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 Reiseziele > Übersicht > Kreta
 
Geographie:
Auf der größten und zugleich am südlichsten gelegenen griechischen Insel, Kreta, herrscht von Mai bis November Badewetter.

Ob man lebhafte Tourismus-Zentren mit ausgelassenem Nachtleben bevorzugt oder romantische einsame Buchten, ob man einfach einen Badeurlaub geradezu mit Schönwetter- Garantie erleben möchte oder ob man Wanderungen zu den Naturschön-heiten der Insel unternimmt, auf Kreta findet jeder Besucher etwas für seinen Geschmack.

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Insel des Dädalus und Ikarus:
Der minoischen Vasen und graziösen Palastfresken. Wo die Sterne heller strahlen, die Farben stärker leuchten. Heissblütige Kreter in weiten Knienhosen und Schaftstiefeln, das schwarze Fransentuch verwegen um den Kopf geschlungen.

Fast sinnlich die Atmosphäre über Meer, Felsen und Hochtätern. Schwerer kretischer Wein
aus sonnengereiften Trauben, beleben-der Tsipouro aus Rosinen gebrannt. Feste dauern
hier tagelang, homerische Gastmahle bis weit in die sternklare Nacht. Duft von wildem
Fenchel und frischem Basilikum:

Insel die schwerelos macht, wie einst die Tänzer des dorischen Waffentanzes, des "Pyrrhichios Choros". Wiege El Grecos,'der grossen Dichter Kornaros, Kazantzakis, Prevelakis, des Sagenhelden Digenis.

 


Allen Eindrücken zugänglich, aus Orient wie Okzident. Insel mit tausend Facetten, Traumland, Wunderland.

 
 

Flora und Fauna:
Kreta ist der Grenzwall der ägäischen Inselwelt gegen das Libysche Meer, der südlichste Vorposten Europas. Gewaltige Gebirgsstöcke türmen sich auf - die Weissen Berge "Lefka Ori ", das heute "Psiloritis" genannte Ida-Gebirge und das Dikti-Gebirge; Hochebenen, von schwindelerregenden Schluchten durchzogen, senken sich zu fruchtbaren Ebenen.

  Unglaublich abwechslungsreich die Landschaft - hier steinerne Einöde, dort waldreiche Höhen und liebliche Täler, mit Dörfern versteckt in üppigem Grün. "Mitata" (Feldhütten aus mörtellos geschichtetem Naturstein), einsame Klöster und Dörfer wie Adlerhorste hoch oben im Bergtal, verfallene Burgen und weltabgeschiedene Kapellen am Steilhang.

Steile, zerklüftete Felsküsten, wohin sich kaum je ein Wanderer verirrt, und gleich daneben weiter Strand mit weichem Sand oder rundgeschliffenen Kieseln.


Charakteristisch für das Landschaftsbild sind die Kastanien - Eichen - und Zypressenwälder,
und besondere Attraktionen der Palmenwald bei Vai-Preveli und der Wacholderwald auf Gavdos-Hrissi. In abgelegenen Bergeshöhen hat sich die nur auf Kr ta heimische Gemse
"Kri-Kri" zurückgezogen, SymIT51 unbändigen Freiheitswillens der Kreter.

Auf dem "vierten Kontinent", wie die Kreter ihre Insel gern nennen, herrschen tatsächlich klimatische Gegensätze wie auf einem Kontinent: mittelmeerisch das Klima an der Nordseite, kontinental im gebirgigen Inselinneren und afrikanisch heiss mit milden Wintern an der Südküste.

Die wichtigsten Städte und Häfen Kretas liegen alle an der flachen und buchtenreichen Nordküste - Chania, Rethymno, Heraklion, Agios Nikolaos, Sitia, während sich an der zerklüfteten Küste am Libyschen Meer, mit Blick auf Afrika, nur lerapetra hat halten können.



