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Geographie:
Lasithi ist die östlichste der vier Präfekturen der griechischen Mittelmerinsel Kreta. Verwaltungssitz ist Agios Nikolaos.

Zur Präfektur gehören die Landkreise Ierapetra, Lasithi, Mirabello und Sitia.

Die Stadt Sitia gab der Präfektur während der venezianischen Zeit ihren Namen.
Hauptwirtschaftszweige sind Landwirtschaft mit extensivem Olivenanbau und Treibhaus-kulturen um Ierapetra sowie Tourismus.

Die Präfektur ist die am geringsten touristisch erschlossene Kretas. Die Lasithi-Hochebene zählt zu den landschaftlich reizvollsten Regionen der Insel. Laut griechischer Mythologie erblickte der Göttervater Zeus in der gleichnamigen Höhle auf der Hocheben das Licht der Welt.



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Agios Nikolaos ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Lasithi. Agios Nikolaos hat laut Volkszählung 2001 ca. 10.900 Einwohner und ist ein bedeutender Touristenort.





Der Name der Stadt geht auf die Kirche Agios Nikolaos zurück, die aus dem 10. Jahrhundert stammt und eine der ältesten, noch intakten Kirchen Kretas ist. Die Kirche befindet sich auf einer Halbinsel nordöstlich der Stadt, auf einem Gelände, das heute zu einem Luxushotel gehört.

Das am Westufer des Mirabello-Golfs gelegene Städtchen nimmt vor allem durch seine mediterrane Atmosphäre ein. In der Mitte des Ortes befindet sich ein mit dem Meer verbundener, sagenumwobener Süßwassersee (Voulismeni-See), um den sich zahlreiche Tavernen und Bars ansiedelten.

Zu den hauptsächlichen Sehenswürdigkeiten in Agios Nikolaos gehört das Archäologische Museum, das 1970 errichtet wurde, um die Funde aus Ostkreta aufzunehmen, die bis dahin in Iraklion untergebracht waren.

Elounda ist ein Dorf im Nordosten der Insel Kreta. Die ehemals bedeutende Hafenstadt liegt etwa 70 km östlich von Heraklion, der Hauptstadt Kretas, und 12 km nördlich von der nächsten größeren Stadt, Agios Nikolaos. Heutzutage ist Elounda ein Feriendomizil mit vielen noblen Unterkünften in der Umgebung. Von Elounda aus gelangt man per Boot zu der ehemaligen Leprainsel Spinalonga.

Die antike Vorläufersiedlung von Elounda hieß Olous und war eine der wichtigsten Hafenstädte Kretas. Olous wurde bereits im ersten Jahrtausend vor Christus gegründet, verlor allerdings an Bedeutung, als sich im 4. Jahrhundert nach Christus der Osten Kretas senkte und der Westen hob. Dadurch versank Olous und die vorgelagerte Halbinsel war fast vollständig vom Festland abgeschnitten. Die Ruinen der antiken Stadt liegen heute unter dem Meeresspiegel, einige Mauerzüge sind noch zu erkennen.

Die kleine Insel Spinalonga liegt nur wenige hundert Meter östlich von Kreta und ist über einen Damm mit dem Ferienort Elounda verbunden. Sie ist etwa 4 km lang, gut einen Kilometer breit und hügelig.

Zu Spinalonga gehört auch die wesentlich kleinere etwas nördlich gelegene Insel Kalidon(ia), die meistens wie die Hauptinsel bezeichnet wird. Hier befindet sich die Hauptsehenswürdigkeit, das im 16. Jahrhundert errichtete venezianische Fort, das später eine türkische Festung war.

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurden zunächst alle Leprakranken Kretas, später ganz Griechenlands auf die Insel gebracht und eine Lepra-Kolonie errichtet, was als Nebeneffekt zur Folge hatte, dass die Türken die Insel verließen.

Bis 1957 war die Insel Leprastation und damit die letzte Lepra-Kolonie Europas.
Im Rahmen geführter Tagestouren kann die Insel auch von Touristen besichtigt werden.



