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 Reiseziele > Übersicht > Chania
 
Geographie:
Die Präfektur Chania liegt im westlichsten Teil der großer Insel mit 2 376 qkm und 150 387 Einwohnern (Volkszählw 2001). Dieses Gebiet grenzt im Osten an die Präfektur Rethymnon, während die drei anderen Seiten mit einer Küstenlänge von 350 km vom warmen Mittelmeer umspült werden, dem Kretischen Meer im Norden und dem Lybisct
im Süden.

Die zauberhafte Bergkette der Weißen Berge oder Madaro mit Hunderten von Gipfeln, von denen der Höchste der Pachnes (2354m) ist, bilden das Rückgrat der Präfektur. Das Gebirge zieht sich vom Westen nach Osten hin bis fas nach Rethymnon, große Hochebenen aufweisend, wie die Hochebene von Omalos (Höhe 1080m) und die Ebene von Askifou (Höhe 730 m) und da und dort zerklüftete größere und kleinere wilde Schluchten von einmaliger Schönheit. Die Schlucht Agia Irini, Samaria, Aradena und Imbros nel vielen anderen.

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Großzügig breitet sich im Norden eine große fruchtbare Ebene aus. Die im Überfluß vorhandenen Quellen verein:i sich zu lebenspendenden Flüssen, deren größte der Platar. (im Altertum Iardano) und der Koiliari sind, die diese Elk fruchtbar machen. Die Ebenen von Kisamos, Chania, Are. und Georgioupolis enden an bevölkerungsreichen und tos. tisch am meisten genutzten Stränden des Kretischen Meer Charakteristisch. für das stark verzweigte Basisrelief der Nordküste sind die vier großen Halbinseln mit den Name. Kap Grambusa, Kap des Friedens (Spada), Akrotiri und Drepano, innerhalb derselben sich auch die vier großen schiffbaren Buchten ausbreiten - die Bucht von Kisamos. Chania, Souda und Georgioupolis, wobei sich in der vor, zten der größte und sicherste Hafen Griechenlands befind; Im Gegensatz zum nördlichen Teil beengt die Bergkette der Weißen Berge die südlichen und westlichen felsigen Küsten bis auf einen schmalen Streifen bebaubaren Bodens mit Ausnahme der kleinen Ebenen von Palaiochora im Westen und Frangokastello im Osten.

Das hat zur Folge, dass die Küsten im Süden und Westen undichter besiedelt und touristisch weniger genutzt sind und somit auch ihre wilde, unberührte Schöheit erhalten blieb. Ficht zu vergessen sind die fünf kleinen Häfen des Südens, Palaiochora, Sougia, Agia Roumeli, Loutro und Chora Sfakion und die drei der westlichen Küste, Livadia, Sfinari und Stomio, die aber zum Anlegen großer Passagierschiffe nicht geeignet sind.

Die Inselchen der Präfektur sind klein und unbewohnt:
die Souda-Insel, die Insel Hlg. Theodor oder Theodorou in der Bucht von Chania, die Zahme und die Wilde Grambusa am Ende der gleichnamigen Halbinsel. Eine Ausnahme bildet die Insel Gavdos, der südlichste bewohnte Punkt Europas und die einzig bewohnte Insel Kretas. Sie liegt Sfakia gegenüber in einer Entfernung von 23 Seemeilen von Chora Sfakion und 32 Seemeilen von Palaiochora aus. Einzig, nicht nur für unsere Präfektur, sondern für ganz Kreta ist der See von Kournas in Apokorona. Einen zweiten, allerdings künstlich angelegten See gibt es in Agia / Kydonias.

Für die Liebhaber der antiken griechischen und kretischen Kultur aber auch für den Laien, der danach dürstet, etwas über die Vergangenheit der Präfektur Chania zu erfahren, dem wird Gelegenheit geboten, eine Reise zurück in die Vergangenheit zu machen. Abgesehen von den unter der heutigen Stadt Chania liegenden minoischen Altertümern und den zerstreuten Funden aus der Zeit des antiken Kydonia findet man in jeder Ecke der Präfektur Städte aus der griechischen klassischen Antike und der römischen Welt. Östlich von Chania in der Nähe des Dorfes Megala Choraßa befindet sich das antike Aptera eine Stadt, die auf einem Platz gegründet wurde, der die Bucht von Souda und die Ebene von Armeni beherrscht mit der eindrucksvollen Szenerie auf das Massiv der Weißen Berge im Süden.

Die Stadt war in voller Blüte in der hellenistischen Periode (330 - 68 v.Chr.) und fiel dann in die Hände der römischen Eroberer, unter deren Herrschaft sie eine zweite Blüte erlebte. Heute sieht der Besucher Teile der hellenistischen Mauer, die den Hügel befestigte und viele Überreste aus der Römerzeit. Die wichtigsten davon sind die gewölbten Zisternen und die Thermen. Die Antike wurde von der byzantinischen Periode abgelöst, aber Aptera ging schon früh in den Besitz des Klosters von Patmos über, kam dann unter die Türkenherrschaft, die besonders spürbar wird durch die imposante Anwesenheit der Festung Koule am nördlichen Rand des Hügels, der die Landschaft beherrscht über der Burg Itzedin, dem Wächter der Bucht von Souda von der Seite des Festlandes her. Ein Bauwerk, das harmonisch der venezianischen Festung auf der Souda - Insel gegenübersteht und die der Verteidigung der Bucht dienten. Westlich von Chania und südlich von Kisamos liegt das antike Polyrhinnia , eine andere große alte kretische Stadt, die auf einem eindruckvollen Hügel angelegt wurde und von dort aus über die Ebene und die Bucht von Kisamos herrschte. Bis heute sind bauliche Überreste aus hellenistischer und römischer Zeit erhalten geblieben, doch das Eindrucksvollste ist die Befestigung ihrer Akropolis, ein Bauwerk aus byzantinischer Zeit.