Sehenswürdigkeiten:
Auf dieser Insel mit den fruchtbaren Ebenen unter wuchtigen Gebirgsmassiven hat sich eine der grössten Hochkulturen der Menschheit entwickelt, die minoische (2800-1150 v. Chr.).

Heute noch zu bewundernde Zeugen der verschiedenen Perioden, die die minoische Kultur durch-laufen hat, sind die grossen Palastanlagen von Knossos, Phaistos, Malia und Zakros (1700-1450 v. Chr.). Zu den grossartigsten Ausdrucksformen dieser Kultur gehören die Werke der Keramiker, Vasen - und Freskenmaler, die ein Höchstmass an Raffinesse und Beherrschung des Materials erreichten.

 

Die erstaunlichen Wandmalereien in den minoischen Palästen offenbaren eine heitere, friedliche, aber auch vitale Mentalität, einen Lebensrhythmus, der eng verbunden war mit dem Meer und seinen Schätzen.

Die erstaunlichen Wandmalereien in den minoischen Palästen offenbaren eine heitere, friedliche, aber auch vitale Mentalität, einen Lebensrhythmus, der eng verbunden war mit dem Meer und seinen Schätzen.



Die entscheidende Zäsur in dieser grössten Blütezeit der kretischen Geschichte war der verheerende Ausbruch des Vulkans von Thera (Santorin) 1450 v. Chr., in dessen Folge die Kultur der Minoer durch eine ungeheure Flut-welle vernichtet wurde. Die Insel beherrschte aber nach wie vor den Seehandel im Ägäisraum und eröffnete sich durch die lebhaften Handelsbeziehungen mit den Phöniziern, Syrern und Ägyptern neue Horizonte.

Ab 1450 v. Chr. beginnt die Eroberung Kretas durch die Festlandsgriechen, zunächst die Achäer, dann die Dorier, die ihre Siedlungen im Gegensatz zu den Minoern an Berghängen anlegen, im Schutz eines Gipfelkastells, wie z.B. Lato, die bedeutendste Stadt Kretas im 7. Jh. v. Chr., oder Aptera.

Dann kamen die Römer (69 v. Chr. - 330 n. Chr.) und mit ihnen der Verlust der Selbständigkeit der Insel, deren Hauptstadt nun das binnenländische Gortyn wurde - zu-gleich Bischofssitz, denn bereits 59 n. Chr. war Kreta von Paulus und seinem Schüler Titus missioniert worden.

Die Römer übergaben im 4. Jh. an die Byzantiner, die eine rege Bautätigkeit entwickelten: fast die Hälfte aller Kirchen Griechenlands stehen auf Kreta und die Fussbodenmosaiken einiger Basiliken gehören zu den grossartigsten ihrer Art.

Aber auch diese Epoche ging zuende und für eineinhalb Jahrhunderte (824-961) war Kreta den Arabern ausgeliefert, die nahezu die ganze Insel verwüsteten. In diese Zeit fällt die Gründung der Festung "Chandax" (Graben), der heutigen Stadt Heraklion.

Nach dem Vierten Kreuzzug (1204) wurde Kreta Handelsstützpunkt Venedigs. Bereits bestehende Festungen (Chandax) wurden ausgbebaut, an strategischen Punkten neue angelegt (Gramvoussa, Spinalonga, Frangokastello, lerapetra, Paleohora) und die Städte durch Befestigungsanlagen ge-sichert (Chania, Rethymno). An die venezianische Herrschaft erinnern heute noch die Brunnen und Wasserleitungen, die grossen Plätze, die Kirchen und Palais in den verwinkelten Gässchen.

Trotz immer wieder aufflackernder Unruhen und Aufstände entwickelten sich sowohl Handel und Wirtschaft wie auch das geistige Leben zu grosser Blüte - Domenikos Theotokopoulos (EI Greco) und der Heiligenmaler Michael Dameskenos sind nur die grössten Namen in einer Reihe genialer Künstler.