Mohlos
Mochlos ist eine kleine Insel in der Mirabello-Bucht ca. 37 km östlich von Agios Nikolaos. Das Fischerdorf mit dem gleichen Namen liegt gegenüber der Insel (150 m). In der minoischen Zeit war Mochlos eine bedeutende Hafenstadt Ost-Kretas. Mit einem kleinen Boot kann man auf die Insel übersetzen und die Ausgrabungen besichtigen. Heute ist Mochlos ein kleines Fischerdorf mit einigen Tavernen am pittoresken Hafen. Dieser Ort ist ein Geheimtipp für die Kreter, die kommen, um die fangfrischen Meeresfrüchte zu genießen. Die Buchten mit dem glasklaren Wasser sind überwiegend felsig, aber ohne Schwierigkeiten zu erreichen. Westlich des Ortes gibt es eine kleine Kies-/Sandbucht, und östlich, einen Sandstrand. Mochlos bietet Ruhe und Erholung.


Sitiat nach Agios Nikolaos und Ierapetra mit etwas mehr als 9.000 Einwohnern die kleinste der drei Städte im Osten Kretas. Sie ist das bäuerliche Zentrum der durch ausgedehnten Olivenanbau geprägten Region im Regierungsbezirk Lassithi. Die touristischen Angebote sind spärlich, weswegen die Stadt als einzige auf Kreta ihr typisches Gepräge erhalten konnte.

Der auf einer Hochebene über der Stadt gelegene neue internationale Flughafen, der im Sommer 2004 seiner Bestimmung übergeben werden sollte, liegt immer noch brach und wird nur als Regionalflughafen für innergriechische Flüge genutzt.

Archäologische Funde belegen eine Besiedelung seit ca. 1050 v. Chr. Laut Diogenes Laertios war Sitia die Heimatstadt des Myson, eines der Sieben Weisen.

Berühmtester Sohn der Stadt ist der Dichter Vincenzos Kornaros, der den Versroman Erotokritos verfasste. Das Werk gilt als bedeutendstes der frühneuzeitlichen kretischen Literatur.


Ierapetra
ist eine Stadt im Südosten der Insel Kreta. Mit knapp 12.000 Einwohnern im Stadtgebiet über 16.000 incl. der angeschlossenen Vororte ist sie die viertgrößte Stadt der Insel. Ihre geografische Lage macht sie zur südlichsten Stadt Europas. Die Stadt liegt im Süden an der schmalsten Stelle Kretas: Von Ierapetra zur Nordküste sind es nur 12 km Luftlinie.

Die historischen Wurzeln Ierapetras reichen bis in die minoische Epoche zurück. Damals trug die Stadt den Namen Hierapytna. In der Antike erlangte sie die Vorherrschaft über die südöstliche Region Kretas; diese Blütezeit dauerte bis zur Eroberung 67 v. Chr. durch die Römer. Bei der Eroberung durch die Araber 824 wurde die Stadt schwer zerstört, doch danach wieder aufgebaut. Eine neue Blüteperiode erlebte sie in der venezianischen Epoche vom 13. bis zum 17. Jahrhundert - seit dieser Zeit trägt sie den heutigen Namen Ierapetra. 1798 soll Napoléon Bonaparte auf seinem Feldzug nach Ägypten in Ierapetra Station gemacht haben. Das Haus, in dem er damals angeblich übernachtet hat, wird heute noch gezeigt.

Sehenswert sind in Ierapetra das Venezianische Kastell von 1626 (am Hafen) und eine teils verfallene Türkische Moschee mit dem restaurierten Minarett und Brunnenhaus.

Das vorherrschende Klima der Landschaft um Ierapetra gehört zu den wärmsten Kretas. Die Hitze in der Stadt wird im Sommer oft gemildert durch den zum Teil stürmischen Nordwind , welcher an der Engstelle Kretas besonders ausgeprägt ist.