Am äußersten westlichen Rand, neben einem der schönsten Strände der Präfektur liegen die beeindruckenden Ruinen des antiken Falasarna. Sicher hinter seinen starken hellenistischen Mauern hatte es auch einen ummauerten Hafen, was die Stadt zu einer der mächtigsten Seemacht - und Piratenstädte Kretas machte. Sie wurde von Metello im Jahre 68 v.Chr. total zerstört und nie wieder aufgebaut. Der Besucher wird von den vier starken Türmen des Hafens beeindruckt sein. Sie stehen heute 6,5 m über dem Meeresspiegel und 100 m von der Küste landeinwärts, weil sich in der Spätantike die Westküste Kretas durch Bewegungen der Erdkruste hob. Wie eine verlorene Stadt erscheint dem Touristen das antike Lissos, das man entweder per Boot von Palaiochora oder Sougia aus, oder nach einem ungefähr einstündigen Fußmarsch von Sougia aus erreicht, indem man durch eine schöne Schlucht wandert, dann auf ein Hochplateau kommt und wieder zum Meer absteigt. Lissos spielte eine wichtige Rolle als religiöses Zentrum und initiierte die benachbarten Ansiedlungen Irtakina, Elyro und Tarra zum Bund der Bergstädte. Heute kann man noch die Ruinen des Asklepion mit seinen wunderbaren Mosaikböden sehen, das Lissos bekannt machte. Sehenswert sind auch die oberirdisch gemauerten römischen Gräber.

Archäologische Überreste wird der Reisende vielerorts innerhalb der Präfektur antreffen, wie das alte Minoa in Marathi auf Akrotiri, das alte Pergamo bei Vrisses Kydonia, den Tempel der Diktyna in Menies, die hellenistischen Überreste in Rokka, die römischen Villen mit ihren Mosaikböden in Kisamos, den im Binnenland liegenden Poseidontempel in Tsikiana, das antike Elyro in Rodovani und das alte Tarra am Ausgang der Samaria - Schlucht.
Das byzantinische Kaiserreich und die Orthodoxie waren die zwei Achsen, die die Entwicklung Kretas unauslöschlich geprägt haben. Allein in der Präfektur Chania sind mehr als 300 byzantinische Kirchen bis heute erhalten.

Die frühchristlichen Basiliken von Sougia und die Basilika von Almirida mit den exzellenten Mustern der Mosaikböden, die Rotonda oder Kirche des Erzengels Michaels (6. Jahrh.) in Episkopi/Kisamos mit ihrer eindrucksvollen und einzigartigen Architektur und der mehr als fünfschichtigen Freskenmalerei, die Kirche vom Hlg. Nikolaus (11. Jahrh.) in Kyriakosellia/Apokorona, die Kirche Monastira oder Panagia Zerbiotissa (12. Jahrh.) in Stylos und die Kirche des Hlg. Georg (1243) in Alikianos, versehen mit Fresken von Pavlos Probata (1430). Das sind einige der wichtigsten Kirchendenkmäler der Präfektur.

Die Kirche des Hlg. Georg (1314) in Komitades/Sfakia, die Kirche der Muttergottes in Kakodiki/Selino, die Kirche des Erzengels Michael (14.Jh.) in Aradena/Sfakia und in Sarakina/Selino, wie noch Dutzende andere Kirchen und Kapellen werden das Interesse des Besuchers wecken und ihn innerlich bewegen.

Klöster existieren auf Kreta seit der 1. byzantinischen Periode, also vor 824, aber vom 16. Jahrhundert an sprießen unter der Bedrohung der türkischen Gefahr neue Klöster aus dem Boden, während die alten mit Unterstützung der venezianischen Eroberer restauriert werden. Die wichtigsten befinden sich auf Akrotiri: das Kloster der Hlg. Dreifaltigkeit , oder Kloster Tzangarolon (17. Jh.), das viele westliche Elemente aufweist. Nicht weit davon entfernt liegt das festungsartig angelegte Kloster Gouverneto (Gdernetou), geweiht der Herrin der Engel (16. Jh.) und ein wenig weiter in einer Schlucht das Katholikon, Kloster des Hlg. Johannes des Eremiten (17. Jh.). Es ist ein ausgezeichnetes Beispiel einer Architektur, die der Wildheit und Unwegsamkeit der Landschaft angepasst ist. Erwähnenswert ist auch das Frauenkloster des Hlg. Johannes des Täufers in Korakes, das ebenfalls burgenartig angelegte Kloster der Madonna der Wegweisenden in Kolymbari (17. Jh.), das Kloster des Hlg. Johannes des Theologen in Stylos/Apokorona, das wie eine Festung auf einem Felsen thronende Kloster der Gottesmutter Chrysoskalitissa an der westlichen Küste der Insel, das Frauenkloster Chrysopigi in Mournies, das Kloster der Hlg. Kyriaki in Varipetro und das Koster des Hlg. Georg in Karici (12. Jh.) nebst anderen.

Die unzählbaren Eroberer hinterließen in der Präfektur ihre Spuren und drückten ihren Stempel überall auf mit Baudenkmälern, die das Drama des kretischen Volkes, aber auch ihre Tapferkeit wachrufen. Die Festung von Selino in Paleochora (13. Jh.), die Burg Frangokastello (14. Jh.), die Ruinen der Burg des Da Molin in Alikianos, die venezianischen Gebäude Kokolaki in Dere und die Villa Rotonda in Kalathenes/Kisamos sind einige der frühen Überreste aus der Venezianerzeit. Gegen Ende dieser Epoche und angesichts der türkischen Gefahr schufen fähigste venezianische Architekten einige von den besten Beispielen auf dem Gebiet der Verteidigungs-architektur: die Festung von Chania, ein Werk von Sanmicheli (1537), die Festung auf der Souda-Insel, und die Festung Grambusa, Bauwerke von Orsini (1570 und 1579), die Gegen-stücke sind. Eine Reihe anderer Festungen und Burgen wie Itzedin (1872) in Kalami und die Burg Aptera (1867), die Burg von Askifou, und das Schloß Alidaki in Embrosnero/Apokorona sind typische Vertreter aus der Türkenherrschaft.

