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Flora und Fauna:
Kreta ist der Grenzwall der ägäischen
Inselwelt gegen das Libysche Meer,
der südlichste Vorposten Europas.
Gewaltige Gebirgsstöcke türmen
sich auf - die Weissen Berge "Lefka
Ori ", das heute "Psiloritis"
genannte Ida-Gebirge und das Dikti-Gebirge;
Hochebenen, von schwindelerregenden
Schluchten durchzogen, senken sich
zu fruchtbaren Ebenen.
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Unglaublich
abwechslungsreich die Landschaft
- hier steinerne Einöde,
dort waldreiche Höhen und
liebliche Täler, mit Dörfern
versteckt in üppigem Grün.
"Mitata" (Feldhütten
aus mörtellos geschichtetem
Naturstein), einsame Klöster
und Dörfer wie Adlerhorste
hoch oben im Bergtal, verfallene
Burgen und weltabgeschiedene Kapellen
am Steilhang.
Steile, zerklüftete Felsküsten,
wohin sich kaum je ein Wanderer
verirrt, und gleich daneben weiter
Strand mit weichem Sand oder rundgeschliffenen
Kieseln. |
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Charakteristisch für das
Landschaftsbild sind die Kastanien
- Eichen - und Zypressenwälder,
und besondere Attraktionen der Palmenwald
bei Vai-Preveli und der Wacholderwald
auf Gavdos-Hrissi. In abgelegenen
Bergeshöhen hat sich die nur
auf Kr ta heimische Gemse
"Kri-Kri" zurückgezogen,
SymIT51 unbändigen Freiheitswillens
der Kreter.
Auf dem "vierten Kontinent",
wie die Kreter ihre Insel gern nennen,
herrschen tatsächlich klimatische
Gegensätze wie auf einem Kontinent:
mittelmeerisch das Klima an der Nordseite,
kontinental im gebirgigen Inselinneren
und afrikanisch heiss mit milden Wintern
an der Südküste.
Die wichtigsten Städte und Häfen
Kretas liegen alle an der flachen
und buchtenreichen Nordküste
- Chania, Rethymno, Heraklion, Agios
Nikolaos, Sitia, während sich
an der zerklüfteten Küste
am Libyschen Meer, mit Blick auf Afrika,
nur lerapetra hat halten können.

Sehenswürdigkeiten:
Auf dieser Insel mit den fruchtbaren
Ebenen unter wuchtigen Gebirgsmassiven
hat sich eine der grössten Hochkulturen
der Menschheit entwickelt, die minoische
(2800-1150 v. Chr.).
Heute noch zu bewundernde Zeugen der
verschiedenen Perioden, die die minoische
Kultur durch-laufen hat, sind die
grossen Palastanlagen von Knossos,
Phaistos, Malia und Zakros (1700-1450
v. Chr.). Zu den grossartigsten Ausdrucksformen
dieser Kultur gehören die Werke
der Keramiker, Vasen - und Freskenmaler,
die ein Höchstmass an Raffinesse
und Beherrschung des Materials erreichten.
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Die erstaunlichen Wandmalereien in
den minoischen Palästen offenbaren
eine heitere, friedliche, aber auch
vitale Mentalität, einen Lebensrhythmus,
der eng verbunden war mit dem Meer
und seinen Schätzen.
| Die
erstaunlichen Wandmalereien in
den minoischen Palästen offenbaren
eine heitere, friedliche, aber
auch vitale Mentalität, einen
Lebensrhythmus, der eng verbunden
war mit dem Meer und seinen Schätzen. |
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Die entscheidende Zäsur in dieser
grössten Blütezeit der kretischen
Geschichte war der verheerende Ausbruch
des Vulkans von Thera (Santorin) 1450
v. Chr., in dessen Folge die Kultur
der Minoer durch eine ungeheure Flut-welle
vernichtet wurde. Die Insel beherrschte
aber nach wie vor den Seehandel im
Ägäisraum und eröffnete
sich durch die lebhaften Handelsbeziehungen
mit den Phöniziern, Syrern und
Ägyptern neue Horizonte.
