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Großzügig
breitet sich im Norden eine große
fruchtbare Ebene aus. Die im Überfluß
vorhandenen Quellen verein:i sich
zu lebenspendenden Flüssen, deren
größte der Platar. (im
Altertum Iardano) und der Koiliari
sind, die diese Elk fruchtbar
machen. Die Ebenen von Kisamos, Chania,
Are. und Georgioupolis enden an bevölkerungsreichen
und tos. tisch am meisten genutzten
Stränden des Kretischen Meer
Charakteristisch. für das stark
verzweigte Basisrelief der Nordküste
sind die vier großen Halbinseln
mit den Name. Kap Grambusa, Kap des
Friedens (Spada), Akrotiri und Drepano,
innerhalb derselben sich auch die
vier großen schiffbaren Buchten
ausbreiten - die Bucht von Kisamos.
Chania, Souda und Georgioupolis, wobei
sich in der vor, zten der größte
und sicherste Hafen Griechenlands
befind; Im Gegensatz zum nördlichen
Teil beengt die Bergkette der Weißen
Berge die südlichen und westlichen
felsigen Küsten bis auf einen
schmalen Streifen bebaubaren Bodens
mit Ausnahme der kleinen Ebenen von
Palaiochora im Westen und Frangokastello
im Osten.
Das hat zur Folge, dass die Küsten
im Süden und Westen undichter
besiedelt und touristisch weniger
genutzt sind und somit auch ihre wilde,
unberührte Schöheit erhalten
blieb. Ficht zu vergessen sind die
fünf kleinen Häfen des Südens,
Palaiochora, Sougia, Agia Roumeli,
Loutro und Chora Sfakion und die drei
der westlichen Küste, Livadia,
Sfinari und Stomio, die aber zum Anlegen
großer Passagierschiffe nicht
geeignet sind.
Die
Inselchen der Präfektur sind
klein und unbewohnt:
die Souda-Insel, die Insel Hlg. Theodor
oder Theodorou in der Bucht von Chania,
die Zahme und die Wilde Grambusa am
Ende der gleichnamigen Halbinsel.
Eine Ausnahme bildet die Insel Gavdos,
der südlichste bewohnte Punkt
Europas und die einzig bewohnte Insel
Kretas. Sie liegt Sfakia gegenüber
in einer Entfernung von 23 Seemeilen
von Chora Sfakion und 32 Seemeilen
von Palaiochora aus. Einzig, nicht
nur für unsere Präfektur,
sondern für ganz Kreta ist der
See von Kournas in Apokorona. Einen
zweiten, allerdings künstlich
angelegten See gibt es in Agia / Kydonias.
Für die Liebhaber der antiken
griechischen und kretischen Kultur
aber auch für den Laien, der
danach dürstet, etwas über
die Vergangenheit der Präfektur
Chania zu erfahren, dem wird Gelegenheit
geboten, eine Reise zurück in
die Vergangenheit zu machen. Abgesehen
von den unter der heutigen Stadt Chania
liegenden minoischen Altertümern
und den zerstreuten Funden aus der
Zeit des antiken Kydonia findet man
in jeder Ecke der Präfektur Städte
aus der griechischen klassischen Antike
und der römischen Welt. Östlich
von Chania in der Nähe des Dorfes
Megala Choraßa befindet sich
das antike Aptera eine Stadt, die
auf einem Platz gegründet wurde,
der die Bucht von Souda und die Ebene
von Armeni beherrscht mit der eindrucksvollen
Szenerie auf das Massiv der Weißen
Berge im Süden.
Die Stadt war in voller Blüte
in der hellenistischen Periode (330
- 68 v.Chr.) und fiel dann in die
Hände der römischen Eroberer,
unter deren Herrschaft sie eine zweite
Blüte erlebte. Heute sieht der
Besucher Teile der hellenistischen
Mauer, die den Hügel befestigte
und viele Überreste aus der Römerzeit.
Die wichtigsten davon sind die gewölbten
Zisternen und die Thermen. Die Antike
wurde von der byzantinischen Periode
abgelöst, aber Aptera ging schon
früh in den Besitz des Klosters
von Patmos über, kam dann unter
die Türkenherrschaft, die besonders
spürbar wird durch die imposante
Anwesenheit der Festung Koule am nördlichen
Rand des Hügels, der die Landschaft
beherrscht über der Burg Itzedin,
dem Wächter der Bucht von Souda
von der Seite des Festlandes her.
Ein Bauwerk, das harmonisch der venezianischen
Festung auf der Souda - Insel gegenübersteht
und die der Verteidigung der Bucht
dienten. Westlich von Chania und südlich
von Kisamos liegt das antike Polyrhinnia
, eine andere große alte kretische
Stadt, die auf einem eindruckvollen
Hügel angelegt wurde und von
dort aus über die Ebene und die
Bucht von Kisamos herrschte. Bis heute
sind bauliche Überreste aus hellenistischer
und römischer Zeit erhalten geblieben,
doch das Eindrucksvollste ist die
Befestigung ihrer Akropolis, ein Bauwerk
aus byzantinischer Zeit.
Am
äußersten westlichen Rand,
neben einem der schönsten Strände
der Präfektur liegen die beeindruckenden
Ruinen des antiken Falasarna. Sicher
hinter seinen starken hellenistischen
Mauern hatte es auch einen ummauerten
Hafen, was die Stadt zu einer der
mächtigsten Seemacht - und Piratenstädte
Kretas machte. Sie wurde von Metello
im Jahre 68 v.Chr. total zerstört
und nie wieder aufgebaut. Der Besucher
wird von den vier starken Türmen
des Hafens beeindruckt sein. Sie stehen
heute 6,5 m über dem Meeresspiegel
und 100 m von der Küste landeinwärts,
weil sich in der Spätantike die
Westküste Kretas durch Bewegungen
der Erdkruste hob. Wie eine verlorene
Stadt erscheint dem Touristen das
antike Lissos, das man entweder per
Boot von Palaiochora oder Sougia aus,
oder nach einem ungefähr einstündigen
Fußmarsch von Sougia aus erreicht,
indem man durch eine schöne Schlucht
wandert, dann auf ein Hochplateau
kommt und wieder zum Meer absteigt.