Die letzten Eroberer der Insel hinterließen keine prächtigen Bauten, dafür aber ein Denkmal, das hinweist auf das Grauen, die Zwecklosigkeit menschlicher Gier und den Krieg: der Deutsche Friedhof des 2. Weltkrieges in Maleme, auf dem 4400 deutsche Soldaten ihre letzte Ruhe fanden.





Naturlandschaften

Wenn die Präfektur Chania einen charakteristischen Namen hätte bekommen sollen, dann hätte man sie vielleicht Bezirk der Schluchten genannt, da Dutzende von Schluchten die Berge der Präfektur durchqueren. Zweifellos ist die berühmteste und die den ersten Rang einnehmende die Samaria -Schlucht oder Farangas mit einer Länge von 16 km und einer Breite von 3,5 m bis 150 m und die Steilhänge erreichen an vielen Stellen eine Höhe von 500 m. Um sie zu durchwandern braucht man 5 - 6 Stunden. Geöffnet ist sie von Mai bis Oktober. Sie wurde zum nationalen Naturdenkmal erklärt und man trifft dort seltene Exemplare der kretischen Pflanzenwelt an, von Zypressen und Pinien bis zum Dyktamon und wilden Blumen und sie bietet auch den natürlichen Lebensraum für die kretische Wildziege. Eindrucksvoll sind auch die faltigen, durch Bodenverschiebungen entstandenen und geschichteten Kalkwände, die an den Hängen der Schlucht auffallen.

Die Schlucht von Agia Irini in Selino hat eine Länge von 7,5 km und weist an der engsten Stelle 10 m auf, während die senkrecht abfallenden Felswände eine Höhe bis zu 500 m erreichen. Ihr Hauptcharakteristikum ist der Pflanzenreichtum. Die Imbros-Schlucht in Sfakia, eng und tief, ist eine der imposantesten Schluchten Kretas. Sie ist 7 km lang und an einigen Stellen nur 2 m breit und die Höhe der senkrechten Felswände beträgt zum Teil 300 m.


An einigen Stellen mit Höhen der Seitenhänge von 30 - 40 m neigen sich diese so, dass sie nur eine Öffnung von 2 - 3 m lassen, wodurch der Eindruck entsteht, man befinde sich in einem Tunnel. Die Topolia-Schlucht ist prächtig und wild und unterscheidet sich von den anderen durch ihr Echo. Sie ist 1 500 m lang mit steilen Felswänden bis zu 300 m Höhe, die viele höhlenartige Vertiefungen aufweisen, während die Breite zwischen 5-50 m schwankt.

Es gibt noch viele andere nicht so bekannte Schluchten, gleichermaßen schön und wild wie die Schluchten Tripiti, Klados und Eligia , die sich in der Nähe der Sameria-Schlucht befinden und die Schluchten von Sfakia: die Aradena- Schlucht, die Schluchten von Katre, Asfendou, Ag.Nektarios und Kallikrati. In der Nähe von Chania ist die Therisso- Schlucht und sie ist die einzige, die mit dem Auto befahrbar ist. Weitere Schluchten finden wir in Kisamos und zwar die Schluchten von Rokka und Polyrhinnia, in Karanou die Boriano- Schlucht und die Diktamon-Schlucht in Keramia, die die einzige ist mit Ausrichtung von West nach Ost.

Und wenn vielleicht die Schluchten nicht zahlreich genug erscheinen, um der Präfektur das Charakteristikum zu verleihen, dann müsste sie den Namen Präfektur der Höhlen bekommen, da sie mehr als 1500 Land- und Meerhöhlen aufweist. Einige der wichtigeren sind: die teilweise erforschte Elefantenhöhle in der Nähe von Plaka/Apokorona mit unterirdischem Zugang vom Wasser her. Außer ihren eindrucksvollen weißen und roten Stalaktiten ist die Höhle weltweit bekannt geworden wegen der vier bis jetzt gefundenen Versteinerungen des einzigen Elefanten (Elephas Chaniensis) und vieler Zwerghirsche, die hier vor vielen Tausenden von Jahren lebten.

Die Höhle Sfakia in der Nähe des Dorfes Asfendou ist historisch gesehen von großem Interesse, da sie an ihren Wänden eingeritzte Felszeichnungen antiker Zeiten birgt. Auf Omalos finden wir die Abgrundhöhle Tsani, die eine Länge von 2 500 m aufweist. In den Weißen Bergen gibt es eine Gruppe solcher Höhlen, deren bedeutendste die Gourgouthakas ist und mit ihrer Tiefe von 1208 m die größte des Balkans ist mit Quellen, Wasserfällen und Flüssen in ihrem Innern.
Die Bärenhöhle, die sich in unmittelbarer Nähe des Klosters Gouverneto auf Akrotiri befindet, birgt einen Stalagmiten, der einem Bär ähnelt, ein Wasserbecken mit "Weihwasser", dem sich ergebenden Tropfwasser und die kleine der Madonna geweihten Kirche. Dort in der Nähe in Katholiko, das zum Kloster Gourverneto gehört, ist noch die Höhle des Hlg. Johannes des Eremiten. Außerhalb von Topolia ist die Höhle der Hlg. Sofia mit gleichnamigem Kirchlein, eine prächtige Höhle mit einer Kuppelhöhe von 20 m und einem Durchmesser von 70 m, deren Fläche zum größten Teil mit Stalagmiten bedeckt ist.

In Spilia/Kisamos gibt es eine weitere Höhle des Hlg. Johannes des Eremiten mit gleichnamiger Kirche. Diese Höhle hat großes Ausmaß und kann sich des wundertätigen Stalaktiten und Stalagmiten rühmen. So wäre auch noch am Abhang der Samaria-Schlucht am Gingolo die Dämonenhöhle zu erwähnen und andere kleinere wie die Skourachladas in Keramia, die Höhlen von Samonas, Kournas und Melidoni u.a. Die karstigen Formen aber stellen nur die eine Seite der Medaille dar. Die Präfektur Chania richtet sich zum Meer hin aus und hat mit seiner 350 km langen Küste unzählbare Strände anzubieten: entlegene und unberührte Küsten oder organisierte, kosmopolitische Strände.