Unter Arkaden und Balkonen, auf den prächtigen Plätzen sangen Troubadoure vom Lieben und Leiden des "Erotokritos" (Versroman von Vinzenzos Kornaros) und der "Erofili" (Tragödie von Georgios Chortatsis), Meisterwerke der kretischen Literatur des 17. Jh.s. Von der Expansion der Türken im Mittelmeerraum blieb auch Kreta nicht verschont.

1645 wurde Chania erobert, 1669 der letzte Widerstand gebrochen.
1913 endlich kam es zum Anschluss Kretas an Griechenland.


Höhlen und Grotten
Die Griechische Gesellschaft für Höhlenforschung hat auf ganz Kreta mehr als 3000 Höhlen und Grotten verzeichnet. Von der Natur z. T. verschwenderisch ausgestattet, bieten sie Wissenschaftlern und Historikern immer wieder wertvolle Aufschlüsse, zumal sie seit grauer Vorzeit vom Menschen als Behausung sowohl auch als Kultstätte benutzt worden sind.

Die Minoer zelebrierten ihre Kulte an geweihten Stätten im Palast oder im Haus, in heiligen Grotten oder auch in sogen. Gipfelheiligtümern, d.h. Kultstätten in abgeschiedener Berghöhe.


Grotte "Sendoni Zonianon". Was die morphologische Vielfalt betrifft ist diese Grotte wohl die schönste. Sie liegt 13 km westlich von Anogia (Präfektur Rethymno) und 1 km vom Dorf Zoniana entfernt, in 800 m Höhe.














  • Diktäische Grotte (Diktäon Andron). 48 km östlich von Heraklion und 52 km westlich von Agios Nikolaos liegt das Dorf Psichro, Ausgangspunkt der Expedition zur Diktäischen Grotte, in der nach minoischer Mythologie Zeus geboren wurde. Die Grotte hat bis in archaische Zeit als Kultstätte
    gedient, und infolgedessen haben die Archäologen hier wertvolle Funde machen können. Die Einheimischen vermieten, wenn man nicht zu Fuss gehen will, Reittiere, die einen bis zum Eingang der Grotte bringen. Der Abstieg in die Höhle mit ihren formenreichen Stalagmiten erfordert besondere Vorsicht.

  • Idäische Grotte (ldäon Andron). Die Heilige Grotte befindet sich 20 km südlich von Anogia, auf der Nida-Hochebene des Ida-Gebirges (Psiloritis). Hier versteckte Rhea ihren Sohn Zeus, den sie in der Diktäischen Grotte heimlich zur Welt gebracht hatte, vor seinem Vater Kronos, der ihn zu töten gedachte. In der Grotte, die bis in christliche Zeit als Kultort gedient hat, wurden viele Weihgaben gefunden, darunter Statuen, bronzene Schilde u.a., die heute im Archäologischen Museum von Heraklion zu besichtigen sind.

  • Eileithyia-Grotte (Ilithia). Die Tropfsteingrotte, 1 km südlich von Amnissos, war der Geburtsgöttin Eilethyia geweiht und diente von der Jungsteinzeit bis ins 5. vorchristliche Jh. als Kultstätte. Archäologische Grabungen haben weibliche Idole in Gebärstellung, beim Stillen oder Anrufen der Göttin zutage gefördert, Tieridole, neolithische Scherben und Werkzeuge.

  • Grotte von Agia Paraskevi Skotinou. 22 km von Heraklion. Auch eine der sehenswerten Grotten Kretas, ebenfalls Kultstätte durch die Jahrtausende bis in christliche Zeit.

  • Kamares-Grotte. Nordöstlich vom Dorf Kamares, 57 km von Heraklion. Diese Grotte galt in minoischer Zeit als heiliger Ort, als Kultstätte, die wahrscheinlich der Göttin der schmerzlosen Geburt, Eileithyia geweiht war. Von hier stammen die berühmten Kamares-Vasen im Archäologischen Museum von Heraklion. Die Grotte ist nur zu Fuss, nach einem vierstündigen Marsch von Kamares zu erreichen.