Ab 1450 v. Chr. beginnt die Eroberung
Kretas durch die Festlandsgriechen,
zunächst die Achäer, dann
die Dorier, die ihre Siedlungen im
Gegensatz zu den Minoern an Berghängen
anlegen, im Schutz eines Gipfelkastells,
wie z.B. Lato, die bedeutendste Stadt
Kretas im 7. Jh. v. Chr., oder Aptera.
Dann kamen die Römer (69 v. Chr.
- 330 n. Chr.) und mit ihnen der Verlust
der Selbständigkeit der Insel,
deren Hauptstadt nun das binnenländische
Gortyn wurde - zu-gleich Bischofssitz,
denn bereits 59 n. Chr. war Kreta
von Paulus und seinem Schüler
Titus missioniert worden.
Die Römer übergaben im 4.
Jh. an die Byzantiner, die eine rege
Bautätigkeit entwickelten: fast
die Hälfte aller Kirchen Griechenlands
stehen auf Kreta und die Fussbodenmosaiken
einiger Basiliken gehören zu
den grossartigsten ihrer Art.
Aber auch diese Epoche ging zuende
und für eineinhalb Jahrhunderte
(824-961) war Kreta den Arabern ausgeliefert,
die nahezu die ganze Insel verwüsteten.
In diese Zeit fällt die Gründung
der Festung "Chandax" (Graben),
der heutigen Stadt Heraklion.
Nach dem Vierten Kreuzzug (1204) wurde
Kreta Handelsstützpunkt Venedigs.
Bereits bestehende Festungen (Chandax)
wurden ausgbebaut, an strategischen
Punkten neue angelegt (Gramvoussa,
Spinalonga, Frangokastello, lerapetra,
Paleohora) und die Städte durch
Befestigungsanlagen ge-sichert (Chania,
Rethymno). An die venezianische Herrschaft
erinnern heute noch die Brunnen und
Wasserleitungen, die grossen Plätze,
die Kirchen und Palais in den verwinkelten
Gässchen.
Trotz immer wieder aufflackernder
Unruhen und Aufstände entwickelten
sich sowohl Handel und Wirtschaft
wie auch das geistige Leben zu grosser
Blüte - Domenikos Theotokopoulos
(EI Greco) und der Heiligenmaler Michael
Dameskenos sind nur die grössten
Namen in einer Reihe genialer Künstler.
Unter Arkaden und Balkonen, auf den
prächtigen Plätzen sangen
Troubadoure vom Lieben und Leiden
des "Erotokritos" (Versroman
von Vinzenzos Kornaros) und der "Erofili"
(Tragödie von Georgios Chortatsis),
Meisterwerke der kretischen Literatur
des 17. Jh.s. Von der Expansion der
Türken im Mittelmeerraum blieb
auch Kreta nicht verschont.
1645 wurde Chania erobert, 1669 der
letzte Widerstand gebrochen.
1913 endlich kam es zum Anschluss
Kretas an Griechenland.
Höhlen und Grotten
Die Griechische Gesellschaft für
Höhlenforschung hat auf ganz
Kreta mehr als 3000 Höhlen und
Grotten verzeichnet. Von der Natur
z. T. verschwenderisch ausgestattet,
bieten sie Wissenschaftlern und Historikern
immer wieder wertvolle Aufschlüsse,
zumal sie seit grauer Vorzeit vom
Menschen als Behausung sowohl auch
als Kultstätte benutzt worden
sind.
Die Minoer zelebrierten ihre Kulte
an geweihten Stätten im Palast
oder im Haus, in heiligen Grotten
oder auch in sogen. Gipfelheiligtümern,
d.h. Kultstätten in abgeschiedener
Berghöhe.
Grotte "Sendoni Zonianon".