Lissos spielte eine wichtige Rolle
als religiöses Zentrum und initiierte
die benachbarten Ansiedlungen Irtakina,
Elyro und Tarra zum Bund der Bergstädte.
Heute kann man noch die Ruinen des
Asklepion mit seinen wunderbaren Mosaikböden
sehen, das Lissos bekannt machte.
Sehenswert sind auch die oberirdisch
gemauerten römischen Gräber.
Archäologische Überreste
wird der Reisende vielerorts innerhalb
der Präfektur antreffen, wie
das alte Minoa in Marathi auf Akrotiri,
das alte Pergamo bei Vrisses Kydonia,
den Tempel der Diktyna in Menies,
die hellenistischen Überreste
in Rokka, die römischen Villen
mit ihren Mosaikböden in Kisamos,
den im Binnenland liegenden Poseidontempel
in Tsikiana, das antike Elyro in Rodovani
und das alte Tarra am Ausgang der
Samaria - Schlucht.
Das byzantinische Kaiserreich und
die Orthodoxie waren die zwei Achsen,
die die Entwicklung Kretas unauslöschlich
geprägt haben. Allein in der
Präfektur Chania sind mehr als
300 byzantinische Kirchen bis heute
erhalten.
Die frühchristlichen Basiliken
von Sougia und die Basilika von Almirida
mit den exzellenten Mustern der Mosaikböden,
die Rotonda oder Kirche des Erzengels
Michaels (6. Jahrh.) in Episkopi/Kisamos
mit ihrer eindrucksvollen und einzigartigen
Architektur und der mehr als fünfschichtigen
Freskenmalerei, die Kirche vom Hlg.
Nikolaus (11. Jahrh.) in Kyriakosellia/Apokorona,
die Kirche Monastira oder Panagia
Zerbiotissa (12. Jahrh.) in Stylos
und die Kirche des Hlg. Georg (1243)
in Alikianos, versehen mit Fresken
von Pavlos Probata (1430). Das sind
einige der wichtigsten Kirchendenkmäler
der Präfektur.
Die Kirche des Hlg. Georg (1314) in
Komitades/Sfakia, die Kirche der Muttergottes
in Kakodiki/Selino, die Kirche des
Erzengels Michael (14.Jh.) in Aradena/Sfakia
und in Sarakina/Selino, wie noch Dutzende
andere Kirchen und Kapellen werden
das Interesse des Besuchers wecken
und ihn innerlich bewegen.
Klöster
existieren auf Kreta seit der 1. byzantinischen
Periode, also vor 824, aber vom 16.
Jahrhundert an sprießen unter
der Bedrohung der türkischen
Gefahr neue Klöster aus dem Boden,
während die alten mit Unterstützung
der venezianischen Eroberer restauriert
werden. Die wichtigsten befinden sich
auf Akrotiri: das Kloster der Hlg.
Dreifaltigkeit , oder Kloster Tzangarolon
(17. Jh.), das viele westliche Elemente
aufweist. Nicht weit davon entfernt
liegt das festungsartig angelegte
Kloster Gouverneto (Gdernetou), geweiht
der Herrin der Engel (16. Jh.) und
ein wenig weiter in einer Schlucht
das Katholikon, Kloster des Hlg. Johannes
des Eremiten (17. Jh.). Es ist ein
ausgezeichnetes Beispiel einer Architektur,
die der Wildheit und Unwegsamkeit
der Landschaft angepasst ist. Erwähnenswert
ist auch das Frauenkloster des Hlg.
Johannes des Täufers in Korakes,
das ebenfalls burgenartig angelegte
Kloster der Madonna der Wegweisenden
in Kolymbari (17. Jh.), das Kloster
des Hlg. Johannes des Theologen in
Stylos/Apokorona, das wie eine Festung
auf einem Felsen thronende Kloster
der Gottesmutter Chrysoskalitissa
an der westlichen Küste der Insel,
das Frauenkloster Chrysopigi in Mournies,
das Kloster der Hlg. Kyriaki in Varipetro
und das Koster des Hlg. Georg in Karici
(12. Jh.) nebst anderen.
Die unzählbaren Eroberer hinterließen
in der Präfektur ihre Spuren
und drückten ihren Stempel überall
auf mit Baudenkmälern, die das
Drama des kretischen Volkes, aber
auch ihre Tapferkeit wachrufen. Die
Festung von Selino in Paleochora (13.
Jh.), die Burg Frangokastello (14.
Jh.), die Ruinen der Burg des Da Molin
in Alikianos, die venezianischen Gebäude
Kokolaki in Dere und die Villa Rotonda
in Kalathenes/Kisamos sind einige
der frühen Überreste aus
der Venezianerzeit. Gegen Ende dieser
Epoche und angesichts der türkischen
Gefahr schufen fähigste venezianische
Architekten einige von den besten
Beispielen auf dem Gebiet der Verteidigungs-architektur:
die Festung von Chania, ein Werk von
Sanmicheli (1537), die Festung auf
der Souda-Insel, und die Festung Grambusa,
Bauwerke von Orsini (1570 und 1579),
die Gegen-stücke sind. Eine Reihe
anderer Festungen und Burgen wie Itzedin
(1872) in Kalami und die Burg Aptera
(1867), die Burg von Askifou, und
das Schloß Alidaki in Embrosnero/Apokorona
sind typische Vertreter aus der Türkenherrschaft.
Die letzten Eroberer der Insel hinterließen
keine prächtigen Bauten, dafür
aber ein Denkmal, das hinweist auf
das Grauen, die Zwecklosigkeit menschlicher
Gier und den Krieg: der Deutsche Friedhof
des 2. Weltkrieges in Maleme, auf
dem 4400 deutsche Soldaten ihre letzte
Ruhe fanden.
Naturlandschaften
Wenn die Präfektur Chania einen
charakteristischen Namen hätte
bekommen sollen, dann hätte man
sie vielleicht Bezirk der Schluchten
genannt, da Dutzende von Schluchten
die Berge der Präfektur durchqueren.