Der Strand von Nea Chora (der einzige organisierte Strand innerhalb der Stadt Chania), Chrysi Akti (Golden Beach), Agios Apostoli, und Agia Marina sind einige davon. Dazu kommen die Strände von Platania, Gerani, Maleme, Kolymbari, Kisamos, Palaiochora, Frangokastello, Kalives, Almyridas, Georgioupolis und Kavro; sie alle sind wohl organisiert und in der Lage ihren Besuchern mit einer ansehnlichen Reihe von Dienstleistungen, den Strandaufenthalt angenehm und bequem zu machen. Weniger Leute und unberührtere Küsten mit sauberen Sandständen und blaugrünem Wasser kann der Naturliebhaber antreffen, wenn er sich ein wenig von den touristischen Zentren entfernt: einer davon ist Falasarna, ein Strand von 3 km Länge mit feinem Sand, der im Jahre 2002 die Auszeichnung als bester Strand Europas bekam. Hier bietet sich dem Besucher auch die Gelegenheit, einen kleinen Spaziergang zum antiken Hafen zu machen.

Elafonisi ist eine kleine niedrige Insel (20 m über dem Meeresspiegel), die von der Küste aus in seichtem Gewässer (0.60 - 0.90 m) in einer Entfernung von ca. 800 m in einer Art "Durchschreitung" (gr. Perasma) zu erreichen ist.

Hier ist auch das Gemeinschaftsgrab der Mannschaft des österreichischen Schiffes "Imperatrice", das 1907 Schiffbruch erlitt. Im benachbarten Zedernwald kann man den Sandstrand in Verbindung mit dem intensiven Grün der Zedern genießen. In Sougia dagegen erwartet einen ein herrlicher Kiesstrand, an der Küste anzutreffende Höhlen und kristallklares Wasser. Balo überrascht mit seinem exotischen Binnensee, dem feinen weißen Sand, dem seichten türkisgrünen Wasser und mit Tigani, der kleinen Landzunge, bzw. Inselchen. Das Baden kann hier mit einem Besuch der venezianischen Festung, die auf der Zahmen Grambusa-Insel liegt, kombiniert werden. Der kleine Kiesstrand von Menies befindet sich neben dem archäologischen Ort Diktynaion. Diese weitläufige, einsame Gegend lädt zum Wandern ein.
Die Madara, oder besser gesagt die spitzen und nackten Berggipfel der Weißen Berge in einer Höhe von über 2000 m werden als eigenartige, aber einzigartige Schönheit der Präfektur angesehen und sie sind eine absolute Herausforderung für den Bergwanderer und Bergsteiger. Die Mondlandschaften mit wenigen niedrigen Sträuchern, aber reich an wilden Blumen und herrliche Aussicht berauben einem den Atem.

Gleichfalls einzigartig auf der Insel ist der Kourna-See, an dem auch das gleichnamige Dorf liegt nahe der Grenze zur Präfektur Rethymnon. Er liegt 20 m über dem Meeresspiegel, hat einen Umfang von 3,5 km und an der tiefsten Stelle werden 23 m verzeichnet. Korbweiden und Myrten säumen das Seeufer und die steilen Berge, die ihn umgeben, spiegeln sich im ruhigen Gewässer, ein zauberhaftes Bild schaffend, das den See noch tiefer erscheinen lässt. Diesem Phänomen ist auch die Sage zu verdanken, die den See den "bodenlosen" nennt.


Stadt Chania
Die Hafenstadt Chania liegt an der Nordwestküste der Insel Kreta und ist mit ca. 54.000 Einwohnern deren zweitgrößte Stadt. Chania ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz, die den gesamten Westteil Kretas umfasst. Der internationale Flughafen von Chania befindet sich in etwa 12 km Entfernung von der Stadt auf einer Ebene der Akrotiri-Halbinsel.


Antike
In der Antike befand sich an dieser Stelle die Stadt Kydonia, deren Ursprünge bis ca. 3400 v. Chr. zurückreichen - damit ist dies eines der ältesten Siedlungsgebiete Europas. Für die Zeit um 1500 v. Chr. sind Handelsbeziehungen der minoischen Stadt mit Ägypten bezeugt. Kydonia wird auch bei Homer erwähnt. Auch in der griechischen und römischen Zeit prosperierte die Stadt.

13. Jahrhundert
Der Niedergang von Kydonia vollzog sich im 13. Jahrhundert, als vor allem in dieser Region Venedig, Genua und die einheimische Bevölkerung um die Vorherrschaft auf Kreta kämpften. Nach dem Sieg der Venezianer nannten sie die Stadt La Canea 1252. Die Hafenstadt wurde zur wichtigsten ökonomischen und politischen Verbindung zwischen Kreta und Venedig (daher der damalige Beiname "Venedig Kretas".

17. bis 20. Jahrhundert
Im August 1645 wurde Chania von den Türken erobert, die die Stadt zum Sitz eines Paschas machten. Die türkische Herrschaft dauerte bis 1898. Danach war Chania Hauptstadt des autonomen Kreta und blieb auch nach der Vereinigung mit Griechenland bis 1971 Sitz der Administration.

Im Zweiten Weltkrieg war Chania schwer umkämpft. Deutsche Bomber zerstörten die Altstadt stark. Ein Marinemuseum mit Ausstellungstücken aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs befindet sich im Hafen.