Was die morphologische Vielfalt betrifft
ist diese Grotte wohl die schönste.
Sie liegt 13 km westlich von Anogia
(Präfektur Rethymno) und 1 km
vom Dorf Zoniana entfernt, in 800
m Höhe.
- Diktäische Grotte (Diktäon
Andron). 48 km östlich
von Heraklion und 52 km westlich
von Agios Nikolaos liegt das Dorf
Psichro, Ausgangspunkt der Expedition
zur Diktäischen Grotte, in
der nach minoischer Mythologie Zeus
geboren wurde. Die Grotte hat bis
in archaische Zeit als Kultstätte
gedient, und infolgedessen haben
die Archäologen hier wertvolle
Funde machen können. Die Einheimischen
vermieten, wenn man nicht zu Fuss
gehen will, Reittiere, die einen
bis zum Eingang der Grotte bringen.
Der Abstieg in die Höhle mit
ihren formenreichen Stalagmiten
erfordert besondere Vorsicht.
- Idäische Grotte (ldäon
Andron). Die Heilige Grotte
befindet sich 20 km südlich
von Anogia, auf der Nida-Hochebene
des Ida-Gebirges (Psiloritis). Hier
versteckte Rhea ihren Sohn Zeus,
den sie in der Diktäischen
Grotte heimlich zur Welt gebracht
hatte, vor seinem Vater Kronos,
der ihn zu töten gedachte.
In der Grotte, die bis in christliche
Zeit als Kultort gedient hat, wurden
viele Weihgaben gefunden, darunter
Statuen, bronzene Schilde u.a.,
die heute im Archäologischen
Museum von Heraklion zu besichtigen
sind.
- Eileithyia-Grotte (Ilithia).
Die Tropfsteingrotte, 1 km südlich
von Amnissos, war der Geburtsgöttin
Eilethyia geweiht und diente von
der Jungsteinzeit bis ins 5. vorchristliche
Jh. als Kultstätte. Archäologische
Grabungen haben weibliche Idole
in Gebärstellung, beim Stillen
oder Anrufen der Göttin zutage
gefördert, Tieridole, neolithische
Scherben und Werkzeuge.
- Grotte von Agia Paraskevi Skotinou.
22 km von Heraklion. Auch eine der
sehenswerten Grotten Kretas, ebenfalls
Kultstätte durch die Jahrtausende
bis in christliche Zeit.
- Kamares-Grotte. Nordöstlich
vom Dorf Kamares, 57 km von Heraklion.
Diese Grotte galt in minoischer
Zeit als heiliger Ort, als Kultstätte,
die wahrscheinlich der Göttin
der schmerzlosen Geburt, Eileithyia
geweiht war. Von hier stammen die
berühmten Kamares-Vasen im
Archäologischen Museum von
Heraklion. Die Grotte ist nur zu
Fuss, nach einem vierstündigen
Marsch von Kamares zu erreichen.
- Gerani-Grotte. Die 6 km
von Rethymno entfernte Grotte ist
von historischem, paläontologischem
und archäologischem Interesse.
Funde sind im Archäologischen
Museum von Rethymno ausgestellt.
- Melidoni-Grotte. Auch diese
Höhle, 3 km vom Dorf Melidoni
und 26 km von Rethymno entfernt,
galt als heiliger Ort und diente
in neolithischer, minoischer und
antiker Zeit als Kultstätte.

Museen
- Chania (Hania)
Archäologisches Museum.
Tel.: 0821/90334.
Die Ausstellung ist in der restaurierten
venezianischen St. Franziskus -
Kirche untergebracht und zeigt Funde
vor allem aus Westkreta, die aus
der Zeit zwischen Jungsteinzeit
und römischer Epoche stammen
(Idole Statuen, Inschriften, Waffen
Keramik, Siegelsteine, Münzen,
Schmuck u.a.).
- Historisches Archiv von Kreta.