Ierapetra hat einen Hafen, der für Sportboote und Fischerei genutzt wird. In der Umgebung von Ierapetra ist Gemüseanbau (Tomaten, Paprika, Gurken, Bohnen) - auch in Folienzelten - Haupterwerb. Für das benötigte Wasser sorgt der nordwestlich von Ierapetra gelegene Stausee bei Gra Ligia. Ein regionaler Flughafen ist im Gespräch. Die Region versorgt große Teile Griechenlands mit Frischgemüse. Dessen Transport über die Straßen nach Iraklion belastet die Bauern immer mehr durch steigende Preise, so dass dafür nach Alternativen gesucht wird.

Tourismusunternehmen stellen hier noch den kleineren, aber wachsenden Anteil an Gewerbebetrieben. Die für Touristen eingerichtete Strand-/Uferpromenade ist der erste Schritt der Entwicklung des Tourismus, der bisher in der südöstlichen Region Kretas sehr zaghaft und damit umweltverträglich wuchs. Von Ierapetra aus fahren im Sommer Touristenboote zur unbewohnten Insel Kalksandinsel Chrissi



Naturschauplätze

Selten gibt es auf der Welt eine einzige Gegend mit einer solchen Auswahl an Arten und einer Vielgestaltigkeit an natürlichen Formationen wie Kreta. Die Alten nannten sie die "Insel der Seligen", weil der natürliche Oberfluss die Grundlage für ein seliges und genüssliches Leben war. Das Klima und die geologische Gestaltung der Insel haben zur Bildung einer sehr reichen Flora und vieler, einzigartiger Biotopen beigetragen. Im Gebiet der Provinz Sitia trifft man auf all das Obengenannte in seiner unberührtesten und komplexesten Form. Die Provinz Sitia ist nunmehr das typische "Insel"gebiet Kretas.

Ihr trockenwarmes Klima wirkt auf die natürliche Landschaft, welche, zum grössten Teil ihres Grünes beraubt, ein wilde, verlassene Schönheit erhält, aus welcher Ökosysteme von erstaunlichem Interesse entstehen Zakros wie z.B. der Palmenwald von Vai, die Schlucht Fichtenwälder im Süden und in den Bergen.


Fast jede der unbewohnten Inseln, die die Provinz umgeben. stellt ein wichtiges Biotop oder Ökosystem dar. wie die Dionyssades für die Falken und Psira für Meerestiere und Pflanzenwelt (Schwämme. Korallen, Fische, die afrikanische Flora.

Der Palmenstrand von Vai ist eine der größten Attraktionen der Mittelmeerinsel Kreta. Die endemische Kretische Dattelpalme Phoenix Theophrastii bildet hier den größten natürlichen Palmenhain Europas.

Nach einer kretischen Legende entstand der Palmenhain dadurch, dass Piraten, die sich hier nach ihren Beutezügen versteckten, die Kerne der gegessene Früchte wegwarfen, aus denen dann Palmen wuchsen. Daraus soll sich über Jahrhunderte der Palmenwald entwickelt haben.

Für den Tourismus "entdeckt" wurde Vai in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von den übrig gebliebenen "Alt-Hippies", die sich aus Matala und Preveli zurückzogen.

Als Mitte der 1970er Jahre der Geheimtipp Vai die Runde bei Rucksacktouristen in ganz Europa machte, wurde aus Vai eine Mischung aus chaotischem Zeltplatz und Müllkippe, worauf die Gesetzeshüter rigoros reagierten. Vai wurde eingezäunt und zum Naturschutzgebiet erklärt, Wildcamper und die restlichen, dort verbliebenen "Hippies" mit drastischen Methoden vertrieben. Das tat dem einmaligen Biotop sehr gut, der Wald erholte sich wieder, der Strand wurde sauber. Dann "entdeckte" der Tourismus Vai neu, der Palmenstrand, der zum Grundbesitz des Klosters Toplou gehört, erlebte seinen zweiten "Run" als Attraktion für Tagestouristen, die dort täglich mit mehreren Bussen eintreffen. Von dem Palmenwald ist heute nur noch ein schmaler Streifen am Strand zu begehen, der Rest ist nicht für den Publikumsverkehr geöffnet.