  • Gerani-Grotte. Die 6 km von Rethymno entfernte Grotte ist von historischem, paläontologischem und archäologischem Interesse. Funde sind im Archäologischen Museum von Rethymno ausgestellt.

  • Melidoni-Grotte. Auch diese Höhle, 3 km vom Dorf Melidoni und 26 km von Rethymno entfernt, galt als heiliger Ort und diente in neolithischer, minoischer und antiker Zeit als Kultstätte.




Museen

  • Chania (Hania)
    Archäologisches Museum
    . Tel.: 0821/90334.
    Die Ausstellung ist in der restaurierten venezianischen St. Franziskus - Kirche untergebracht und zeigt Funde vor allem aus Westkreta, die aus der Zeit zwischen Jungsteinzeit und römischer Epoche stammen (Idole Statuen, Inschriften, Waffen Keramik, Siegelsteine, Münzen, Schmuck u.a.).

  • Historisches Archiv von Kreta. Tel.: 0821/45606.
    (Geöffnet. Täglich von 8.00-13.00 Uhr, ausser samstags, sonntags und an offiziellen Feiertagen). Die ausserordentlich reiche Sammlung umfasst Belege zur Geschichte Kretas und volkskundliches Material. An Umfang das zweitgrösste Archiv nach dem Allgemeinen Staatsarchiv Athen.

  • Marinemuseum. Tel.: 0821/91875
    (Geöffnet Täglich von 10.00-14.00 Uhr, ausser montags).
    Von Oktober bis Ende Mai: Dienstag, Donnerstag, Samstag, von 16.00-18.00 Uhr die übrigen Monate von 17.00-19.00 Uhr.
    Das Museum ist in einem Gebäude direkt an der venezianischen Hafenmole untergebracht und zeigt Exponate zur nautischen Vergangenheit der Insel.

     

  • Rethymno (Rethimno)
    Archäologisches Museum
    . Tel.: 0831/54668.
    Hier kann man archäologische Funde aus der Präfektur Rethymno sowie eine reichhaltige Münzsammlung besichtigen.

  • Heraklion (Iraklio)
    Archäologisches Museum
    . Tel.: 081/226.092, 226.470
    Nach dem Nationalmuseum in Athen das wohl bedeutendste Museum Griechenlands, mit der vollständigsten Sammlung minoischer Kunst überhaupt: Keramik, Skulpturen. Siegelstein, Kleinkunst, Goldschmiedearbeiten, Metallkunst, die berühmten Wandmalereien aus den minoischen Palästen und reichen Landhäusern, der einzigartige Steinsarkophag aus Agla Trias.

  • Historisches Museum. Tel.: 081/283 219
    Ausstellungsstücke aus byzantinischer, venezianischer und türkischer Zeit sowie Dokumente aus der neueren Geschichte. Reichhaltige Sammlung von Trachten, Webstoffen, Holzschnitzereien und Stickereien sowie die Rekonstruktion eines typischen kretischen Hauses.

  • Archäologische Sammlung Arhanes Funde aus dem Palast von Arhanes, der Gräberstätte Fourni und dem Tempel aus minoischer Zeit bei Anemospilia.


    Agios Nikolaos
    Archäologisches Museum. Tel.: 0841 /22462
    Funde aus minoischer Zeit von den Ausgrabungen bei Sitia, Zakros, Petras und Paleokastro.
     


  • Archäologisches Museum Sitia
    Funde aus minoischer Zeit von den Ausgrabungen bei Sitia, Zakros, Petras und Paleokastro.

  • Archäologische Sammlung lerapetra Marmorstatuen und Inschriften aus griechisch-römischer Zeit


Land und Leute:
Diese Grossinsel hat aber nicht nur eindrucksvolle Zeugen der ältesten Kultur Europas zu bieten, nicht nur endlose Buchten am blauen, fast immer warmen Meer, durchsonnte Hochebenen, tiefe Schluchten, heisse Sonne und milde Sternennächte.

