Von Milos nur durch einen Meeresarm getrennt
ist diese kleine, vorwiegend bergige Insel
so weiß wie der Kreidestein, der
hier seit altersher abgebaut wurde.
Funde aus der Nekropole bei Ellinika im
Südwesten der Insel und aus der gegenüber-liegenden
antiken Stadt Kimolos (auf dem Agios-Andreas-Eiland
in der Limni-Bucht) bezeugen, dass die
Insel schon in mykenischer Zeit besiedelt
war.
Geschichte:
Jahrhunderte später, im Mittelalter
war sie berüchtigt als Hochburg der
Piraten, die in den geschützten Meeresgrotten
ihre Verstecke hatten.
Im Großen und Ganzen teilte Kimolos
die Geschicke der größeren Nachbarinsel
Milos.
Sehenswürdigkeiten:
Vom friedlichen Fährhafen Psathi
führt die Straße bergan zum
Hauptort Hora (amtl. Kimolos), in dem
die überwiegende Mehrzahl der Bewohner
heute lebt.
Die typischen Kykladenhäuser des
Dorfes scharen sich um die Festungsanlage,
die in eine innere (Messa Kastro) und
äußere Zone (Exo Kastro) gegliedert
war. Dabei waren die Häuser des inneren
Rings so aneinandergebaut, dass sie nach
außen hin eine Wehrmauer mit Luken,
Schießscharten und vier Eingangstoren
bildeten.
Von weitem erscheint dieses pittoreske
Dorf mit seiner südlichen Blütenpracht
und seinen verwinkelten Gässchen
wie ein weiß hingetupftes Aquarell
vor himmel-blauem Hintergrund.
Bei Prassa im Norden der Insel, wo auch
der Kreidestein abgebaut wird, gibt es
schwefelhaltige Heilquellen.
Kimolos liegt immer noch etwas abseits
des großen Touristenstroms. So gibt
es kaum Unterkünfte und das Essen
in den Tavernen ist eher bescheiden. Wer
aber zu improvisieren versteht und eine
stille, idyllische Landschaft ganz für
sich genießen will, ist hier sicher
gut aufgehoben.
Badestrände gibt es bei Psathi,
Prassa, Aliki, Limni, Bonatsa, Klima und
Monastiria.
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