Sehenswürdigkeiten
Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Chanias stammen aus der venezianischen Zeit:

Die Altstadt von Chania
Der Hafen von Chania auf Kreta bei Nacht
Die Festung Kastelli
Die Zitadelle (antike Stadt Kydonia)
Die Stadtmarkthalle der Stadt
Die Stadtmarkthalle der Stadt
Der Stadtteil Splazzia
Kirche Agios Andreas
Die Skrindlofstrasse
Das Marinemuseum
Agios-Nicolaos - Kirchturm und Minarett

Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Chanias stammen aus der venezianischen Zeit:











Archäologisches Museum, in der San Fransisco Kirche aus der venezianischen Zeit

Historisches Museum
Isodion Kathedrale (Chalidon Strasse)
Kirche Agii Anargyri, die Kapelle des Geldlosen Heiligen, hinter dem Odeon
Kirche Agia Magdalena (Chalepa)
Kloster Agia Triada in Akrotiri, 15 km außerhalb von Chania
Kloster Gouverneto, 15 km außerhalb von Chania
Kloster Odigitria, Kolimbari, 23 km außerhalb von Chania
Chrissopigi, 3 km vom Hafen Souda entfernt
Loggia, Gebäude aus der Venezianischen Zeit, ehemals Treffpunkt für Männer
Hiones 16.Jahrh.


Georgioupolis
Georgioupolis ist ein Ort an der westlichen Nordküste von Kreta, ca. 22 km von Rethymnon, 35 km von Chania und 100 km von Heraklion entfernt.

Georgioupolis wurde 1893 gegründet (damals noch als Almirópolis) und 1899 zu Ehren des damaligen Hochkommissars von Kreta Georg_von_Griechenland in Georgioupolis umbenannt. Um die ursprüngliche Moorlandschaft zu entwässern, wurden Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche Eukalyptusbäume gepflanzt. Eine eindrucksvolle Allee von Eukalyptusbäumen empfängt daher heute den Besucher und prägt das Ortsbild.

Der Ort liegt in der Rundung einer Bucht vor einer westlich vorspringenden Halbinsel am längsten Sandstrand der Insel Kreta, in einer mit Eukalyptusbäumen, gesäumten Flussniederung. Der Strand von Georgioúpoli besteht größtenteils aus feinem Sand, erstreckt sich über 10 km und gehört zu den saubersten Stränden der Insel. Ca. 2 km entfernt findet sich der einzige natürliche Süßwassersee auf Kreta, der Kournas See.

Man erreicht von Georgioúpoli aus schnell die zwei größeren Städte Chania und Rethymnon. Aber auch Vámos und Kalifes sind von dem kleinen Ort nicht weit entfernt.






Der Ort besitzt einen kleinen Fischerhafen, der von dem ca. 1km kurzen Fluß Almirós gespeist wird. In dem klaren Wasser sind u.a.Wasserschildkröten heimisch. Georgioúpoli ist stark durch den Pauschaltourismus geprägt. Sowohl im Ortsgebiet als auch östlich davon entstanden zahlreiche Hotelanlagen sowie eine vom Tourismus abhängige Infrastruktur mit Läden, Gastronomiebetrieben und Autoverleihfirmen. Beliebt ist die Region als Ferienort für Familien.

Georgioupolis ist ein optimaler Standort, um das Inselinnere kennenzulernen. Ausflüge zum Kournas See, nach Knossos oder an die Traumstrände von Gramvousa und Elafonissos mit dem Auto sind sehr lohnenswert.


Kournas See
Der Kournas See ist der einzige Süßwassersee auf der griechischen Insel Kreta. Er liegt im Westteil an der Nordküste in der Nähe von Georgioupolis. Der Abfluss des Sees mündet bei Georgioupolis in das Mittelmeer.

Hier leben Wasserschildkröten, Schlangen und verschiedene Libellenarten. Auf dem See kann man mit umweltfreundlichen Tretbooten Ausflüge unternehmen.


Das Wasser des Sees ist wegen des kalkhaltigen Gesteins der kretischen Berge alkalisch und fühlt sich laugig bis seifig an.

Der Kournas See ist ein Naturidyll, wird er jetzt intensiv touristisch genutzt. Man kann Tretbooute mieten und gelegentlich auch auf dem See surfen. Am Ufer und im Dorf Kournas
gibt es Tavernen.


Kastelli Kissamos

Kastelli Kissamos im Nordwesten Kretas, etwa 40 Kilomter von Chania entfernt, ist eine typische kretische Kleinstadt, die vom Tourismus weitestgehend unberührt geblieben ist. Haupteinnahmequelle sind die Landwirtschaft und die vielen kleinen Geschäfte, in denen sich die Bewohner des Hinterlandes versorgen. Dementsprechend findet man in Kissamos eine gut ausgeprägte Infrastruktur, die sich an den Einheimischen orientiert, den Besuchern jedoch jede Möglichkeit einräumt sich gut zu verpflegen. Das Herz der Kleinstadt ist die Patia mit Brunnen, um die sich Tavernen und Cafés gruppieren, in denen die Kreter Karten und Backgammon spielen. Weitere Lokale findet man an der autofreien Uferpromenade, die sich entlang des Kiesstrandes zieht. Eine andere Bademöglichkeit bietet der Strand von Trahilos zwei Kilometer weiter westlich. Den hellgelben Sand und das türkisfarbene Wasser hat man hier fast noch für sich, weshalb man auch in der Versorgung auf den selbstmitgebrachten Proviant angewiesen ist.

Kissamos war einst der Hafen des antiken Polirinia und erlangte in römischer Zeit eine besonders mächtige und unabhängige Position. Bei archäologischen Ausgrabungen entdeckte man im Ort Überreste von Mosaikböden, Bädern und Villen aus dem 2. Jahrhundert, die besichtigt werden können. Heute verfügt die Stadt über einen Fischer- und einen Fähr- und Handelshafen. Von hier aus startet zweimal wöchentlich die Fähre auf die Peloponnes, die kürzeste Verbindung von Kreta zum Festland. Für Touren innerhalb des Westens von Kreta bietet sich das hervorragend ausgebaute Linienbusnetz, das Verbindungen zum Lagunenstrand Elafonissi, zu den Ausgrabungen von Falassarna sowie zu allen wichtigen Städten und Orten anbietet.