Das Leben in den Städten pulsiert, der moderne Lebensrhythmus hat auch hier seinen Einzug gehalten, ganz im Gegensatz zu den idyllischen Fischerdörfern und weltfernen Bergdörfern, in denen das Leben immer noch seinen alten, gemächlichen Gang geht.

Der Kreter weiss sich seine freie Zeit durchaus zu vertreiben: keine schattenspendende Platane, Eiche oder Maulbeerbaum, unter deren ausladenden Asten sich nicht ein Kafenion angesiedelt hätte, wo man sich zum "Türkischen" oder auch zum Ouzo eine Partie Brettspiel oder Karten mit dem Nachbarn liefern kann.

Für die leiblichen Genüsse sorgen die Tavernen und Imbißstuben (Ouzeri); welcher Wirt etwas auf sich hält, bietet seinen Gästen "seine Spezialität" das kann Johgurt mit Honig sein, Kalitsounia, Fenchelpizza, Staka, Kaninchen mit Zwiebeln, Sfakia-Torte, Schnecken. gekochtes Ziegenfleisch. Derlei Gerichte findet man in Chania, Malaxa, Vrisses und umliegenden Dörfern, sowie in Rethymno, Heraklion und generell im Departement Lassithi. Fischtavernen haben sich auf Seeigel, Oktopus und Tintenfisch über Holzkohle gegrillt oder gebratene Kalamare spezialisiert. Und zu allem wird natürlich der süsse schwere kretische Wein serviert.

Es gibt kaum einen Heiligen, dessen Namenstag nicht irgendwo auf der Insel mit einem grossen Kirchweihfest gefeiert wird. Dabei darf die kretische Kniegeige, die Lyra natürlich nicht fehlen, denn zu jedem Fest gehören die schnellen Rhythmen der Volkstänze Pentozali und Sousta, ebenso wie die typisch kretischen Pilaf - und Pfannengerichte.

Ein Schaufensterbummel lohnt sich in allen Städten Kretas: im geschäftigen Heraklion wie im mondänen Agios Nikolaos, im malerischen Rethymno wie in Chania mit seinen aristokratischen Charme findet wer sucht eine verführerische Auswahl an Pelzen, Schmuck und Silberfiligran.

Und wer kann schon an den "Patanies" vorübergehen, die-sen farbenprächtigen, nach alten Motiven gestalteten Webdecken, die so charakteristisch sind für die Auslagen der Souvenirläden in Sitia, lerapetra und im Bergdorf Anogia, ebenso wie die geschmackvollen Leder-und Keramikwaren. Was wäre ein echter Kreter ohne blanke Schaftstiefel? In Chania gibt es in der Skridloff-Strasse noch Schuhmachermeister, die sich auf die alte Kunst des Stiefelmachens verstehen und gut davon leben, denn so seltsam es auch klingen mag:
die Kreter, auch die jungen, hängen an der kriegerischen Tracht ihrer Vorväter, zu der nun einmal die "stivania", besagte blanke Stiefel gehören. Einen Besuch wert ist auch der zentrale Gemüsemarkt der Stadt, gegen den selbst eine "Grüne Woche" verblassen müsste, denn die Vielfalt der Erzeugnisse aus Landwirtschaft und Fischerei ist überwältigend, Obst und Gemüse aus den fruchtbaren Ebenen der Insel, den hochmodernen Treibhaüsern und Bergregionen füllen die Körbe:

Avokado, Kiwifrüchte und Bananen, saftige Apfelsinen und aromatische Honigmelonen, süsse Feigen und delikate Feigenkaktusfrüchte, pralle Trauben und sonnenschwere Tomaten, zarte Gurken, frisches Salatkraut von den Berghängen, Schnecken (Chochlios), fangfrischer Gründling und Sardelle, superber Hummer, Zicklein aus Gavdos, pikante Würste, wohlriechender Thymianhoning und verschiedene hochwertige Käsesorten, wie Schnittkäse (Graviera), Quark (Mizithra) und Schichtkäse (Anthotiros), Weichkäse (Malaka) und vor allem die kretische Spezialität "Staka".