Tel.: 0821/45606.
(Geöffnet. Täglich von
8.00-13.00 Uhr, ausser samstags,
sonntags und an offiziellen Feiertagen).
Die ausserordentlich reiche Sammlung
umfasst Belege zur Geschichte Kretas
und volkskundliches Material. An
Umfang das zweitgrösste Archiv
nach dem Allgemeinen Staatsarchiv
Athen.
- Marinemuseum. Tel.: 0821/91875
(Geöffnet Täglich von
10.00-14.00 Uhr, ausser montags).
Von Oktober bis Ende Mai: Dienstag,
Donnerstag, Samstag, von 16.00-18.00
Uhr die übrigen Monate von
17.00-19.00 Uhr.
Das Museum ist in einem Gebäude
direkt an der venezianischen Hafenmole
untergebracht und zeigt Exponate
zur nautischen Vergangenheit der
Insel.
- Rethymno (Rethimno)
Archäologisches Museum.
Tel.: 0831/54668.
Hier kann man archäologische
Funde aus der Präfektur Rethymno
sowie eine reichhaltige Münzsammlung
besichtigen.
- Heraklion (Iraklio)
Archäologisches Museum.
Tel.: 081/226.092, 226.470
Nach dem Nationalmuseum in Athen
das wohl bedeutendste Museum Griechenlands,
mit der vollständigsten Sammlung
minoischer Kunst überhaupt:
Keramik, Skulpturen. Siegelstein,
Kleinkunst, Goldschmiedearbeiten,
Metallkunst, die berühmten
Wandmalereien aus den minoischen
Palästen und reichen Landhäusern,
der einzigartige Steinsarkophag
aus Agla Trias.
- Historisches Museum. Tel.:
081/283 219
Ausstellungsstücke aus byzantinischer,
venezianischer und türkischer
Zeit sowie Dokumente aus der neueren
Geschichte. Reichhaltige Sammlung
von Trachten, Webstoffen, Holzschnitzereien
und Stickereien sowie die Rekonstruktion
eines typischen kretischen Hauses.
- Archäologische Sammlung
Arhanes Funde aus dem Palast
von Arhanes, der Gräberstätte
Fourni und dem Tempel aus minoischer
Zeit bei Anemospilia.
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Agios
Nikolaos
Archäologisches Museum.
Tel.: 0841 /22462
Funde aus minoischer Zeit
von den Ausgrabungen bei Sitia,
Zakros, Petras und Paleokastro. |
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- Archäologisches Museum
Sitia
Funde aus minoischer Zeit von den
Ausgrabungen bei Sitia, Zakros,
Petras und Paleokastro.
- Archäologische Sammlung
lerapetra Marmorstatuen und
Inschriften aus griechisch-römischer
Zeit
Land und Leute:
Diese Grossinsel hat aber nicht nur
eindrucksvolle Zeugen der ältesten
Kultur Europas zu bieten, nicht nur
endlose Buchten am blauen, fast immer
warmen Meer, durchsonnte Hochebenen,
tiefe Schluchten, heisse Sonne und
milde Sternennächte.
Das Leben in den Städten pulsiert,
der moderne Lebensrhythmus hat auch
hier seinen Einzug gehalten, ganz
im Gegensatz zu den idyllischen Fischerdörfern
und weltfernen Bergdörfern, in
denen das Leben immer noch seinen
alten, gemächlichen Gang geht.
Der Kreter weiss sich seine freie
Zeit durchaus zu vertreiben: keine
schattenspendende Platane, Eiche oder
Maulbeerbaum, unter deren ausladenden
Asten sich nicht ein Kafenion angesiedelt
hätte, wo man sich zum "Türkischen"
oder auch zum Ouzo eine Partie Brettspiel
oder Karten mit dem Nachbarn liefern
kann.