Falasarna
Der kleine Ort Falasarna liegt am Ende der Halbinsel Gramvoussa, 70 km von Chania entfernt und begeistert durch seine landschaftliche Schönheit. Er wird von einer weit geschwungenen Bucht mit bizarr abgeschrägten Klippenrändern umgeben. Davor erstreckt sich ein Strand mit herrlich weißem, weichen Sand. In der Nähe liegen die Überreste der antiken Hafenstadt Falasarna. Der Ort eignet sich außerdem besonders gut als Ausgangspunkt für ausgiebige Wanderungen in kretisch traditionelle Bergdörfer. Im Ort gibt es mehrere Tavernen und kleine Läden. Zum Einkaufen muss man in das 5 km entfernte Platanos fahren. Dieser Ort ist besonders geeignet für Urlauber, die Ruhe und Abgeschiedenheit, das klare Wasser und die schönen Sandstrände genießen wollen.



Elafonissi
Die Elafonisi-Insel befindet sich an der Südostspitze von Kreta, 43km von Kastelli und 76km von Chania. Nach Elafonisi kommt man auf einem 5km langen Feldweg vom Chrisoskalitissa-Kloster aus. Es werden aber auch organisierte Busfahrten von Kastelli, Chania und Falasarna aus angeboten. Ebenfalls zu empfehlen ist eine Bootstour von Paleohora aus. Vor den Sandstränden von Elafonisi liegt das gleichnamige Inselchen.

Das Inselchen und die umliegenden Strände gehören zu den schönsten auf ganz Kreta.

Das flache Wasser ist warm und zieht Schwimmer, Unterwasserjäger und Windsurfer aus der ganzen Welt an. Es gibt aber nur sehr wenige Unterkünfte und sonstigen touristischen Service in dieser Unerschlossenen Gegend.


Sougia
Der Ort Sougia liegt an der Südküste Kretas, 70km südöstlich von Chania an der Straße Chania -Alikianos - Moni - Sougia.

Von Chania aus erreicht man den Ort in 2 Stunden. Die Schiffe von Hora Sfakion nach Paleohora ebenso wie von Paleohora nach Agia Roumeli, Loutro und Sfakia legen in Sougia an.

Diese Gegend ist vom Tourismus noch kaum berührt. Hier herrscht absolute Stille, man hört nur hin und wieder einen Esel, dessen Schrei von den hohen Felswänden mehrfach zurückgeworfen wird. Obwohl Sougia über eine Straße von der Nordküste zu erreichen ist, wirkt dieser Ort von der Außenwelt nahezu abgeschlossen. Hier gibt es nur wenige Hotels, dafür vermietet fast jedes Haus Zimmer. lm Ort selber finden Sie kleine Geschäfte, Tavernen und Cafés und sogar zwei Discos. Hier treffen sich meist junge Leute, die wochenlang am kilometerlangen Kiesstrand liegen oder Bergwanderungen zu kleinen Kirchen oder zu den Ausgrabungsstätten Lissos und Eliros unternehmen. Erwähnenswert ist auch die europäische Landstraße E4, die am schönen Sougia entlang läuft. Es ist also der richtige Platz für Leute, die den Bezug zur Natur suchen aber trotzdem auf Ablenkung nicht verzichten wollen. Die unbestritten schönste Badestelle finden Sie am Ostende des Strandes; sie ist umrandet von malerisch ausgehöhlten Felsen und Überhängen sowie vielen kleineren Höhlen.



Chora Sfakion
Der Distrikt Sfakiá, mit seinem Hauptdorf Chóra Sfakíon, ist ein ganz besonderer Teil Kretas,vom Massentourismus der Nordküste weit entfernt. Die rauhe und dramatische Landschaft dieser Gegend wird durch Olivenbäume, Tamarisken, Pinien und dem sanftem Gebimmel der Schaf- und Ziegenglocken besänftigt. Diese Region ist wegen des freien und ungebundenen Geistes seiner Bewohner bekannt und war das Zentrum des Widerstandes gegen die Venezianer und Türken. Alliierte Truppen wurden nach der Schlacht um Kreta von der Griechischen Nationalarmee von Chora Sfakion aus evakuiert.


Chóra Sfakíon (im allgemeinen Sfakiá genannt) ist ein typisch traditionelles Dorf mit ca. 300 Einwohnern. Dort kann man Schafhirten sehen, die noch traditionelle Kleidung tragen, und Klänge der althergebrachten Couplets hören, die von Dorfbewohnern angestimmt werden. Sfakia bietet folgende Dienstleistungen an: Cafés, Restaurants, Minimärkte, eine Bäckerei, eine Post, einen Taxi- und Taxiboot-Service, und eine Autovermietung. Es gibt keine Bank, man kann aber Geld und Reiseschecks wechseln, und einige Kreditkarten werden akzeptiert.

Sowohl das Meer als auch die Strände um Sfakia sind sehr sauber. Es gibt einen großen Strand in einer der Dorfbuchten und auch andere, die zu Fuß erreichbar sind. Chora Sfakion hat seine eigene Bergquelle, die das Dorf mit Wasser versorgt. Überall sind hübsche kleine weiße Kapellen zu entdecken, und viele der älteren Häuser dieser Gegend sind in traditioneller Bauweise mit großen steinernen Rundbögen errichtet worden. Das Wetter in Sfakia ist fast immer besser als an der Nordküste Kretas, da es durch die Weißen Berge (die "Lefka Ori") vom Nordwind geschützt ist und auch nur 200 Meilen von Afrika entfernt ist.



Loutro
Westlich Chora Sfakions liegt das kleine Dorf Loutro, per Boot, Taxiboot (15 Minuten) oder zuFuß zu erreichen (ca. 2 Stunden). In Loutro gibt es keine Straßen! Wanderer sollten beachten,dass sie entlang dieses Weges kaum Schatten haben und es an einer Stelle steil zum Meer hinunter geht. Diese Stelle ist nicht gefährlich, aber Wanderer mit Höhenangst finden sie ungemütlich. Zwischen Sfakia und Loutro liegt der Süßwasserstrand "Glyka Nera", wo Sie in einer Taverne einkehren können.

