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Tinos

Geografie:
(Fläche 195 km², 86 sm von Piräus, 64 sm von Rafina)

Dicht an der Südspitze von Andros gelegen ist diese dem Marienkult geweihte Insel jedes Jahr im August Ziel von Pilgern aus ganz Griechenland, die hierher kommen um zu beten oder ein Gelübde einzulösen.

Ihren Höhepunkt erreichen die religiösen Feierlichkeiten am
15. August zu Mariä Himmelfahrt, wenn die Menschen zu Tausenden in die Marienkirche strömen und sich auf den Straßen drängen, wo Händler wie bei jedem großen Volksfest ihre Ware feilbieten.


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Eine Gebirgskette, deren höchster Gipfel, der Tsiknias, im Altertum als Sitz des Windgottes Aolos galt, durchzieht die Insel der Länge nach.

Die flacheren Hänge sind terrassiert und die aufgeschich-teten Steinmäuerchen, die die Felder voneinander trennen, wirken wie Wachttürme einer alten Burg. Die Küsten sind bald steil und unzugänglich, bald zerklüftet und in kleine malerische Buchten mit Sand- oder Kieselstrand gegliedert.



Sehenswürdigkeiten:

  • Das Wahrzeichen von Tinos sind die pittoresken Taubenhäuschen. Sie sind, wie übrigens auch die gemauerten Dorfbrunnen überall auf der Insel, unter den geschickten Händen einheimischer Künstler über ihre eigentliche Funktion hinaus zu kleinen Kunstwerken geworden. In Tinos, Inselhauptstadt und Hafen, leben heute die meisten Einwohner.

  • Eine breite, mit Steinplatten ausgelegte Straße führt vom Hafen direkt hinauf zur Wallfahrtskirche Panagia Evangelistria. Das imposante Bauwerk aus parischem und einheimischen Marmor wurde auf dieser Anhöhe über der Stelle errichtet, wo eine Nonne einst die wundertätige Ikone fand, und beherrscht das ganze Stadtbild. In den Seitentrakten der Kirche ist das Museum Tinischer Künstler und Neugriechischer Maler untergebracht, das Werke einiger der bedeutendsten griechischen Bildhauer und Maler,
    die von Tinos stammten beherbergt.

  • Ein paar Straßen weiter das Archäologische Museum, in dem Skulpturen vom Poseidon- und Amphitrite-Tempel (am Strand von Kionia) sowie Funde aus geometrischer Zeit (Exo Meria) ausgestellt sind.

       


  • Bei Xobourgo kann man Reste einer mittelalterlichen Burg besichtigen und an dessen Südseite ein Demeter und Persephone geweihtes Heiligtum.

  • Am Inselinneren ist der Tourismus bis jetzt vorübergegangen, und so sind die etwa 45 Dörfer noch unverfälschte Beispiele gewachsener Architektur. Besonders sehenswert sind Falatados und Steni sowie Pirgos, aus dem die meisten großen tinischen Künstler hervorgegangen sind, wie der berühmte Bildhauer I. Halepas, dessen Wohnhaus in ein Museum umgewandelt wurde, und der Maler N. Lytras. Die Tradition wird in zahlreichen Marmor-Bildhauerwerkstätten fortgeführt.

  • Von den landschaftlich meist wunderschön gelegenen Klöstern sei hier das Frauenkloster "Kiria ton Angelon" in Kehrovouni erwähnt, das in seiner Anlage an ein mittelalterliches Dorf erinnert.
  Badestrände braucht man auch auf Tinos nicht lange zu suchen: Agios Fokas bei Tinos-Stadt, Kionia, Porto, die Panormou-Bucht und Kolimbithres, Agios Sostis und Pachia Ammos sind nur einige von vielen.

Touristisch ist Tinos bis auf die Hauptstadt noch kaum erschlossen, passt sich aber den wachsenden Besucherzahlen zusehends an.


Anfahrt
mit der Fähre von Piräus

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