Für die leiblichen Genüsse
sorgen die Tavernen und Imbißstuben
(Ouzeri); welcher Wirt etwas auf sich
hält, bietet seinen Gästen
"seine Spezialität"
das kann Johgurt mit Honig sein, Kalitsounia,
Fenchelpizza, Staka, Kaninchen mit
Zwiebeln, Sfakia-Torte, Schnecken.
gekochtes Ziegenfleisch. Derlei Gerichte
findet man in Chania, Malaxa, Vrisses
und umliegenden Dörfern, sowie
in Rethymno, Heraklion und generell
im Departement Lassithi. Fischtavernen
haben sich auf Seeigel, Oktopus und
Tintenfisch über Holzkohle gegrillt
oder gebratene Kalamare spezialisiert.
Und zu allem wird natürlich der
süsse schwere kretische Wein
serviert.
Es gibt kaum einen Heiligen, dessen
Namenstag nicht irgendwo auf der Insel
mit einem grossen Kirchweihfest gefeiert
wird. Dabei darf die kretische Kniegeige,
die Lyra natürlich nicht fehlen,
denn zu jedem Fest gehören die
schnellen Rhythmen der Volkstänze
Pentozali und Sousta, ebenso wie die
typisch kretischen Pilaf - und Pfannengerichte.
Ein Schaufensterbummel lohnt sich
in allen Städten Kretas: im geschäftigen
Heraklion wie im mondänen Agios
Nikolaos, im malerischen Rethymno
wie in Chania mit seinen aristokratischen
Charme findet wer sucht eine verführerische
Auswahl an Pelzen, Schmuck und Silberfiligran.
Und wer kann schon an den "Patanies"
vorübergehen, die-sen farbenprächtigen,
nach alten Motiven gestalteten Webdecken,
die so charakteristisch sind für
die Auslagen der Souvenirläden
in Sitia, lerapetra und im Bergdorf
Anogia, ebenso wie die geschmackvollen
Leder-und Keramikwaren. Was wäre
ein echter Kreter ohne blanke Schaftstiefel?
In Chania gibt es in der Skridloff-Strasse
noch Schuhmachermeister, die sich
auf die alte Kunst des Stiefelmachens
verstehen und gut davon leben, denn
so seltsam es auch klingen mag:
die Kreter, auch die jungen, hängen
an der kriegerischen Tracht ihrer
Vorväter, zu der nun einmal die
"stivania", besagte blanke
Stiefel gehören. Einen Besuch
wert ist auch der zentrale Gemüsemarkt
der Stadt, gegen den selbst eine "Grüne
Woche" verblassen müsste,
denn die Vielfalt der Erzeugnisse
aus Landwirtschaft und Fischerei ist
überwältigend, Obst und
Gemüse aus den fruchtbaren Ebenen
der Insel, den hochmodernen Treibhaüsern
und Bergregionen füllen die Körbe:
Avokado,
Kiwifrüchte und Bananen, saftige
Apfelsinen und aromatische Honigmelonen,
süsse Feigen und delikate Feigenkaktusfrüchte,
pralle Trauben und sonnenschwere Tomaten,
zarte Gurken, frisches Salatkraut
von den Berghängen, Schnecken
(Chochlios), fangfrischer Gründling
und Sardelle, superber Hummer, Zicklein
aus Gavdos, pikante Würste, wohlriechender
Thymianhoning und verschiedene hochwertige
Käsesorten, wie Schnittkäse
(Graviera), Quark (Mizithra) und Schichtkäse
(Anthotiros), Weichkäse (Malaka)
und vor allem die kretische Spezialität
"Staka".
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Der Tag geht zuende, ein heisser
Tag am Strand oder ein Sightseeing-Tag
im Gewimmel der Altstadt, und für
den Abend eröffnen sich nun verschiedene
Möglichkeiten. Da gibt es die
Freilichtkinos mit dem betäubenden
Duft des Jasmins, die bequemen Sessel
einer Eiskonditorei, den Bratenduft
einer Fischtaverne am Meer, die Meditation
am nächtlichen Strand oder, warum
nicht, die aufpeitschenden Rhythmen
einer Diskothek, das Schummerlicht
einer Bar oder das Entertainment eines
Luxushotels. Da hat noch jeder gefunden,
was er suchte.