Zweifellos ist die berühmteste
und die den ersten Rang einnehmende
die Samaria -Schlucht oder Farangas
mit einer Länge von 16 km und
einer Breite von 3,5 m bis 150 m und
die Steilhänge erreichen an vielen
Stellen eine Höhe von 500 m.
Um sie zu durchwandern braucht man
5 - 6 Stunden. Geöffnet ist sie
von Mai bis Oktober. Sie wurde zum
nationalen Naturdenkmal erklärt
und man trifft dort seltene Exemplare
der kretischen Pflanzenwelt an, von
Zypressen und Pinien bis zum Dyktamon
und wilden Blumen und sie bietet auch
den natürlichen Lebensraum für
die kretische Wildziege. Eindrucksvoll
sind auch die faltigen, durch Bodenverschiebungen
entstandenen und geschichteten Kalkwände,
die an den Hängen der Schlucht
auffallen.
Die Schlucht von Agia Irini in Selino
hat eine Länge von 7,5 km und
weist an der engsten Stelle 10 m auf,
während die senkrecht abfallenden
Felswände eine Höhe bis
zu 500 m erreichen. Ihr Hauptcharakteristikum
ist der Pflanzenreichtum. Die Imbros-Schlucht
in Sfakia, eng und tief, ist eine
der imposantesten Schluchten Kretas.
Sie ist 7 km lang und an einigen Stellen
nur 2 m breit und die Höhe der
senkrechten Felswände beträgt
zum Teil 300 m.
An einigen Stellen mit Höhen
der Seitenhänge von 30 - 40 m
neigen sich diese so, dass sie nur
eine Öffnung von 2 - 3 m lassen,
wodurch der Eindruck entsteht, man
befinde sich in einem Tunnel. Die
Topolia-Schlucht ist prächtig
und wild und unterscheidet sich von
den anderen durch ihr Echo. Sie ist
1 500 m lang mit steilen Felswänden
bis zu 300 m Höhe, die viele
höhlenartige Vertiefungen aufweisen,
während die Breite zwischen 5-50
m schwankt.
Es
gibt noch viele andere nicht so bekannte
Schluchten, gleichermaßen schön
und wild wie die Schluchten Tripiti,
Klados und Eligia , die sich in der
Nähe der Sameria-Schlucht befinden
und die Schluchten von Sfakia: die
Aradena- Schlucht, die Schluchten
von Katre, Asfendou, Ag.Nektarios
und Kallikrati. In der Nähe von
Chania ist die Therisso- Schlucht
und sie ist die einzige, die mit dem
Auto befahrbar ist. Weitere Schluchten
finden wir in Kisamos und zwar die
Schluchten von Rokka und Polyrhinnia,
in Karanou die Boriano- Schlucht und
die Diktamon-Schlucht in Keramia,
die die einzige ist mit Ausrichtung
von West nach Ost.
Und wenn vielleicht die Schluchten
nicht zahlreich genug erscheinen,
um der Präfektur das Charakteristikum
zu verleihen, dann müsste sie
den Namen Präfektur der Höhlen
bekommen, da sie mehr als 1500 Land-
und Meerhöhlen aufweist. Einige
der wichtigeren sind: die teilweise
erforschte Elefantenhöhle in
der Nähe von Plaka/Apokorona
mit unterirdischem Zugang vom Wasser
her. Außer ihren eindrucksvollen
weißen und roten Stalaktiten
ist die Höhle weltweit bekannt
geworden wegen der vier bis jetzt
gefundenen Versteinerungen des einzigen
Elefanten (Elephas Chaniensis) und
vieler Zwerghirsche, die hier vor
vielen Tausenden von Jahren lebten.
Die Höhle Sfakia in der Nähe
des Dorfes Asfendou ist historisch
gesehen von großem Interesse,
da sie an ihren Wänden eingeritzte
Felszeichnungen antiker Zeiten birgt.
Auf Omalos finden wir die Abgrundhöhle
Tsani, die eine Länge von 2 500
m aufweist. In den Weißen Bergen
gibt es eine Gruppe solcher Höhlen,
deren bedeutendste die Gourgouthakas
ist und mit ihrer Tiefe von 1208 m
die größte des Balkans
ist mit Quellen, Wasserfällen
und Flüssen in ihrem Innern.
Die Bärenhöhle, die sich
in unmittelbarer Nähe des Klosters
Gouverneto auf Akrotiri befindet,
birgt einen Stalagmiten, der einem
Bär ähnelt, ein Wasserbecken
mit "Weihwasser", dem sich
ergebenden Tropfwasser und die kleine
der Madonna geweihten Kirche. Dort
in der Nähe in Katholiko, das
zum Kloster Gourverneto gehört,
ist noch die Höhle des Hlg. Johannes
des Eremiten. Außerhalb von
Topolia ist die Höhle der Hlg.
Sofia mit gleichnamigem Kirchlein,
eine prächtige Höhle mit
einer Kuppelhöhe von 20 m und
einem Durchmesser von 70 m, deren
Fläche zum größten
Teil mit Stalagmiten bedeckt ist.
In Spilia/Kisamos gibt es eine weitere
Höhle des Hlg. Johannes des Eremiten
mit gleichnamiger Kirche. Diese Höhle
hat großes Ausmaß und
kann sich des wundertätigen Stalaktiten
und Stalagmiten rühmen. So wäre
auch noch am Abhang der Samaria-Schlucht
am Gingolo die Dämonenhöhle
zu erwähnen und andere kleinere
wie die Skourachladas in Keramia,
die Höhlen von Samonas, Kournas
und Melidoni u.a. Die karstigen Formen
aber stellen nur die eine Seite der
Medaille dar. Die Präfektur Chania
richtet sich zum Meer hin aus und
hat mit seiner 350 km langen Küste
unzählbare Strände anzubieten:
entlegene und unberührte Küsten
oder organisierte, kosmopolitische
Strände.
