|
|
|
| Reiseziele
> Übersicht > Makedonien |
| Makedonien
4000 Jahre griechische
Geschichte und Kultur
In einer Tropfsteinhöhle auf
der Chalkidike treffen wir auf Spuren
des ersten Menschen, der sich auf
griechischem Boden niederließ
und mit nichts als seinen Steinwerkzeugen
ausgerüstet Tausende von Jahren
hier leben wird. In der Altsteinzeit
beginnt das Leben, andere Formen anzunehmen.
Nun wohnt der Mensch in festen Häusern
aus Lehmziegeln, gründet Siedlungen
und bestellt das Land. Aus Ton entstehen
unter seinen geschickten Händen
Geräte und Gefäße,
aber auch erste Kunstwerke.
Die kleinen Tonidole von Nea Nikomidia
(6000 v.Chr.) und die aus Ton modellierten
Köpfe von Drama (4000 v.Chr.)
zeugen von Sensibilität und Ringen
um Ausdruck.
|
einzelne
Gebiete in Karte durch klicken anwählen
|
| |
|
Um
2300 v.Chr. lassen sich neue Siedlungsgruppen
in Makedonien nieder, und damit beginnt die
griechische Geschichte dieses Landes-teils.
Nach und nach erlernen sie die Kunst der Bronze-
und später der Eisenbearbeitung.
Eiserne Waffen, Bronzeschmuck und Verzierungen,
die man auf dem Tumulusfricdhof von Vergina
gefunden hat, lassen auf das kulturelle Niveau
des damaligen Menschen schließen.
In archaischer Zeit kommen die Makedonen über
ihre Küstensiedlungen in engeren Kontakt
mit denn übrigen Griechenland. Vasen
aus Korinth und Athen finden ihren Weg nach
Makedonien, ebenso Elemente der ionischen
Baukunst.
|
|
 |
| |
In
klassischer Zeit wird der Einfluss
des südlichen Griechenland noch
spürbarer, wirkt sich noch nachhaltiger
aus. Nun nimmt auch der König
der Makedonen Alexandros, Vorfahre
Alexanders des Großen, an den
Olympischen Spielen teil, die allein
Griechen vorbehalten sind.
Am Hof zu Vergina leben und lehren
Philosophen, Dichter, Maler und Musiker,
legt Aristoteles den Grundstein europäischen
Denkens. Inspiriert von den Werken
ionischer Meister entwickeln
die einheimischen Künstler einen
eigenen Stil.
Städteplaner bestimmen das Aussehen
der neuen Städte, Freskenmaler
schmücken mit großangelegten
Kompositionen die Wände der Paläste
und Königsgräber, und unter
den einfühlsamen Händen
der Goldschmiede entstehen eindrucksvolle
Kleinode. Mit den Eroberungszügen
Alexanders des Großen gelangen
diese Künste bis ins tiefste
Asien und bleiben in der einheimischen
Bevölkerung lebendig wie die
Erinnerung an Alexander selbst. Der
"Große König"
lebt in Mythen und Sagen fort bis
ins Mittelalter, bis in die Renaissance.
| |
|
 |
Die christliche Religion fasste schon
sehr früh Fuß in Makedonien,
hatte hier doch der Apostel Paulus
selbst die neue Lehre verkündet.
Im byzantinischen Reich steigt Thessaloniki
zur zweitwichtigsten Stadt auf. Überall
in Makedonien entstehen prächtige
Bauten, weltliche und vor allem Kirchen
und Klöster. So in Kastoria und
in Veria, in deren Kirchen man neben
Heiligen und Erzengeln auch Stifter
abgebildet findet, in Thessaloniki
mit seinen siebenundfünfzig reich
mit Mosaiken ausgeschmückten
Kirchen und vierzig Klöstern
und Klostergütern und schließlich
in der weltfernen, zeitlosen Mönchsrepublik
auf dem Athos.
 |
|
|
Im türkisch gewordenen Makedonien
kam das Wirtschaftsleben zunächst
völlig zum Erliegen, bis es den
Griechen gelang, die Zügel in
einigen Bereichen wieder in eigene
Hände zu nehmen (18.Jh.).
Ihren künstlerischen Niederschlag
findet diese Epoche vor allem in der
Volkskunst, in geschnitzten Portalen,
Tonkrügen, Trachten, Gold- und
Silberschmuck, die bis heute in makedonischen
Herrenhäusern und Kirchen erhalten
geblieben sind.
1912 wird Makedonien befreit und dem
griechischen Staat angegliedert. Seitdem
hat es die Geschicke des modernen
Griechenland geteilt, ein Symbol gleichsam
für den Anbeginn und die Kontinuität
der griechischen Kultur.
 |
|
|
|
|