 

Der Tag geht zuende, ein heisser Tag am Strand oder ein Sightseeing-Tag im Gewimmel der Altstadt, und für den Abend eröffnen sich nun verschiedene Möglichkeiten. Da gibt es die Freilichtkinos mit dem betäubenden Duft des Jasmins, die bequemen Sessel einer Eiskonditorei, den Bratenduft einer Fischtaverne am Meer, die Meditation am nächtlichen Strand oder, warum nicht, die aufpeitschenden Rhythmen einer Diskothek, das Schummerlicht einer Bar oder das Entertainment eines Luxushotels. Da hat noch jeder gefunden, was er suchte.



Interessante - Ausflugsziele

  • Chania, Rethymno, Heraklion, Agios Nikolaos, Sitia, lerapetra - Städte mit unverwechselbarem Kolorit, die jedes Jahr Anziehungspunkt für Tausende von Besuchern sind. Gavalochori. Ein typisches Inseldorf 26 km südöstlich von Chania, umgeben von Olivenhainen und Wäldern von Johannisbrotbäumen. Sein Name leitet sich von dem byzantini schen Adligen Philippos Gavalas her, der sich auf kaiserlichen Befehl zwischen 1180-1182 hier aufgehalten hatte.

    Im Dorf gibt es ein interessantes Museum für Geschichte und Volkskunde, das in einem historischen Gebäude untergebracht ist, das für sich allein schon bemerkenswert und auch typisch für die Architektur der Gegend ist; ein Teil des Erdgeschosses stammt aus venezianischer Zeit, der Oberstock aus der Zeit der Türkenherrschaft.

    Zu den Ausstellungsstücken gehören u.a. Seiden- und Webstoffe sowie andere Handarbeiten - die Frauen von Gavalochori beherrschen noch die uralte Tradition des Klöppelns, das sogen "kopanelli" Gefässe, Holzschnitzereien. Ikonen, Waffen und Münzen.

    Auf dem Dorfplatz hat die Agrotourismus-Genossenschaft der Frauen von Gavalohori ein Büro eingerichtet, wo man Erzeugnisse der Region kaufen kann.


    Samaria-Schlucht. 43 km von Chania entfernt. Das "Faragi Samarias" ist mit 18 km die längste Schlucht Europas, von atemberaubender Schönheit.

    An bestimmten Stellen verengt sie sich auf nur 3 m, während die zu beiden Seiten senkrecht aufragenden Felswände bis zu 600 m erreichen. Der Pfad durch die Schlucht ist das Flussbett eines Sturzbachs, der sich seinen Weg zwischen dem Hauptgipfel der Weissen Berge und dem Volikias-Gebirge gebahnt hat.

    Für Wanderer ist die Schlucht offiziell von Mai bis Ende September (bei entsprechenden Wetterverhältnissen auch bis En-de Oktober) geöffnet.

    Vom Touristenpavillon am Nordeingang der Schlucht, bei Xiloskalo, hat man einen überwältigenden Blick auf den 2083 m hoch aufragenden Gigilos.

    Am Südausgang der Schlucht liegt das kleine Dort Agia Roumeli, von wo aus man mit dem Boot nach Chora Sfakion fahren kann. Die Fahrt von Chania zum Eingang der Schlucht ist wegen der Schönheit der Landschaft und der malerischen alten Dörfer in den Tälern und auf den Bergplateaus zu empfehlen. Wenn man vor dem Abstieg im Dorf Omalos oder auf der gleichnamigen Hochebene bleiben und Kräfte schöpfen will - Zimmer und Tavernen gibt es überall.