Der
Strand von Nea Chora (der einzige
organisierte Strand innerhalb der
Stadt Chania), Chrysi Akti (Golden
Beach), Agios Apostoli, und Agia Marina
sind einige davon. Dazu kommen die
Strände von Platania, Gerani,
Maleme, Kolymbari, Kisamos, Palaiochora,
Frangokastello, Kalives, Almyridas,
Georgioupolis und Kavro; sie alle
sind wohl organisiert und in der Lage
ihren Besuchern mit einer ansehnlichen
Reihe von Dienstleistungen, den Strandaufenthalt
angenehm und bequem zu machen. Weniger
Leute und unberührtere Küsten
mit sauberen Sandständen und
blaugrünem Wasser kann der Naturliebhaber
antreffen, wenn er sich ein wenig
von den touristischen Zentren entfernt:
einer davon ist Falasarna, ein Strand
von 3 km Länge mit feinem Sand,
der im Jahre 2002 die Auszeichnung
als bester Strand Europas bekam. Hier
bietet sich dem Besucher auch die
Gelegenheit, einen kleinen Spaziergang
zum antiken Hafen zu machen.
Elafonisi ist eine kleine niedrige
Insel (20 m über dem Meeresspiegel),
die von der Küste aus in seichtem
Gewässer (0.60 - 0.90 m) in einer
Entfernung von ca. 800 m in einer
Art "Durchschreitung" (gr.
Perasma) zu erreichen ist.
Hier ist auch das Gemeinschaftsgrab
der Mannschaft des österreichischen
Schiffes "Imperatrice",
das 1907 Schiffbruch erlitt. Im benachbarten
Zedernwald kann man den Sandstrand
in Verbindung mit dem intensiven Grün
der Zedern genießen. In Sougia
dagegen erwartet einen ein herrlicher
Kiesstrand, an der Küste anzutreffende
Höhlen und kristallklares Wasser.
Balo überrascht mit seinem exotischen
Binnensee, dem feinen weißen
Sand, dem seichten türkisgrünen
Wasser und mit Tigani, der kleinen
Landzunge, bzw. Inselchen. Das Baden
kann hier mit einem Besuch der venezianischen
Festung, die auf der Zahmen Grambusa-Insel
liegt, kombiniert werden. Der kleine
Kiesstrand von Menies befindet sich
neben dem archäologischen Ort
Diktynaion. Diese weitläufige,
einsame Gegend lädt zum Wandern
ein.
Die Madara, oder besser gesagt die
spitzen und nackten Berggipfel der
Weißen Berge in einer Höhe
von über 2000 m werden als eigenartige,
aber einzigartige Schönheit der
Präfektur angesehen und sie sind
eine absolute Herausforderung für
den Bergwanderer und Bergsteiger.
Die Mondlandschaften mit wenigen niedrigen
Sträuchern, aber reich an wilden
Blumen und herrliche Aussicht berauben
einem den Atem.
Gleichfalls einzigartig auf der Insel
ist der Kourna-See, an dem
auch das gleichnamige Dorf liegt nahe
der Grenze zur Präfektur Rethymnon.
Er liegt 20 m über dem Meeresspiegel,
hat einen Umfang von 3,5 km und an
der tiefsten Stelle werden 23 m verzeichnet.
Korbweiden und Myrten säumen
das Seeufer und die steilen Berge,
die ihn umgeben, spiegeln sich im
ruhigen Gewässer, ein zauberhaftes
Bild schaffend, das den See noch tiefer
erscheinen lässt. Diesem Phänomen
ist auch die Sage zu verdanken, die
den See den "bodenlosen"
nennt.
Stadt Chania
Die
Hafenstadt Chania liegt an
der Nordwestküste der Insel Kreta
und ist mit ca. 54.000 Einwohnern
deren zweitgrößte Stadt.
Chania ist Verwaltungssitz der gleichnamigen
Provinz, die den gesamten Westteil
Kretas umfasst. Der internationale
Flughafen von Chania befindet sich
in etwa 12 km Entfernung von der Stadt
auf einer Ebene der Akrotiri-Halbinsel.
Antike
In der Antike befand sich an dieser
Stelle die Stadt Kydonia, deren Ursprünge
bis ca. 3400 v. Chr. zurückreichen
- damit ist dies eines der ältesten
Siedlungsgebiete Europas. Für
die Zeit um 1500 v. Chr. sind Handelsbeziehungen
der minoischen Stadt mit Ägypten
bezeugt. Kydonia wird auch bei Homer
erwähnt. Auch in der griechischen
und römischen Zeit prosperierte
die Stadt.
13. Jahrhundert
Der Niedergang von Kydonia vollzog
sich im 13. Jahrhundert, als vor allem
in dieser Region Venedig, Genua und
die einheimische Bevölkerung
um die Vorherrschaft auf Kreta kämpften.
Nach dem Sieg der Venezianer nannten
sie die Stadt La Canea 1252. Die Hafenstadt
wurde zur wichtigsten ökonomischen
und politischen Verbindung zwischen
Kreta und Venedig (daher der damalige
Beiname "Venedig Kretas".
17. bis 20. Jahrhundert
Im August 1645 wurde Chania von den
Türken erobert, die die Stadt
zum Sitz eines Paschas machten. Die
türkische Herrschaft dauerte
bis 1898. Danach war Chania Hauptstadt
des autonomen Kreta und blieb auch
nach der Vereinigung mit Griechenland
bis 1971 Sitz der Administration.
Im Zweiten Weltkrieg war Chania schwer
umkämpft. Deutsche Bomber zerstörten
die Altstadt stark. Ein Marinemuseum
mit Ausstellungstücken aus der
Zeit des Zweiten Weltkriegs befindet
sich im Hafen.
Sehenswürdigkeiten
Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten
Chanias stammen aus der venezianischen
Zeit:
Die Altstadt von Chania
Der Hafen von Chania auf Kreta bei
Nacht
Die Festung Kastelli
Die Zitadelle (antike Stadt Kydonia)
Die Stadtmarkthalle der Stadt
Die Stadtmarkthalle der Stadt
Der Stadtteil Splazzia
Kirche Agios Andreas
Die Skrindlofstrasse
Das Marinemuseum
Agios-Nicolaos - Kirchturm und Minarett
Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten
Chanias stammen aus der venezianischen
Zeit:

Archäologisches Museum, in der
San Fransisco Kirche aus der venezianischen
Zeit
Historisches Museum
Isodion Kathedrale (Chalidon Strasse)
Kirche Agii Anargyri, die Kapelle
des Geldlosen Heiligen, hinter dem
Odeon
Kirche Agia Magdalena (Chalepa)
Kloster Agia Triada in Akrotiri, 15
km außerhalb von Chania
Kloster Gouverneto, 15 km außerhalb
von Chania
Kloster Odigitria, Kolimbari, 23 km
außerhalb von Chania
Chrissopigi, 3 km vom Hafen Souda
entfernt
Loggia, Gebäude aus der Venezianischen
Zeit, ehemals Treffpunkt für
Männer
Hiones 16.Jahrh.