Interessante - Ausflugsziele
- Chania, Rethymno, Heraklion, Agios
Nikolaos, Sitia, lerapetra - Städte
mit unverwechselbarem Kolorit, die
jedes Jahr Anziehungspunkt für
Tausende von Besuchern sind. Gavalochori.
Ein typisches Inseldorf 26 km südöstlich
von Chania, umgeben von Olivenhainen
und Wäldern von Johannisbrotbäumen.
Sein Name leitet sich von dem byzantini
schen Adligen Philippos Gavalas
her, der sich auf kaiserlichen Befehl
zwischen 1180-1182 hier aufgehalten
hatte.
Im Dorf gibt es ein interessantes
Museum für Geschichte und Volkskunde,
das in einem historischen Gebäude
untergebracht ist, das für
sich allein schon bemerkenswert
und auch typisch für die Architektur
der Gegend ist; ein Teil des Erdgeschosses
stammt aus venezianischer Zeit,
der Oberstock aus der Zeit der Türkenherrschaft.
Zu den Ausstellungsstücken
gehören u.a. Seiden- und Webstoffe
sowie andere Handarbeiten - die
Frauen von Gavalochori beherrschen
noch die uralte Tradition des Klöppelns,
das sogen "kopanelli"
Gefässe, Holzschnitzereien.
Ikonen, Waffen und Münzen.
Auf dem Dorfplatz hat die Agrotourismus-Genossenschaft
der Frauen von Gavalohori ein Büro
eingerichtet, wo man Erzeugnisse
der Region kaufen kann.
Samaria-Schlucht. 43 km von
Chania entfernt. Das "Faragi
Samarias" ist mit 18 km die
längste Schlucht Europas, von
atemberaubender Schönheit.
An bestimmten Stellen verengt sie
sich auf nur 3 m, während die
zu beiden Seiten senkrecht aufragenden
Felswände bis zu 600 m erreichen.
Der Pfad durch die Schlucht ist
das Flussbett eines Sturzbachs,
der sich seinen Weg zwischen dem
Hauptgipfel der Weissen Berge und
dem Volikias-Gebirge gebahnt hat.
Für Wanderer ist die Schlucht
offiziell von Mai bis Ende September
(bei entsprechenden Wetterverhältnissen
auch bis En-de Oktober) geöffnet.
Vom Touristenpavillon am Nordeingang
der Schlucht, bei Xiloskalo, hat
man einen überwältigenden
Blick auf den 2083 m hoch aufragenden
Gigilos.
Am Südausgang der Schlucht
liegt das kleine Dort Agia Roumeli,
von wo aus man mit dem Boot nach
Chora Sfakion fahren kann. Die Fahrt
von Chania zum Eingang der Schlucht
ist wegen der Schönheit der
Landschaft und der malerischen alten
Dörfer in den Tälern und
auf den Bergplateaus zu empfehlen.
Wenn man vor dem Abstieg im Dorf
Omalos oder auf der gleichnamigen
Hochebene bleiben und Kräfte
schöpfen will - Zimmer und
Tavernen gibt es überall.
- Chora Sfakion. 74 km südlich
von Chania. In wilder Bergeinsamkeit
gelegen, vom Meer wie vom Land her
nur schwer zu erreichen, Heimat
der verwegensten Freiheitskämpfer.
Die Zufahrtstrasse führt über
die Askifou Hochebene und durch
die Nimbrou Schlucht.