  • Chora Sfakion. 74 km südlich von Chania. In wilder Bergeinsamkeit gelegen, vom Meer wie vom Land her nur schwer zu erreichen, Heimat der verwegensten Freiheitskämpfer. Die Zufahrtstrasse führt über die Askifou Hochebene und durch die Nimbrou Schlucht.

  • Gavdos. Kleine Insel im Libyschen Meer, 24 Seemeilen vor Chora Sfakion - der südlichste Punkt Europas. Zu erreichen ist diese unberührte, fast menschenleere Insel mit ihren stillen Stränden und Wacholderwäldern, laut Homer Heimat der Nymphe Kalypso, mit dem Boot von Chora Sfakion aus (sofern die Witterungsverhältnisse dies erlauben). Es gibt ein paar einfache Fischertavernen und einige wenige Privatzimmer.

  • Therisso-Schlucht. Wildromantische Schlucht von 6 km Länge, die Chania mit dem gleichnamigen Dorf an den Ausläufern der Weissen Berge (16 km südlich von Chania) verbindet.

  • Kournas-See. 48 km östlich von Chania. Der malerische See beim Dorf Kournasi in dessen stillen Wassern sich die umliegenden Berge spiegeln, ist der einzige Binnensee der Insel.

  • Argiroupoli. 27 km südwestlich von Rethymno. In geringer Entfernung vom Dorf, das in dichtem Grün vesteckt auf einer Anhöhe liegt, gibt es wassereiche Quellen, die riesige Zisternen speisen und etwas unterhalb die Räder von Wassermühlen drehen.

  • Spili. 28 km südöstlich von Rethymno. Dorf mit üppiger Vegetation, Häusern aus Naturstein und gepflasterten Gässchen. Auf dem kleinen Dorfplatz mit den mächtigen Platanen sprudelt aus 25 Brunnen mit Löwenköpfen quellfrisches Bergwasser direkt vom Psiloritis.

  • Anogia. Bergdorf im Södosten von Rethymno (53 km), das für seine farbenprächtigen Webstoffe berühmt ist.

  • Fodele. 29 km westlich von Heraklion. Hier wurde um 1545 Domenikos Theotokopoulos, der berühmte "El Greco" geboren. Malerisches Dorf in einem fruchtbaren, grünen Tal mit Apfelsinenhainen und Platanen.

  • Lassithi-Hochebene. 22 km östlich von Heraklion fuhrt die Strasse an dicht bewachsenen malerischen Dörfern vorbei auf die Hochebene von Lassithi (Höhe über 900 m., Fläche ca. 2500 ha), deren "Wahrzeichen" die pittoresken Windmühlen (fast 7000) sind, die die Felder. Acker und Gärten bewässern, auf denen Obst und Gemüse, Birn-und Apfelbäume angebaut werden.

  • Hrissi. Kleines, lerapetra vorgelagertes Eiland (9 sm), mit schönen Badestränden und Wacholderbeständen. Bootsverbindung von lerapetra aus.



Auf der Insel angekommen:
a) Busverkehr

Auf Kreta gibt es ein gut ausgebautes Strassennetz und regelmässige Busverbindungen.

b) Mietwagen
Autovermieter finden Sie überall auf Kreta, auch in den Flughäfen der Insel.

c) Mit der eigenen Jacht

Ein- und Auslaufhäfen für Jachten:

In diesen Häfen gibt es Hafen-, Zoll- und Gesundheitsamt, Passkontrollstellen und Wechselstuben. Sie können hier Ihren Nachschub organisieren oder Ihr Transit-Log abgeben. Werkstätten für Jachtinstandhaltung und -reparaturen gibt es in Heraklion und Chania. Man kann ausserdem auch Jachten mieten.



Einkaufen
Handgearbeitete Volkskunst, die auf eine lange und reiche Tradition zurückgeht - Weben, Sticken, Holzschnitzen, Schmuck -, macht die Läden auf Kreta zu wahren Schatzgruben. Altes und Modernes finden Sie in den grösseren Städten, aber auch in den Dörfern, wo Sie oft Gelegenheit haben, bei der Entstehung der kleinen Kunstwerke zuzusehen.


