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| Imathia |
Die Ausgrabungen beim Dorf Vergina,
eine der bedeutendsten archäologischen
Stätten Europas, haben den Namen
Imathia in alle Welt getragen. In den
Jahren 1977-78 stieß der griechische
Archäologe Prof. Manolis Andronikos
bei Grabungen in der Nähe von Vergina
(12 km von der Präfekturhauptstadt
Veria) auf hochinteressante Funde, deren
Fülle schließlich die Vermutung
bestätigte, dass es sich bei Vergina
um Aigai handelt, die erste Hauptstadt
des makedonischen Reiches. Der Archäologenspaten
förderte die Akropolis zutage,
guterhaltenen Teile der Stadtmauer,
Fundamente hellenistischer Häuser,
den Palast, das Theater,
den Tempel und im Norden der antiken
Stadt die Nekropole.
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Die
bedeutendsten Monumente Verginas aber
sind zweifellos die Königsgräber,
die im heutigen Dorf entdeckt wurden.
Das größte gehörte König
Philipp 11., das kleinere einem jungen
Prinzen - vielleicht Alexander -, und
im dritten, einem Kistengrab, war eine
Frau beigesetzt. Auf dem Gelände
fanden sich außerdem zahlreiche
Grabstelen mit aufschlussreichen Inschriften,
alle in griechischer Sprache.
Das Grab Philipps barg einen Mannorsarkophag,
in den eine massivgoldene Osteothek
mit den Knochen des Toten und seinem
goldenen Eichenlaubkranz eingelassen
war.
Rings um diesen Sarkophag waren seine
Waffen aufgestellt, verschiedene Geräte
und Gefäße und das Königsdiadem.
In derselben Grabkammer war auch eine
der sieben Frauen Philipps beigesetzt,
deren Knochen ebenfalls in einer goldenen
Osteothek aufbewahrt waren, zusammen
mit einem goldenen Diadem, das zum Erlesensten
antiker Goldschmiedekunst gehört,
und einem gold-durchwirkten, mit Blüten
und Vögeln verzierten Purpurstoff,
der im Archäologischen Museum von
Vergina ("Museum der Königsgräber")
ausgestellt ist.
Und noch etwas in seiner Art Einmaliges
barg die Grabkammer: eine Wandmalerei
auf einem ionischen Fries mit der Darstellung
einer Jagdszene, ein Meisterwerk, wie
wir es sonst nur aus der italienischen
Renaissance kennen. Ähnlich wie
das Grab Philipps war auch das Prinzengrab
mit einem bemalten Fries geschmückt.
Die mit Gold und Elfenbein verzierte
Liege vor dem Sarkophag ist sicher eines
der kostbarsten Kunstwerke, die auf
uns gekommen sind. Im Kistengrab schließlich
fanden sich weitere Wandmalereien, so
die großartige Darstellung des
Raubs der Persephone durch Pluton, die
zusammen mit der Jagdszene im Grab Philipps
die einzigen Beispiele monumentaler
griechischer Malerei sind, die aus der
Antike erhalten sind.
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Veria
Die Hauptstadt Veria
an den Ufern des Tripotamos ist eine moderne
Stadt mit ausgesprochen regem Kulturbetrieb,
in der noch viele historische Reminiszenzen
erhalten sind, wie das Judenviertel Barbouta
und das Kyriotissa-Viertel. In byzantinischer
Zeit war es ein bedeutendes Handelszentrum
und eine der Hauptstädte Makedoniens.
Mehr
als 50 Kirchen byzantinischen und spätbyzan-tinischen
Stils
mit sehenswerten Wandmalereien zeugen heute
von dieser Vergangenheit.
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Naussa
Für seine Wasserfälle, das Obst
und den karneval berühmt ist die Stadt
Naussa (19 km von Veria), eine schöne
Stadt, mit rauschende Bächen und hübschen
alten Häusern an den Ufern
des Arapitsat der beim Ausflugsziel "Stoubani"
in eindrucksvolle: Wasserfällen zu Tale
stürzt. Besuchen sollte man auch die
berühmten Weinkellereien der Stadt (1987
wurde Naoussa zur "Internationalen Stadt
des Weins und de Weinberge" erklärt).
In der Nähe, bei Letkadia, sing makedonische
Gräber und Reste hellenistischer Baute
ausgegraben worden.
Bei Nea Nikomidia (9 km Nordöstl. von
Veria) is eine jungsteinzeitliche Siedlung
aus dem 7. Jahrtausen, v.Chr. freigelegt worden,
die zusammen mit den thessalischen Sesklo
die älteste bäuerliche Siedlung:
Europas darstellt.
Eindrucksvolle Naturdenkmäler sind die
5 km lang Seli-Schlucht und die Höhlen
"Saranta Outades" (Ni Naoussa) und
bei den Positionen Siampali und Prionis
NÜTZLICHE INFORMATIONEN
Touristisches Auskunftsbüro der
Präfektur Imathia Verois 2 (Veria),
Tel. 23310/75.333-4. Touristenpolizei
Vergina, Tel. 23310 92.061, 23311 92.071.
Archäologisches Museum Veria: Anixeos
47, Tel 23310 24.972
Byzantinisches Museum Veria: Thomaidou
26, Tel 23310 25.847.
"Choros Technon" (Ort der
Künste): P. Mela b Bizaniou, Tel. 23310
22.697.
Museum der Königsgräber Vergina
(Archäologische Museum), Tel. 23310
92.347.
Wintersport:
Wintersportzentrum Veria (Seli):
Tel. 23310 49.226 23310 49.209. Verfügt
über Schlepplifte (850 Pers. Std.).
Schutzhütte, Herberge, Restaurant,
Kantine Skischule und Skivermietung. Parkplatz.
Pisten alle Kategorien, zwischen 1800 m
und 1400 m.
Wintersportzentrum Tria & Pente Pigadia/Naoussa
Tel. 23320 44.464. 1 Schlepplift von 1470
In Länge (800 Pers./Std.), 1 Schlepplift
von 800 m, Schutzhütte Skischule und
Skivermietung. 3 schwierige Piste' (2000m),
in Höhen zwischen 2005 m und 1465 m.
Bergsteigen - Schutzhütten auf dem
Vermio: a) bc Kato Vermin/Soli (1450
m): für 60 Personen, fl. Wasser Kamin/Öfen,
Küche, Betten mit Matratze und Decke
Auskunft u. Schlüssel: Bergsteigerverein
E.O.S Thessaloniki, Tel. 2310 278.288.
b) am selben Ort: Hütte für 120
Personen, Ausrüstung wie oben, zusätzlich
Telephonanschluss. Auskunft Bergsteigerverein
S.X.O. Veria, Tel. 23310 26.970.
c) bei Tria Pigadia: 2 Schutzhütten
für 35 bzw. 61 Personen. Auskunft:
Bergsteigerverein E.O.S. Naoussa Tel. 23320
28.567.
Anfahrt:
Athen-Veria
Auskünfte KTEL -Terminal Athen,
Tel. 210 512.088" Ab Thessaloniki mehrmals
täglich Busverkehr nacl Veria, Naoussa,
Vergina.
Auskunft: KTEL Thessaloniki Tel.
2310 595.408.
KTEL Imathia (nach Thessalonik und Athen),
Tel. 23310 22.342.
Busverkehr innerhalb der Präfektur:
Tel. 23310 22.342. Außerdem täglich
Bahnverkehr
nach Veria und Naoussa. Auskunft Griech.
Staatsbahnen O.S.E. Thessaloniki,
Tel. 231/ 517.517-8.
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