Loutro ist voll guter Restaurants und hat zwei größere Hotels und etliche Zimmer und Appartments. Die Abwesenheit von Autos verleiht dem Ort eine ruhige Atmosphäre, und es macht Spaß, die Bewohner dabei zu beobachten, wie sie mit ihren Booten von einem Ende der kleinen Bucht zum anderen fahren.

Loutro ist ein Platz für Leute, die sich einen etwas anderen Urlaub wünschen. Es gibt keine überfüllten Straßen, Gaststätten und Strände, Es ist ein kleines malerisches Fischendorf in Südwest Kreta, noch nicht verdorben durch Massentourismus. Entdecken Sie die schönen Strände wie z.Bsp. Glyka Nera ( Suesswasser ), timios stavros, pervolaki, marmara , und genießen Sie die Sonne, das Meer und die ruhige Stille. Hier finden Sie den Frieden, den Sie suchen und wenn Sie möchten.

Genießen Sie bei Wanderungen die pittoreske, unberuehrte Gebirgslandschaft mit ihren Taelern und Schluchten. Selbstverständlich denken Sie nie an die Wettervorhersage, denn das Wetter ist fast immer warm und sonnig. Die großen, hohen Berge auf der Nordseite des Dorfes geben grossen Schutz während der Jahreszeiten, die Leute sind gastfreundlich und werden immer für Sie da sein.



Samaria- Schlucht
Die Samaria-Schlucht ist die größte, längste Schlucht Europas. Sie ist ein Naturschutzgebiet.

Die Samaria-Schlucht befindet sich 43 km entfernt von der Stadt Chania, zwischen der Omalos-Hochebene und dem Libyschen Meer. Sie ist 18 Kilometer lang. An einigen Stellen ist der Weg nur 3 m breit. An anderen sehen sie die gewaltigen, 600 m hohen Felsmassive. In der Zeit von Mai bis Ende Oktober kann man, diese einzigartige Schlucht durchwandern.





Für diese Wanderung sollte man eine Zeit von ca. 5 Stunden veranschlagen. Bis vor einigen Jahren war sie eine ökologisch unberührte Landschaft, die nur selten besucht wurde.
Die Samaria-Schlucht ist einer der touristischen Höhepunkte Kretas; bis zu 4.000 Menschen täglich durchwandern sie während der sommerlichen Hochsaison.









Trotz des großen Andrangs auf die Schlucht ist hier eine seltene Gämsenart (Egaros) zu finden. Die Kreter nennen diese auch kri-kri. Die Schlucht selber liegt inmitten des Nationalwaldes der Insel. Der Wald mit einer Größe von ca. 48.550 qkm, ist ein weltweit einzigartiges Biotop. Dort findet man einen großen Teil der üppigen kretischen Flora und Fauna. Von Chania kommend, in Richtung Samaria Schlucht, kommt man durch ein wunderschönen kleinen Ort, namens Omalos. Am Fuße des gleichnamigen Berges gelegen.

Eine Wanderung durch die Samaria-Schlucht macht man üblicherweise von oben nach unten, obwohl das ständige Bergabgehen die Kniegelenke ordentlich strapaziert. Der Einstieg in die Schlucht liegt am Ende der Straße auf der Omalós-Hochebene in 1227 m Höhe über dem Meeresspiegel und führt zunächst über eine Holztreppe auf den Boden der Schlucht hinab.




Die ersten 8 km wandert man überwiegend auf einem Weg entlang des Baches. Immer wieder trifft man auf Stellen, an denen man seine Trinkflasche mit Quellwasser auffüllen kann, bis man in dem verlassenen Dorf Samariá ankommt, in dem man auch andere Erfrischungen und eine Stärkung verzehren kann. Die Bewohner mussten 1962 das Dorf verlassen, als das Gebiet zum Nationalpark erklärt wurde; seitdem darf sich niemand mehr nachts in der Schlucht aufhalten.

Im zweiten Teil führt der Weg überwiegend durch das Flussbett, das voller großer und kleinerer Felssteine liegt. Wege und Stege helfen nur noch gelegentlich weiter, mehrfach muss der Bach überquert werden. Spätestens hier ist man dankbar, wenn man den Rat befolgt hat, festes Schuhwerk anzuziehen. Dieser Teil der Wanderung findet zudem - wenn man früh morgens gestartet ist - zur Mittagszeit statt, und die hochstehende Sonne scheint gnadenlos zwischen den Felswänden hindurch bis zum Schluchtboden. In diesem Abschnitt öffnen sich jedoch die faszinierendsten Blicke auf die grandiose Kulisse der Felswände, zwischen denen die Wanderer geradezu zwergenhaft wirken.

Ca. 3 km vom Meer entlässt die Schlucht den Wanderer nach einem beeindruckenden Naturerlebnis in eine weite Ebene, die in der schattenlosen Mittagshitze noch ca. 3 km bis zum Örtchen Agía Ruméli durchschritten werden muss. Dort laden zahlreiche Gasthäuser ein, um die durstigen und erschöpften Wanderer zu laben. Eine Apotheke gibt es am Ort jedoch nicht, an das lindernde Gel für strapazierte Muskeln und Gelenke muss man vor der Wanderung gedacht haben.

Wir empfehlen, die Wanderung im Rahmen einer organisierten Tour zu machen



Agia Roumeli
Am Rande der Samaria Schlucht, an der Südküste der Insel befindet sich der kleine Ort Agia Roumeli. Diesen können sie nicht über die Strasse, sondern nur über einen schmalen Pfad, zu Fuß oder aber über den Seeweg erreichen. Viele Besucher der Samaria-Schlucht machen einen Abstecher in das kleine Dorf.