- Gavdos. Kleine Insel im
Libyschen Meer, 24 Seemeilen vor
Chora Sfakion - der südlichste
Punkt Europas. Zu erreichen ist
diese unberührte, fast menschenleere
Insel mit ihren stillen Stränden
und Wacholderwäldern, laut
Homer Heimat der Nymphe Kalypso,
mit dem Boot von Chora Sfakion aus
(sofern die Witterungsverhältnisse
dies erlauben). Es gibt ein paar
einfache Fischertavernen und einige
wenige Privatzimmer.
- Therisso-Schlucht. Wildromantische
Schlucht von 6 km Länge, die
Chania mit dem gleichnamigen Dorf
an den Ausläufern der Weissen
Berge (16 km südlich von Chania)
verbindet.
- Kournas-See. 48 km östlich
von Chania. Der malerische See beim
Dorf Kournasi in dessen stillen
Wassern sich die umliegenden Berge
spiegeln, ist der einzige Binnensee
der Insel.
- Argiroupoli. 27 km südwestlich
von Rethymno. In geringer Entfernung
vom Dorf, das in dichtem Grün
vesteckt auf einer Anhöhe liegt,
gibt es wassereiche Quellen, die
riesige Zisternen speisen und etwas
unterhalb die Räder von Wassermühlen
drehen.
- Spili. 28 km südöstlich
von Rethymno. Dorf mit üppiger
Vegetation, Häusern aus Naturstein
und gepflasterten Gässchen.
Auf dem kleinen Dorfplatz mit den
mächtigen Platanen sprudelt
aus 25 Brunnen mit Löwenköpfen
quellfrisches Bergwasser direkt
vom Psiloritis.
- Anogia. Bergdorf im Södosten
von Rethymno (53 km), das für
seine farbenprächtigen Webstoffe
berühmt ist.
- Fodele. 29 km westlich
von Heraklion. Hier wurde um 1545
Domenikos Theotokopoulos, der berühmte
"El Greco" geboren. Malerisches
Dorf in einem fruchtbaren, grünen
Tal mit Apfelsinenhainen und Platanen.
- Lassithi-Hochebene. 22
km östlich von Heraklion fuhrt
die Strasse an dicht bewachsenen
malerischen Dörfern vorbei
auf die Hochebene von Lassithi (Höhe
über 900 m., Fläche ca.
2500 ha), deren "Wahrzeichen"
die pittoresken Windmühlen
(fast 7000) sind, die die Felder.
Acker und Gärten bewässern,
auf denen Obst und Gemüse,
Birn-und Apfelbäume angebaut
werden.
- Hrissi. Kleines, lerapetra
vorgelagertes Eiland (9 sm), mit
schönen Badestränden und
Wacholderbeständen. Bootsverbindung
von lerapetra aus.
Auf der Insel angekommen:
a) Busverkehr
Auf
Kreta gibt es ein gut ausgebautes
Strassennetz und regelmässige
Busverbindungen.
b) Mietwagen
Autovermieter finden Sie überall
auf Kreta, auch in den Flughäfen
der Insel.
c) Mit der eigenen Jacht
Ein- und Auslaufhäfen für
Jachten:
In diesen Häfen gibt es Hafen-,
Zoll- und Gesundheitsamt, Passkontrollstellen
und Wechselstuben. Sie können
hier Ihren Nachschub organisieren
oder Ihr Transit-Log abgeben. Werkstätten
für Jachtinstandhaltung und -reparaturen
gibt es in Heraklion und Chania. Man
kann ausserdem auch Jachten mieten.
Einkaufen
Handgearbeitete Volkskunst, die auf
eine lange und reiche Tradition zurückgeht
- Weben, Sticken, Holzschnitzen, Schmuck
-, macht die Läden auf Kreta
zu wahren Schatzgruben. Altes und
Modernes finden Sie in den grösseren
Städten, aber auch in den Dörfern,
wo Sie oft Gelegenheit haben, bei
der Entstehung der kleinen Kunstwerke
zuzusehen.
Sport
Mit seinen langen, abwechslungsreichen
Stränden und vor allem dem sauberen,
warmen Meer ist Kreta für jeden
Badeurlaub und für alle Arten
von Wassersport ideal geeignet.