Der Palmenstrand ist heute die touristische Hochburg Ostkretas, mit Abertausenden Besuchern in jedem Jahr. Nächstgelegene Städte sind Palekastro und Sitia.


Sehenswürdigkeiten:
Archäologische Stätten und Museen:
9 km von Agios Nikolaos entfernt, noch vor dem Dorf Kritsa, die Kirche Panagia i Kera, über und über mit Fresken aus dem 14. und 15. Jh. bemalt.

Gournia. 19 km südöstlich von Agios Nikolaos und 15 km nördlich von lerapetra liegt die am vollständigsten erhaltene, allerdings erst teilweise ausgegrabene minoische Siedlung Kretas, die etwa in der Zeit zwischen 1550 und 1450 v.Chr. ihre Blütezeit erlebt hat. Anhand der freigelegten Strassenzüge und Häuserfundamente kann man sich ein gutes Bild machen von diesem verwinkelten Dorf mit seinen engen Gassen, niedrigen Häuschen und dem sogen. "Palast" auf dem Hügelplateau.

Driros. 16 km nordwestlich von Agios Nikolaos, Auf dem Ausgrabungsgelände dieser antiken griechischen Stadt sind zwei Akropolen und zwischen beiden ein Marktplatz aus archaischer Zeit zu erkennen. Südlich des Markts das "Delphinion" (ein Apoll geweihter Tempel) und eine grosse Zisterne (Ende 3. Jh.v Chr - Anfang 2. Jh.v.Chr.).

Kato Zakros.117 km südöstlich von Agios Nikolaos haben die Archäologen einen der grossen minoischen Paläste, den vierten in der Rangordnung. freigelegt, der sich auf einem Areal von 7000-8000 qm erstreckte und in seiner Grundkonzeption den anderen Palästen ähnelte. Die Zerstörung auch dieses Palastes mit seinen königlichen Gemächern. Vorratskammern und Werkstätten sowie der umliegenden Stadt ist dem Vulkanausbruch auf Thera zuzuschreiben.
Die reichen' und künstlerisch bedeutenden Funde von Kato Zakros sind heute im Archäologischen Museum von Heraklion untergebracht.

Zakros war im übrigen ein sehr wichtiger Flotten - und Handelsstützpunkt der Minder, die von hier aus ihre Beziehungen zu Ägypten und dem Nahen Osten pflegten und ihre hochwertigen Produkte exportierten. Bis heute hat man vier minoische Landhäuser. zwei Gipfelheiligtümer, Begräbnisstätten und Grabhöhlen aus minoischer Zeit entdeckt.

Lato. 15 km westlich von Agios Nikolaos. Das Stadtgebiet dieser bedeutenden dorischen Gründung aus dem 7. vor-christlichen Jhi breitet sich über zwei Hügelkuppen und die Senke dazwischen aus. Freigelegt sind mittlerweile Reste der Stadtmauer. von Häusern und Läden in der Talmulde aus verschiedenen Epochen.







Palekastro. 90 km östlich von Agios Nikolaos, 20 km von Sitia. Von dieser bedeutenden minoischen Handelsstadt sind heute Häuser, Villen und Strassenzüge zu rekonstruieren.

Psira. Eiland mit minoischer Siedlung.

Petras. Minoische Stadt.

Itanos. Funde aus einer grossen griechisch-römischen Stadt.

Koufonissi. Eiland mit bemerkenswerten Resten einer griechisch-römischen Stadt.

Makrigialos. Funde aus Villen minoischer und griechisch-römischer Zeit.

Mirtos. Minoische Siedlungen.

Sitia
18 km östlich von Sitia das Kloster Moni Toplou oder Panagia Akrotiriani, die ins 15. Jh. datiert wird. Besonders bemerkenswert eine Inschrift aus dem 2. vorchristlichen Jh. und eine Ikone des berühmten kretischen Heiligenmalers loannis Kornaros (18. Jh.).

41 km südlich von Sitia das Kloster Moni Kapsa.



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