Sport
Mit seinen langen, abwechslungsreichen Stränden und vor allem dem sauberen, warmen Meer ist Kreta für jeden Badeurlaub und für alle Arten von Wassersport ideal geeignet.

Zu den schönsten Sträden an der Nordküste gehört der Strand, der westlich von Chania kurz hinter der Stadt anfängt und bis Kolimbari reicht.

Andere besonders schöne Strände findet man am Westende der Insel bei Falasarna und etwas weiter südlich bei Lafonissi (die Strasse ist nur bis Elos asphaltiert).
Ebenso bei Stavros (Akrotiri), bei Almirida östlich von Suda und bei Georgioupoli, von wo sich der Strand bis Rethymno, Panormo, Bali und Agia Pelagia erstreckt.



Besonders zu erwähnen ist auch der Strand von Agios Nikolaos bis Plaka, von Sitia und an der Ostküste beim Palmenwald von Vai und bei Zakros.

  Im Süden sind der Strand von Sougia, Paleochora, Loutro und Frangokastello in der Präfektur Chania zu empfehlen, sowie von Plakias, Preveli (Sandweg und anschliessend Fussmarsch bis zum Meer) und Agia Galini in der Präfektur Rethymno; das bekannte Matala, Kali Limenes und Lentos (Sandweg) in der Präfektur Heraklion, und Mirtos, lerapetra und Agia Fotia in der Präfektur Lassithi.

Die grossen Touristikzentren und die Schule des Marineclubs von Chania verfügen über Wasserski-Ausrüstung. Die Tennisclubs von Chania und Heraklion haben ihren eigenen Tennisplatz.

Ausserdem kann man segeln, windsurfen, wandern und bergsteigen. Gerade für letzteres sind die Bergregionen der Insel eine wahre Herausforderung. Der Griechische Bergsteigerverband unterhält Schutzhütten auf dem Lefka Ori (Kallergi Schutzhütte: Tel.: 0821/54.560 und Volika) und auf dem Psiloritis (Prino und Assites).

Der Segelverein Heraklion führt Regatten durch (Minoa-Cup) und bietet Segelkurse an.
Die Gewässer um Kreta sind auch ideal für Windsurfer.

In letzter Zeit werden Delta-, Gleit- und Drachenfliegen immer beliebter. Der Aeroclub Heraklion fördert diese Luftsportarten besonders und bietet verschiedene Kurse an.

Für Wanderer, Bergsteiger und Radsportler sind die Bergregionen Kretas mit ihrer unberührten Natur, der seltenen Fauna und Flora ein wahres Paradies. Es sei daran erinnert, dass der Europäische Wanderweg auf den Bergen Kretas endet.

Das Nackbaden ist ausserhalb der speziellen FKK-Badestrände untersagt, ebenso wie das freie Zelten.

 

Nützliche Informationen

Anfahrt
a) Mit dem Flugzeug
Athen-Chania-Athen
(Entfernung Flughafen - Stadt Chania: 12,2 km. Täglicher Flugverkehr)
(Entfernung Flughafen - Stadt Heraklion: 4,8 km. Täglicher Flugverkehr).
Thessaloniki-Heraklion-Thessaloniki
Rhodos-Heraklion-Rhodos


b) Mit dem Schiff
Piräus-Chania und umgekehrt (tägl.). (Fahrtdauer 12 Stdn.)
Kastelli (Chania) - Kithira - Antikithira - Monemvassia - Neapoli - Agia Pelagia - Githio - Piräus und umgekehrt (4 mal wöchentlich).

Piräus-Heraklion und umgekehrt (tägl.) (Fahrtdauer 12 Std.) Auskünfte: Hafenamt Heraklion

Von Heraklion, Rethymno, Agios Nikolaos und Sitia besteht winters wie sommers Fährverkehr zu den Inseln der Dodekanes und den Kykladen.



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