Agia Roumeli ist mehr als nur ein Abstecher wert. Der Ort hat einen phantastischen Strand, einige moderne Übernachtungsmöglichkeiten und gemütliche Tavernen. Naturliebhaber finden hier romantische Spatzierwege in landschaftlich reizvoller Umgebung. Wenn die Schiffe, mit den Tagestouristen wieder weg sind, wird es ruhig in dem kleinen Ort, der keine Clubs, Bars oder ein Kino hat. Für die abendliche Unterhaltung bleiben nur einige kleine, romantische Cafes. Wenn sie die Welt um sich vergessen wollen, die absolute Ruhe lieben und gerne am Strand entspannen, dann ist der kleine Ort ihr Urlaubsparadies.

Paleochora ist ein Städtchen im Südwesten Kretas. Die Entfernung nach Chania beträgt
ca. 72 km.

Paleochora gehört zum Bezirk Pelekanos und existiert verschiedenen Angaben nach seit ca. 1400 n. Chr. Oberhalb des Ortes finden sich auf einem kleinen Hügel die Überreste eines venezianischen Kastells. Die begonnene, aber nicht beendete Ausgrabung des Kastells zeigt verschiedene Grundmauern und Reste einer Zisterne und eines Brunnens.






Paleochora ist touristisch geprägt. Geschäfte und Gastronomie decken sowohl den Bedarf der einheimischen Bewohner als auch den der Besucher. Die Infrastruktur ist stark auf den Tourismus ausgelegt; die meisten Bewohner verdienen ihren Lebensunterhalt durch die Vermietung von Zimmern oder mit Beschäftigung in der Gastronomie. Ackerbau und Viehzucht wird nur in geringem Umfang in Paleochora betrieben.

Im sogenannten Gavdos-Viertel finden sich Häuser, die von ausgewanderten Gavdioten errichtet wurden, die die Insel Gavdos verlassen haben. Diese Häuser wurden im typische Gavdos-Stil erbaut, d. h. sie haben eine Grundfläche von ca. 4 m x 7 m, relativ kleine Fenster und Türen und bestehen aus Bruchsteinen.


Ortschaften

Kastri
Kastri ist der Hauptort der Insel, trotzdem wohnen dort weniger als 20 Menschen. Es gibt eine Poststation, eine medizinische Station, eine Volksschule und das Verwaltungsbüro der Gemeinde Gavdos. Kastri liegt auf ungefähr 300 m Höhe und ist damit die höchstgelegene Siedlung der Insel. Eine asphaltierte Straße verbindet das Dorf mit dem Hafen Karave und mit Sarakiniko.


Sarakiniko
Eigentlich kein ursprüngliches Dorf, sondern ein in jüngerer Zeit locker bebauter Strand, ist Sarakiniko trotzdem bekannteste Örtlichkeit der Insel: hier befinden sich die meisten Tavernen und Bars, es gibt einen Lebensmittelladen und Telefon, sogar einen Auto- und Rollerverleih. Der Name des Strandes leitet sich vermutlich ab von und verweist auf eine ehemalige Besiedlung durch Sarazenen. Die flach abfallende Bucht wird umsäumt von einem breiten Dünenstreifen, der vor allem mit Wachholder-Bäumen und Thymianbüschen in einer speziell dem Sandgrund angepassten Wuchsform bewachsen ist.


Ambelos

Vatsiana
Der Ort Vatsiana hat im Jahr 2006 ganze 8 Einwohner, 1950 waren es noch 100. Der Priester der Insel betreibt hier neben einem kleinen Kafenio ein volkskundliches Museum, in dem er mit Gebrauchsgegenstände und Schriftstücken die Vergangenheit des Inselalltags demonstriert. In Vatsiana beginnt der ca. 4 km lange Schotterweg, der zum Kap Tripiti führt, dem südlichsten Punkt Europas.


Gavdopoula
Gavdopoula ist eine kleine, heute unbewohnte Insel südlich von Kreta.

Nach der größeren bewohnten Nachbarinsel Gavdos ist Gavdopoula die zweitsüdlichste zu Europa gehörende Insel. Sie liegt etwa 30 Kilometer südlich des kretischen Hafenortes Chora Sfakion im Libyschen Meer und etwa 7,5 Kilometer nordwestlich von Gavdos. Gavdopoula ist 3,5 Kilometer lang, bis zu einem Kilometer breit und hat eine Fläche von gut 2,6 km². Die eher flache Insel erreicht eine Höhe von 113 Metern. Ihre Koordinaten betragen 34° 56' 1 N und 24° 0' 0,1 O.

Gavdopoula ist weder geschichtlich noch touristisch von Bedeutung. Aufgrund der Lage der Insel zwischen Afrika und Europa beherbergt die eher vegetationsarme Insel aber einige seltene Pflanzen- und Tierarten, die teilweise nur hier und auf Gavdos vorkommen. Auch die umgebenden Gewässer bieten einigen vom Aussterben bedrohten Tierarten wie z.B. der Mönchsrobbe (Monachus monachus) einen Lebensraum.

Im Jahr 1998 rückte die kleine Insel trotzdem ins Blickfeld der Öffentlichkeit, als ein Plan publik wurde, die Insel zu einem gigantischen Containerumschlagplatz (dem nach der Planung mit Abstand größten in Europa) auszubauen. Hierzu sollte die gesamte Insel bis zu einer Höhe von etwa 5 Metern abgetragen und eingeebnet werden. Die abgetragenen Stein- und Erdmassen sollten zum Bau von Schutzdämmen vor dem Hafen verwendet werden. Diese Baumaßnahmen hätten nicht nur die Insel sondern auch die umliegenden Flachwasserbereiche völlig zerstört. Auch die Insel Gavdos sollte mit Arbeitersiedlungen bebaut werden und hätte ihr heutiges Erscheinungsbild verloren. Die Ausführung des Planes wurde u.a. durch die Proteste zahlreicher Naturschützer verhindert. Inzwischen existieren Pläne, den Containerhafen statt dessen an der Küste der Messara-Ebene bei Timbaki zu bauen.

 

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