Georgioupolis
Georgioupolis
ist ein Ort an der westlichen Nordküste
von Kreta, ca. 22 km von Rethymnon,
35 km von Chania und 100 km von Heraklion
entfernt.
Georgioupolis wurde 1893 gegründet
(damals noch als Almirópolis)
und 1899 zu Ehren des damaligen Hochkommissars
von Kreta Georg_von_Griechenland in
Georgioupolis umbenannt. Um die ursprüngliche
Moorlandschaft zu entwässern,
wurden Anfang des 20. Jahrhunderts
zahlreiche Eukalyptusbäume gepflanzt.
Eine eindrucksvolle Allee von Eukalyptusbäumen
empfängt daher heute den Besucher
und prägt das Ortsbild.
Der Ort liegt in der Rundung einer
Bucht vor einer westlich vorspringenden
Halbinsel am längsten Sandstrand
der Insel Kreta, in einer mit Eukalyptusbäumen,
gesäumten Flussniederung. Der
Strand von Georgioúpoli besteht
größtenteils aus feinem
Sand, erstreckt sich über 10
km und gehört zu den saubersten
Stränden der Insel. Ca. 2 km
entfernt findet sich der einzige natürliche
Süßwassersee auf Kreta,
der Kournas See.
Man
erreicht von Georgioúpoli aus
schnell die zwei größeren
Städte Chania und Rethymnon.
Aber auch Vámos und Kalifes
sind von dem kleinen Ort nicht weit
entfernt.
Der
Ort besitzt einen kleinen Fischerhafen,
der von dem ca. 1km kurzen Fluß
Almirós gespeist wird. In dem
klaren Wasser sind u.a.Wasserschildkröten
heimisch. Georgioúpoli ist
stark durch den Pauschaltourismus
geprägt. Sowohl im Ortsgebiet
als auch östlich davon entstanden
zahlreiche Hotelanlagen sowie eine
vom Tourismus abhängige Infrastruktur
mit Läden, Gastronomiebetrieben
und Autoverleihfirmen. Beliebt ist
die Region als Ferienort für
Familien.
Georgioupolis ist ein optimaler Standort,
um das Inselinnere kennenzulernen.
Ausflüge zum Kournas See, nach
Knossos oder an die Traumstrände
von Gramvousa und Elafonissos mit
dem Auto sind sehr lohnenswert.
Kournas See
Der
Kournas See ist der einzige Süßwassersee
auf der griechischen Insel Kreta.
Er liegt im Westteil an der Nordküste
in der Nähe von Georgioupolis.
Der Abfluss des Sees mündet bei
Georgioupolis in das Mittelmeer.
Hier leben Wasserschildkröten,
Schlangen und verschiedene Libellenarten.
Auf dem See kann man mit umweltfreundlichen
Tretbooten Ausflüge unternehmen.
Das Wasser des Sees ist wegen des
kalkhaltigen Gesteins der kretischen
Berge alkalisch und fühlt sich
laugig bis seifig an.
Der Kournas See ist ein Naturidyll,
wird er jetzt intensiv touristisch
genutzt. Man kann Tretbooute mieten
und gelegentlich auch auf dem See
surfen. Am Ufer und im Dorf Kournas
gibt es Tavernen.
Kastelli Kissamos
Kastelli
Kissamos im Nordwesten Kretas, etwa
40 Kilomter von Chania entfernt, ist
eine typische kretische Kleinstadt,
die vom Tourismus weitestgehend unberührt
geblieben ist. Haupteinnahmequelle
sind die Landwirtschaft und die vielen
kleinen Geschäfte, in denen sich
die Bewohner des Hinterlandes versorgen.
Dementsprechend findet man in Kissamos
eine gut ausgeprägte Infrastruktur,
die sich an den Einheimischen orientiert,
den Besuchern jedoch jede Möglichkeit
einräumt sich gut zu verpflegen.
Das Herz der Kleinstadt ist die Patia
mit Brunnen, um die sich Tavernen
und Cafés gruppieren, in denen
die Kreter Karten und Backgammon spielen.
Weitere Lokale findet man an der autofreien
Uferpromenade, die sich entlang des
Kiesstrandes zieht. Eine andere Bademöglichkeit
bietet der Strand von Trahilos zwei
Kilometer weiter westlich. Den hellgelben
Sand und das türkisfarbene Wasser
hat man hier fast noch für sich,
weshalb man auch in der Versorgung
auf den selbstmitgebrachten Proviant
angewiesen ist.
Kissamos
war einst der Hafen des antiken Polirinia
und erlangte in römischer Zeit
eine besonders mächtige und unabhängige
Position. Bei archäologischen
Ausgrabungen entdeckte man im Ort
Überreste von Mosaikböden,
Bädern und Villen aus dem 2.
Jahrhundert, die besichtigt werden
können. Heute verfügt die
Stadt über einen Fischer- und
einen Fähr- und Handelshafen.
Von hier aus startet zweimal wöchentlich
die Fähre auf die Peloponnes,
die kürzeste Verbindung von Kreta
zum Festland. Für Touren innerhalb
des Westens von Kreta bietet sich
das hervorragend ausgebaute Linienbusnetz,
das Verbindungen zum Lagunenstrand
Elafonissi, zu den Ausgrabungen von
Falassarna sowie zu allen wichtigen
Städten und Orten anbietet.
Falasarna
Der kleine Ort Falasarna liegt am
Ende der Halbinsel Gramvoussa, 70
km von Chania entfernt und begeistert
durch seine landschaftliche Schönheit.
