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Thessaloniki

Kultur:

Thessaloniki, in der Beuge des Thennaischen Golfs gelegen, ist die zweitgrößte Stadt Griechenlands und das bedeutendste urbane Zentrum der gesamten Region.

Gegründet wurde sie 316 v.Chr. von Kassandros (General unter Alexander dem Großen), der sie nach seiner Frau, der erstgeborenen Tochter Philipps 11. benannte.

Hier soll Jahrhunderte später der Apostel der Heiden Paulus den Thessalonichern predigen (50 n.Chr.), der römische Kaiser Galerius sein Hauptquartier aufschlagen (300 n.Chr.) und Demetrius, griechischer Offizier in römischen Diensten, den Märtyrertod erleiden und zum Schutzheiligen der Stadt werden (303 n.Chr.).


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Thessaloniki gehörte danach zum mächtigen byzantinischen Reich und war immer wieder Ziel feindlicher Eroberer (Slawen, Awaren, Sarazenen, Normannen, Katalanen, Türken). Erst 1912 wurde die Stadt befreit und endgültig dem griechischen Staat angegliedert.



Land und Leute:
Heute ist Thessaloniki eine moderne Großstadt, in der eine bewegte Geschichte überall ihre Spuren hinterlassen hat und deren ausgesprochen kosmopolitischer Charakter ihr einen besonderen Reiz verleiht.





Sehenswürdigkeiten

  • gehören die "Kamara" (der Triumphbogen des Galerius), die Rotunde mit ihren Mosaiken und die byzantinischen Kirchen: Agia Sophia, Panagia Ahiropiitos, Ossios David, Agii Apostoli, Kloster Moni Vlatadon, Agios Dimitrios, Profitis Ilias, Agios Nikolaos, die die ganze Vielfalt byzantinischer Architektur und Malerei wiederspiegeln.


    W
    ahrzeichen der Stadt ist der "Weiße Turm", Teil der alten Stadtbefestigung (Stadtmauer mit Bastionen und Türmen in der Oberstadt), der einen Zwillings-bruder am Trigonion-Platz hat.



  • Unbedingt einen Besuch abstatten sollte man deni Archäologischen Museum der Stadt.

  • Sehenswert auch das Volkskundemuseum, das Erinnerungen an die gute alte Zeit (18.- 19. Jh.) bewahrt hat. Rechterhand vom Archäologischen Museum das Gelände der Internationalen Messe und etwas weiter die Hochschule mit dem verpflichtenden Namen "Aristoteles-Universität".



Die Stadt:
Thessaloniki ist eine vitale, vor Leben sprühende Stadt mit breiten Boulevards, auf denen auch nachts Hochbetrieb herrscht, mit gepflegten Parkanlagen, Plätzen und Alleen. Die breite Uferpromenade (Leoforos Nikis) ist die "Flaniermeile" der Stadt, und in der Innenstadt locken geschmackvoll aufgemachte Schaufenster mit einem Angebot, das auch den anspruchsvollsten Besucher zufrieden stellt.

Neben modernen Hochhäusern stößt man immer wieder auf alte Häuschen aus der Türkenzeit und klassizistische Palais. Das Leben spielt sich hier wie überall im Süden außerhalb der eigenen vier Wände ab, und Gelegenheit dazu bietet sich genug:

Tavernen mit makedonischen Spezialitäten, Ouzeri, Cafes und Patisserien, die ihre Tische und Stühle auf Gehsteige und Plätze gerückt haben, Restaurants, Eisdielen für eine Waffeltüte zum Mitnehmen oder das legendäre "U-Boot"("Ypovrichio"), Hotels, teure Lokale, Bars, Bouzouki-Kneipen (von hier hat die Bouzoukimusik ihren Siegeszug angetreten) und Weinstuben mit guter Musik.

Außerdem gibt es noch den Mondiano-Markt, das historische Ladadiko-Quartier am Hafen, das sich zum Vergnügungsviertel gemausert hat, die "Mühle" (Mylos) in Bechtsinar ("Prinzengarten") für kulturelle Veranstaltungen und Unterhaltung, Kinos, Theater (besonders zu erwähnen das vollständig renovierte Königliche Theater an der Uferpromenade, Sitz des Staatstheaters Nord-Griechenland) und der neue, imposante Bau der Musikhalle Thessaloniki (Megaron Mousikis).