Zu
den schönsten Sträden an
der Nordküste gehört der
Strand, der westlich von Chania kurz
hinter der Stadt anfängt und
bis Kolimbari reicht.
Andere besonders schöne Strände
findet man am Westende der Insel bei
Falasarna und etwas weiter südlich
bei Lafonissi (die Strasse ist nur
bis Elos asphaltiert).
Ebenso bei Stavros (Akrotiri), bei
Almirida östlich von Suda und
bei Georgioupoli, von wo sich der
Strand bis Rethymno, Panormo, Bali
und Agia Pelagia erstreckt.
Besonders zu erwähnen ist auch
der Strand von Agios Nikolaos bis
Plaka, von Sitia und an der Ostküste
beim Palmenwald von Vai und bei Zakros.
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Im
Süden sind der Strand von
Sougia, Paleochora, Loutro und
Frangokastello in der Präfektur
Chania zu empfehlen, sowie von
Plakias, Preveli (Sandweg und
anschliessend Fussmarsch bis zum
Meer) und Agia Galini in der Präfektur
Rethymno; das bekannte Matala,
Kali Limenes und Lentos (Sandweg)
in der Präfektur Heraklion,
und Mirtos, lerapetra und Agia
Fotia in der Präfektur Lassithi. |
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Die grossen Touristikzentren und
die Schule des Marineclubs von Chania
verfügen über Wasserski-Ausrüstung.
Die Tennisclubs von Chania und Heraklion
haben ihren eigenen Tennisplatz.
Ausserdem kann man segeln, windsurfen,
wandern und bergsteigen. Gerade für
letzteres sind die Bergregionen der
Insel eine wahre Herausforderung.
Der Griechische Bergsteigerverband
unterhält Schutzhütten auf
dem Lefka Ori (Kallergi Schutzhütte:
Tel.: 0821/54.560 und Volika) und
auf dem Psiloritis (Prino und Assites).
Der Segelverein Heraklion führt
Regatten durch (Minoa-Cup) und bietet
Segelkurse an.
Die Gewässer um Kreta sind auch
ideal für Windsurfer.
In letzter Zeit werden Delta-, Gleit-
und Drachenfliegen immer beliebter.
Der Aeroclub Heraklion fördert
diese Luftsportarten besonders und
bietet verschiedene Kurse an.
Für Wanderer, Bergsteiger und
Radsportler sind die Bergregionen
Kretas mit ihrer unberührten
Natur, der seltenen Fauna und Flora
ein wahres Paradies. Es sei daran
erinnert, dass der Europäische
Wanderweg auf den Bergen Kretas endet.
Das Nackbaden ist ausserhalb der speziellen
FKK-Badestrände untersagt, ebenso
wie das freie Zelten.
Nützliche Informationen
Anfahrt
a) Mit dem Flugzeug
Athen-Chania-Athen
(Entfernung Flughafen - Stadt Chania:
12,2 km. Täglicher Flugverkehr)
(Entfernung Flughafen - Stadt Heraklion:
4,8 km. Täglicher Flugverkehr).
Thessaloniki-Heraklion-Thessaloniki
Rhodos-Heraklion-Rhodos
b) Mit dem Schiff
Piräus-Chania und umgekehrt (tägl.).
(Fahrtdauer 12 Stdn.)
Kastelli (Chania) - Kithira - Antikithira
- Monemvassia - Neapoli - Agia Pelagia
- Githio - Piräus und umgekehrt
(4 mal wöchentlich).
Piräus-Heraklion und umgekehrt
(tägl.) (Fahrtdauer 12 Std.)
Auskünfte: Hafenamt Heraklion
Von Heraklion, Rethymno, Agios Nikolaos
und Sitia besteht winters wie sommers
Fährverkehr zu den Inseln der
Dodekanes und den Kykladen.

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