Er wird von einer weit geschwungenen
Bucht mit bizarr abgeschrägten
Klippenrändern umgeben. Davor
erstreckt sich ein Strand mit herrlich
weißem, weichen Sand. In der
Nähe liegen die Überreste
der antiken Hafenstadt Falasarna.
Der Ort eignet sich außerdem
besonders gut als Ausgangspunkt für
ausgiebige Wanderungen in kretisch
traditionelle Bergdörfer. Im
Ort gibt es mehrere Tavernen und kleine
Läden. Zum Einkaufen muss man
in das 5 km entfernte Platanos fahren.
Dieser Ort ist besonders geeignet
für Urlauber, die Ruhe und Abgeschiedenheit,
das klare Wasser und die schönen
Sandstrände genießen wollen.
Elafonissi
Die Elafonisi-Insel befindet sich
an der Südostspitze von Kreta,
43km von Kastelli und 76km von Chania.
Nach Elafonisi kommt man auf einem
5km langen Feldweg vom Chrisoskalitissa-Kloster
aus. Es werden aber auch organisierte
Busfahrten von Kastelli, Chania und
Falasarna aus angeboten. Ebenfalls
zu empfehlen ist eine Bootstour von
Paleohora aus. Vor den Sandstränden
von Elafonisi liegt das gleichnamige
Inselchen.
Das Inselchen und die umliegenden
Strände gehören zu den schönsten
auf ganz Kreta.
Das flache Wasser ist warm und zieht
Schwimmer, Unterwasserjäger und
Windsurfer aus der ganzen Welt an.
Es gibt aber nur sehr wenige Unterkünfte
und sonstigen touristischen Service
in dieser Unerschlossenen Gegend.
Sougia
Der
Ort Sougia liegt an der Südküste
Kretas, 70km südöstlich
von Chania an der Straße Chania
-Alikianos - Moni - Sougia.
Von Chania aus erreicht man den Ort
in 2 Stunden. Die Schiffe von Hora
Sfakion nach Paleohora ebenso wie
von Paleohora nach Agia Roumeli, Loutro
und Sfakia legen in Sougia an.
Diese Gegend ist vom Tourismus noch
kaum berührt. Hier herrscht absolute
Stille, man hört nur hin und
wieder einen Esel, dessen Schrei von
den hohen Felswänden mehrfach
zurückgeworfen wird. Obwohl Sougia
über eine Straße von der
Nordküste zu erreichen ist, wirkt
dieser Ort von der Außenwelt
nahezu abgeschlossen. Hier gibt es
nur wenige Hotels, dafür vermietet
fast jedes Haus Zimmer. lm Ort selber
finden Sie kleine Geschäfte,
Tavernen und Cafés und sogar
zwei Discos. Hier treffen sich meist
junge Leute, die wochenlang am kilometerlangen
Kiesstrand liegen oder Bergwanderungen
zu kleinen Kirchen oder zu den Ausgrabungsstätten
Lissos und Eliros unternehmen. Erwähnenswert
ist auch die europäische Landstraße
E4, die am schönen Sougia entlang
läuft. Es ist also der richtige
Platz für Leute, die den Bezug
zur Natur suchen aber trotzdem auf
Ablenkung nicht verzichten wollen.
Die unbestritten schönste Badestelle
finden Sie am Ostende des Strandes;
sie ist umrandet von malerisch ausgehöhlten
Felsen und Überhängen sowie
vielen kleineren Höhlen.
Chora Sfakion
Der
Distrikt Sfakiá, mit seinem
Hauptdorf Chóra Sfakíon,
ist ein ganz besonderer Teil Kretas,vom
Massentourismus der Nordküste
weit entfernt. Die rauhe und dramatische
Landschaft dieser Gegend wird durch
Olivenbäume, Tamarisken, Pinien
und dem sanftem Gebimmel der Schaf-
und Ziegenglocken besänftigt.
Diese Region ist wegen des freien
und ungebundenen Geistes seiner Bewohner
bekannt und war das Zentrum des Widerstandes
gegen die Venezianer und Türken.
Alliierte Truppen wurden nach der
Schlacht um Kreta von der Griechischen
Nationalarmee von Chora Sfakion aus
evakuiert.
Chóra Sfakíon (im allgemeinen
Sfakiá genannt) ist ein typisch
traditionelles Dorf mit ca. 300 Einwohnern.
Dort kann man Schafhirten sehen, die
noch traditionelle Kleidung tragen,
und Klänge der althergebrachten
Couplets hören, die von Dorfbewohnern
angestimmt werden. Sfakia bietet folgende
Dienstleistungen an: Cafés,
Restaurants, Minimärkte, eine
Bäckerei, eine Post, einen Taxi-
und Taxiboot-Service, und eine Autovermietung.
Es gibt keine Bank, man kann aber
Geld und Reiseschecks wechseln, und
einige Kreditkarten werden akzeptiert.
Sowohl das Meer als auch die Strände
um Sfakia sind sehr sauber. Es gibt
einen großen Strand in einer
der Dorfbuchten und auch andere, die
zu Fuß erreichbar sind. Chora
Sfakion hat seine eigene Bergquelle,
die das Dorf mit Wasser versorgt.
Überall sind hübsche kleine
weiße Kapellen zu entdecken,
und viele der älteren Häuser
dieser Gegend sind in traditioneller
Bauweise mit großen steinernen
Rundbögen errichtet worden. Das
Wetter in Sfakia ist fast immer besser
als an der Nordküste Kretas,
da es durch die Weißen Berge
(die "Lefka Ori") vom Nordwind
geschützt ist und auch nur 200
Meilen von Afrika entfernt ist.
Loutro
Westlich
Chora Sfakions liegt das kleine Dorf
Loutro, per Boot, Taxiboot (15 Minuten)
oder zuFuß zu erreichen (ca.
2 Stunden). In Loutro gibt es keine
Straßen! Wanderer sollten beachten,dass
sie entlang dieses Weges kaum Schatten
haben und es an einer Stelle steil
zum Meer hinunter geht. Diese Stelle
ist nicht gefährlich, aber Wanderer
mit Höhenangst finden sie ungemütlich.
Zwischen Sfakia und Loutro liegt der
Süßwasserstrand "Glyka
Nera", wo Sie in einer Taverne
einkehren können.