Und dann die Oberstadt. Ein größerer Gegensatz lässt sich kaum denken. Dort lärmen-der Trubel, hier beschauliche Stille in verträumten Gassen, blühenden Gärten und Innenhöfen. Wäsche flattert im Wind, die Türen stehen offen, Kinder spielen selbst-vergessen, von irgendwoher wehen die Klänge eines alten Rembetikaliedes und der Duft von Nachtviolen herüber...


NÄHERE UMGEBUNG

Lohnende Ausflugsziele in der näheren Umgebung von Thessaloniki sind der Wald von Seich-Sou, der Hortiatis-Berg, der Panorama-Hügel, Oreokastro, Asvestohori und der Thermaische Golf mit den Fischerdörfern und Strandbädern: Aretsou, Perea, Nei Epivates, Agia Triada, Nea Mihaniona, Epanomi, Nea Krini. Langadas, ca. 20 km nördlich der Stadt, ist bekannt geworden durch den
seltsamen Brauch des Feuertanzens (Anastenaria).





ARCHÄOLOGISCHE STÄTTEN

Galerius-Palast (300 n.Chr.): am Navarinou-Platz.
Römische Agora und Theater: am Dikastirion-Platz.
Römisches Bad:nördlich der Agios-Dimitrios-Kirche.
Nymphaeum: einst ein eleganter, von einer Säulenreihe eingefasster Rundbau.
Eine seiner Zistemen ist heute Kapelle der Kirche Agios loannis Prodromos.



BAUDENKMÄLER und KIRCHEN

  • Galeriusbogen (Kamara) (an der Straßenkreuzung Egnatia-Gounari): kurz vor 305 n.Chr. von Galerius zur Erinnerung an seinen Sieg über die Perser (297 n.Chr.) erbaut.

    Rotunde (Gounari-Straße): der Rundbau aus dem Jahre 206 n.Chr., ursprünglich als Pantheon oder Mausoleum für Galerius gedacht, wurde unter Theodosius d.Gr. in eine Kirche umgewandelt. Aus jener Zeit stammen auch die in ihrer Art einzigartigen Mosaiken.








  • Ahiropiitos-Kirche (Agias-Sophias-Straße): große frühchristliche Kirche (5. Jh.), mit sehr schönen, farblich ausgewogenen Mosaiken.

  • Ossios David (oder Kloster Latomou, in der Oberstadt): frühchristliche Kirche aus dem Ende des 5. Jh.s mit Wandmalereien.

  • Stadtmauer: sie wurde von Theodosius d.Gr. (379-395 n.Chr.) erbaut und umschloss die ganze Stadt. Der Weiße Turm (an der Uferpromenade): das Wahrzeichen der Stadt. Er wurde im 15. Jh. als Bastion der Stadtbefestigung errichtet und diente später als Kerker für zum Tode Verurteilte.

  • Agios Dimitrios: in ihrer jetzigen Gestalt ein Nachbau (1948) nach den Plänen der fünfschiffigen Basilika, die an derselben Stelle über einer römischen Badeanlage errichtet worden war. Sehenswerte Mosaiken.

  • Die Krypta: der östlichste Teil der Badeanlage, wo der Hlg. Demetrius gefangen-gehalten, gefoltert und begraben wurde.

  • Agia Sophia (8. Jh.): Übergang von der überkuppelten Basilika zur Kreuzkuppel-kirche, mit wunderbaren Mosaiken.

  • Panagia ton Halkeon: laut Stifterinschrift 1028 erbaute Kreuzkuppelkirche, mit schönen Ziegelornamenten und großartigen Mosaiken.

  • Agia Ekaterini (13. Jh.): äußerlich gut erhalten, mit Resten von Wandmalereien.

  • Agii Apostoli (14. Jh.): reiche Ziegelornamentik an den Außenwänden.Die Mosaiken und Wandmalereien stammen aus der Paläologenzeit.

  • Vlatadon-Kloster (in der Oberstadt): die Hauptkirche des Klosters (14. Jh.) gehört zum Typ der Kreuzkuppelkirche. Im Kloster ist das Ökumenische Institut für Patristik-Studien untergebracht, das bisher einzige seiner Art weltweit.

  • Agios Nikolaos Orfanos (14. Jh.): besonders ausdrucksstarker, reicher Fresken-schmuck.

