaus lebendig hält: die beiden Hügel Aspis und Larissa, letzterer mit der stark befestigten Akropolis, Reste von Türmen der Pelasger (mit römischen, byzantinischen und fränkischen Anbauten), der Tempel des Zeus Lasireios und die Kirche Katakekrimeni (oder Panagia tou Vrachou - Unserer lb. Frau vorn Felsen), die auf den Fundamenten des Tempels der Hera Akraia errichtet wurde.

Hier wurden auch die Münzen anläßlich des griechischen Befreiungskampfes geschlagen. Einzigartig ist das antike Theater mit 20.000 Plätzen, hineingehauen in den Südwesthang des Felsens in Richtung der Straße nach Tripolis.


Sehenswürdigkeiten:

  • 9 km von Argos entfernt liegt ein grandioses Denkmal der antiken Welt, das Argivische Hereion. Nach einem Brand wurde es im 5. Jh.v.Chr. wiederaufgebaut, Reste beider Bauwerke sind noch vorhanden. Weitere Informationen bekommen Sie im Museum von Argos (Tel.: 0751/28819), das viele Funde der Umgebung aus prähistorischen, mykenischen und antiken Epochen enthält.

  • Wenn Sie auf der Anhöhe des Hereions umgeben von antiken Stoss stehen, so wird vor Ihnen die chryselephantine Statue der Hera von Polykleites lebendig, in der Ferne die Ebene von Argos. Auch hier fanden alle zwei Jahre Festspiele statt mit sportlichen Wettkämpfen, religiösen Riten wie Massenopfer vor den Augen Tausender von Zuschauern.

  • Das Gebiet von Argos ist ein Schmelztiegel vieler Legenden, darunter auch die des Agamemnon, der dort das Startsignal zum Aufbruch der Argonauten nach Troja gab, oder die Geschichte der Dichterin Telesilla, die angeblich die Stadt 526 v.Chr. vor den Spartanern rettete. Argos "durchlebte seine schicksalträchtige Geschichte mit großer Leidenschaft", angefangen als mächtige Stadt der Antike über seine Eingliederung in das Römische Reich 146 v.Chr. bis hin zum Jahre 1828, als die Vierte Nationalversammlung nach Argos einberufen und Kapodistrias zum Präsidenten Griechenlands ernannt wurde.



Epidaurus


Land und Leute:
Die nächste Station unserer Rundreise ist Epidauros (Epidavros), gegründet von den Karern, besiedelt von loniern und Dorern, Ausgangspunkt einer Kolonie auf Ägina.

Dieses antike Ruinenfeld ist weltberühmt als Symbol antiker Tragödien, jedes Jahr von Juli bis September finden dort Theater-Festspiele statt. Ursprünglich ein Heiligtum des Asklepios, des Gottes der Heilkunst, entstand im 4. vorchristlichen Jahrhundert ein Theater mit 14.000 Sitzen und einer außergewöhnlich guten Akustik.

Das Grabungsgebiet ist reich an Funden: der Tholos, ein religiöses Zweckgebäude von Polykleitos dem Jüngeren gebaut, der dorische Asklepios-Tempel, das Abaton oder Enkoimeterion, der Inkubationsraum, der Artemis-Tempel, der Tempel der Themis, das Gymnasium und das Stadion.

Kultur:
Pausanias beschrieb im 2. Jh.v.Chr. die Statue des Asklepios aus Gold und Elfenbein, ein Werk des Bildhauers Thrasymedes aus Paros.

Das Museum von Epidaurus enthält Teilstücke des Tholos und des Asklepios-Tempels, Gipsabdrücke, römische Figuren, Inschriften, chirurgische Instrumente, Grabstelen etc. (Tel.: 0753/22009).



Flora und Fauna:

Die Landschaft rund um Epidaurus ist zauberhaft, vom fränkischen Kastell in Nea Epidavro bis hin nach Pal. Epidavro überall Pinienwälder und Orangenhaine. Neue Straßenverbindungen in der Argolis und im östlichen Teil des bukolischen Arkadiens enthüllen Anblicke, die in der Phantasie der ganz großen europäischen Maler wie Tizian oder Poussin lebendig werden.


Trotz der unvermeidlichen Veränderungen der einst ländlichen Gegend fühlt und sieht der Besucher nach wie vor die Schönheit der Natur.






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