Loutro ist voll guter Restaurants
und hat zwei größere Hotels
und etliche Zimmer und Appartments.
Die Abwesenheit von Autos verleiht
dem Ort eine ruhige Atmosphäre,
und es macht Spaß, die Bewohner
dabei zu beobachten, wie sie mit ihren
Booten von einem Ende der kleinen
Bucht zum anderen fahren.
Loutro ist ein Platz für Leute,
die sich einen etwas anderen Urlaub
wünschen. Es gibt keine überfüllten
Straßen, Gaststätten und
Strände, Es ist ein kleines malerisches
Fischendorf in Südwest Kreta,
noch nicht verdorben durch Massentourismus.
Entdecken Sie die schönen Strände
wie z.Bsp. Glyka Nera ( Suesswasser
), timios stavros, pervolaki, marmara
, und genießen Sie die Sonne,
das Meer und die ruhige Stille. Hier
finden Sie den Frieden, den Sie suchen
und wenn Sie möchten.
Genießen Sie bei Wanderungen
die pittoreske, unberuehrte Gebirgslandschaft
mit ihren Taelern und Schluchten.
Selbstverständlich denken Sie
nie an die Wettervorhersage, denn
das Wetter ist fast immer warm und
sonnig. Die großen, hohen Berge
auf der Nordseite des Dorfes geben
grossen Schutz während der Jahreszeiten,
die Leute sind gastfreundlich und
werden immer für Sie da sein.
Samaria- Schlucht
Die
Samaria-Schlucht ist die größte,
längste Schlucht Europas. Sie
ist ein Naturschutzgebiet.
Die Samaria-Schlucht befindet sich
43 km entfernt von der Stadt Chania,
zwischen der Omalos-Hochebene und
dem Libyschen Meer. Sie ist 18 Kilometer
lang. An einigen Stellen ist der Weg
nur 3 m breit. An anderen sehen sie
die gewaltigen, 600 m hohen Felsmassive.
In der Zeit von Mai bis Ende Oktober
kann man, diese einzigartige Schlucht
durchwandern.
Für
diese Wanderung sollte man eine Zeit
von ca. 5 Stunden veranschlagen. Bis
vor einigen Jahren war sie eine ökologisch
unberührte Landschaft, die nur
selten besucht wurde.
Die Samaria-Schlucht ist einer der
touristischen Höhepunkte Kretas;
bis zu 4.000 Menschen täglich
durchwandern sie während der
sommerlichen Hochsaison.
Trotz
des großen Andrangs auf die
Schlucht ist hier eine seltene Gämsenart
(Egaros) zu finden. Die Kreter nennen
diese auch kri-kri. Die Schlucht selber
liegt inmitten des Nationalwaldes
der Insel. Der Wald mit einer Größe
von ca. 48.550 qkm, ist ein weltweit
einzigartiges Biotop. Dort findet
man einen großen Teil der üppigen
kretischen Flora und Fauna. Von Chania
kommend, in Richtung Samaria Schlucht,
kommt man durch ein wunderschönen
kleinen Ort, namens Omalos. Am Fuße
des gleichnamigen Berges gelegen.
Eine Wanderung durch die Samaria-Schlucht
macht man üblicherweise von oben
nach unten, obwohl das ständige
Bergabgehen die Kniegelenke ordentlich
strapaziert. Der Einstieg in die Schlucht
liegt am Ende der Straße auf
der Omalós-Hochebene in 1227
m Höhe über dem Meeresspiegel
und führt zunächst über
eine Holztreppe auf den Boden der
Schlucht hinab.
Die
ersten 8 km wandert man überwiegend
auf einem Weg entlang des Baches.
Immer wieder trifft man auf Stellen,
an denen man seine Trinkflasche mit
Quellwasser auffüllen kann, bis
man in dem verlassenen Dorf Samariá
ankommt, in dem man auch andere Erfrischungen
und eine Stärkung verzehren kann.
Die Bewohner mussten 1962 das Dorf
verlassen, als das Gebiet zum Nationalpark
erklärt wurde; seitdem darf sich
niemand mehr nachts in der Schlucht
aufhalten.
Im zweiten Teil führt der Weg
überwiegend durch das Flussbett,
das voller großer und kleinerer
Felssteine liegt. Wege und Stege helfen
nur noch gelegentlich weiter, mehrfach
muss der Bach überquert werden.
Spätestens hier ist man dankbar,
wenn man den Rat befolgt hat, festes
Schuhwerk anzuziehen. Dieser Teil
der Wanderung findet zudem - wenn
man früh morgens gestartet ist
- zur Mittagszeit statt, und die hochstehende
Sonne scheint gnadenlos zwischen den
Felswänden hindurch bis zum Schluchtboden.
In diesem Abschnitt öffnen sich
jedoch die faszinierendsten Blicke
auf die grandiose Kulisse der Felswände,
zwischen denen die Wanderer geradezu
zwergenhaft wirken.
Ca. 3 km vom Meer entlässt die
Schlucht den Wanderer nach einem beeindruckenden
Naturerlebnis in eine weite Ebene,
die in der schattenlosen Mittagshitze
noch ca. 3 km bis zum Örtchen
Agía Ruméli durchschritten
werden muss. Dort laden zahlreiche
Gasthäuser ein, um die durstigen
und erschöpften Wanderer zu laben.
Eine Apotheke gibt es am Ort jedoch
nicht, an das lindernde Gel für
strapazierte Muskeln und Gelenke muss
man vor der Wanderung gedacht haben.
Wir empfehlen, die Wanderung im Rahmen
einer organisierten Tour zu machen
Agia Roumeli
Am
Rande der Samaria Schlucht, an der
Südküste der Insel befindet
sich der kleine Ort Agia Roumeli.
Diesen können sie nicht über
die Strasse, sondern nur über
einen schmalen Pfad, zu Fuß
oder aber über den Seeweg erreichen.
Viele Besucher der Samaria-Schlucht
machen einen Abstecher in das kleine
Dorf.
Agia Roumeli ist mehr als nur ein
Abstecher wert. Der Ort hat einen
phantastischen Strand, einige moderne
Übernachtungsmöglichkeiten
und gemütliche Tavernen. Naturliebhaber
finden hier romantische Spatzierwege
in landschaftlich reizvoller Umgebung.