  • Profitis Dias: 1360 über den Fundamenten eines byzantinischen Palastes erbaut.


 MUSEEN


Archäologisches Museum (M. Andronikou 6, Tel. 2310 831.037): Skulpturen aus archaischer, klassischer und römischer Zeit.

Museum für Byzantinische Kultur (Leof. Stratou 2, Tel. 2310 868.570): Funde aus byzantinischer Zeit, aus Thessaloniki und der weiteren Umgebung.

Volks- und Völkerkundemuseum (Vass. Olgas 68, Tel. 2310 812.343): Umfangreiches Material der letzten 250 Jahre aus ganz Griechenland.

Museum des Makedonischen Freiheitskampfes (Proxenou Koromila 23, Tel. 2310 223.073): Exponate aus den Jahren 1878 - 1912.

  • Museum im Weißen Turm (Tel. 2310 267.832): Geschichte und Kunst Thessalo-nikis in byzantinischer Zeit (von 300 n.Chr. bis 1430).

  • Städtische Pinakothek (Vass. Olgas 162, Tel. 2310 425.531): Bedeutende Gemäldesammlung griechischer Maler, vor allem aus Thessaloniki gebürtiger.

  • Pinakothek der Gesellschaft für Makedonische Studien (Nik. Germanou 1, Tel. 2310 238.601).

  • Museum in der Krypta der Agios-Dimitrios-Kathedrale (Tel. 2310 270.591).

  • Kulturzentrum Nord-Griechenlands (in der Nationalbank Griechenlands, Vass. Olgas 108, Tel. 2310 295.170).

  • Staatliches Museum für Moderne Kunst (Kolokotroni 21, Kloster Moni Lazariston-Stavroupoli, Tel. 2310 589.140-2).

  • Makedonisches Museum für Moderne Kunst (auf dem Messegelände, Tel. 2310 240.002 & 2310 281. 567): Werke berühmter griechischer und ausländischer Künstler, Teile der Sammlung Alexandros Lolas.

  • Filmmuseum (im Hafen - Lagerhalle A, Tel. 2310 508. 398): seltenes Archiv-material zur Geschichte des griechischen Films.

  • Fotografie-Museum (im Hafen - Lagerhalle A, Tel. 2310 593.275).

  • Wissenschaftszentrum und Technologie-Museum Thessaloniki (in der Industriezone Thessalonikis, 2. Strasse, Gebäude 47, Tel. 2310 799.773).

  • Telloglio-Stiftung (Ag. Dimitriou 159 A, Tel. 2310 991.610): Exponate zur Geschichte und Entwicklung von Technologie und Naturwissenschaften.

  • Museum Jüdischer Präsenz (Ag. M ina 13, Tel. 2310 250.407).
    Zu erwähnen sind noch die Gesellschaft für Makedonische Studien, die Stiftung Studien zur Aimos-Halbinsel, die Universitätsinstitute sowie die Internationale Messe Thessaloniki (D.E.TH.).


HEILQUELLEN
Lang adas, Sedes (Thennalquellen), Souroti.



NÜTZLICHE INFORMATIONEN

Anfahrt:


Mit dem Bus:

Überlandbusse (KTEL) nach Athen und den größeren Städten Griechenlands.


Mit dem Flugzeug:
Flugverbindung besteht nach Athen, toannina, Hania, Iraklio, Lesbos, Limnos und Rhodos (im Sommer):

Thessaloniki wird außerdem auch von den großen ausländischen Luftfahrtgesell-schaften angeflogen.


Mit der Bahn:
Bahnverbindung besteht nach Athen und den größeren Städten Makedoniens und Thrakiens. Über das ehemalige Jugoslawien ist Thessaloniki mit Mittel- und West-Europa verbunden, über Bulgarien mit Ost-Europa und über die Türkei mit dem Nahen Osten.


Mit dem Schiff:
Fährverkehr besteht das ganze Jahr über zu den Inseln Limnos, Lesbos und Chios, und nur im Sommer nach Kreta und den Kykladen.



Campingplätze in Thessaloniki und Umgebung:
Akti Thermaikou, Agia Triada (Tel. 23920 51.360-23920 51 .352-23920 51.265).
Asprovalta (Tel. 23970 22.046-23970 22.133-23970 22.660).
Epanomi (Tel. 23920 41.378-9).

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