Wenn die Schiffe, mit den Tagestouristen
wieder weg sind, wird es ruhig in
dem kleinen Ort, der keine Clubs,
Bars oder ein Kino hat. Für die
abendliche Unterhaltung bleiben nur
einige kleine, romantische Cafes.
Wenn sie die Welt um sich vergessen
wollen, die absolute Ruhe lieben und
gerne am Strand entspannen, dann ist
der kleine Ort ihr Urlaubsparadies.
Paleochora ist ein Städtchen
im Südwesten Kretas. Die Entfernung
nach Chania beträgt
ca. 72 km.
Paleochora
gehört zum Bezirk Pelekanos und
existiert verschiedenen Angaben nach
seit ca. 1400 n. Chr. Oberhalb des
Ortes finden sich auf einem kleinen
Hügel die Überreste eines
venezianischen Kastells. Die begonnene,
aber nicht beendete Ausgrabung des
Kastells zeigt verschiedene Grundmauern
und Reste einer Zisterne und eines
Brunnens.
Paleochora
ist touristisch geprägt. Geschäfte
und Gastronomie decken sowohl den
Bedarf der einheimischen Bewohner
als auch den der Besucher. Die Infrastruktur
ist stark auf den Tourismus ausgelegt;
die meisten Bewohner verdienen ihren
Lebensunterhalt durch die Vermietung
von Zimmern oder mit Beschäftigung
in der Gastronomie. Ackerbau und Viehzucht
wird nur in geringem Umfang in Paleochora
betrieben.
Im sogenannten Gavdos-Viertel finden
sich Häuser, die von ausgewanderten
Gavdioten errichtet wurden, die die
Insel Gavdos verlassen haben. Diese
Häuser wurden im typische Gavdos-Stil
erbaut, d. h. sie haben eine Grundfläche
von ca. 4 m x 7 m, relativ kleine
Fenster und Türen und bestehen
aus Bruchsteinen.
Ortschaften
Kastri
Kastri ist der Hauptort der Insel,
trotzdem wohnen dort weniger als 20
Menschen. Es gibt eine Poststation,
eine medizinische Station, eine Volksschule
und das Verwaltungsbüro der Gemeinde
Gavdos. Kastri liegt auf ungefähr
300 m Höhe und ist damit die
höchstgelegene Siedlung der Insel.
Eine asphaltierte Straße verbindet
das Dorf mit dem Hafen Karave und
mit Sarakiniko.
Sarakiniko
Eigentlich kein ursprüngliches
Dorf, sondern ein in jüngerer
Zeit locker bebauter Strand, ist Sarakiniko
trotzdem bekannteste Örtlichkeit
der Insel: hier befinden sich die
meisten Tavernen und Bars, es gibt
einen Lebensmittelladen und Telefon,
sogar einen Auto- und Rollerverleih.
Der Name des Strandes leitet sich
vermutlich ab von und verweist auf
eine ehemalige Besiedlung durch Sarazenen.
Die flach abfallende Bucht wird umsäumt
von einem breiten Dünenstreifen,
der vor allem mit Wachholder-Bäumen
und Thymianbüschen in einer speziell
dem Sandgrund angepassten Wuchsform
bewachsen ist.
Ambelos
Vatsiana
Der Ort Vatsiana hat im Jahr 2006
ganze 8 Einwohner, 1950 waren es noch
100. Der Priester der Insel betreibt
hier neben einem kleinen Kafenio ein
volkskundliches Museum, in dem er
mit Gebrauchsgegenstände und
Schriftstücken die Vergangenheit
des Inselalltags demonstriert. In
Vatsiana beginnt der ca. 4 km lange
Schotterweg, der zum Kap Tripiti führt,
dem südlichsten Punkt Europas.
Gavdopoula
Gavdopoula ist eine kleine, heute
unbewohnte Insel südlich von
Kreta.
Nach der größeren bewohnten
Nachbarinsel Gavdos ist Gavdopoula
die zweitsüdlichste zu Europa
gehörende Insel. Sie liegt etwa
30 Kilometer südlich des kretischen
Hafenortes Chora Sfakion im Libyschen
Meer und etwa 7,5 Kilometer nordwestlich
von Gavdos. Gavdopoula ist 3,5 Kilometer
lang, bis zu einem Kilometer breit
und hat eine Fläche von gut 2,6
km². Die eher flache Insel erreicht
eine Höhe von 113 Metern. Ihre
Koordinaten betragen 34° 56' 1
N und 24° 0' 0,1 O.
Gavdopoula ist weder geschichtlich
noch touristisch von Bedeutung. Aufgrund
der Lage der Insel zwischen Afrika
und Europa beherbergt die eher vegetationsarme
Insel aber einige seltene Pflanzen-
und Tierarten, die teilweise nur hier
und auf Gavdos vorkommen. Auch die
umgebenden Gewässer bieten einigen
vom Aussterben bedrohten Tierarten
wie z.B. der Mönchsrobbe (Monachus
monachus) einen Lebensraum.
Im Jahr 1998 rückte die kleine
Insel trotzdem ins Blickfeld der Öffentlichkeit,
als ein Plan publik wurde, die Insel
zu einem gigantischen Containerumschlagplatz
(dem nach der Planung mit Abstand
größten in Europa) auszubauen.
Hierzu sollte die gesamte Insel bis
zu einer Höhe von etwa 5 Metern
abgetragen und eingeebnet werden.
Die abgetragenen Stein- und Erdmassen
sollten zum Bau von Schutzdämmen
vor dem Hafen verwendet werden. Diese
Baumaßnahmen hätten nicht
nur die Insel sondern auch die umliegenden
Flachwasserbereiche völlig zerstört.
Auch die Insel Gavdos sollte mit Arbeitersiedlungen
bebaut werden und hätte ihr heutiges
Erscheinungsbild verloren. Die Ausführung
des Planes wurde u.a. durch die Proteste
zahlreicher Naturschützer verhindert.
Inzwischen existieren Pläne,
den Containerhafen statt dessen an
der Küste der Messara-Ebene bei
Timbaki zu bauen.
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