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Historischer Überblick:
Schon seit prähistorischen Jahren besiedelt,
hat die Insel Kos im Laufe ihrer langen
und wechselhaften Geschichte eng verbunden
mit der Geschichte von Rhodos und anderer
Inseln des Dodekanes- Zeiten des Wohlstands
ebenso erlebt wie Perioden von Niedergang
und Armut.
Während
des mykenischen Zeitalters vom 15.-12. Jh.v.Chr.
war Kos dicht besiedelt und nahm am Trojanischen
Krieg teil. Im 7. und 6. Jh. war Kos dann
Mitglied der dorischen Hexapolis zusammen
mit Halikarnassos, Knidos, Lindos, lalisos
und Kameiros. Nach dem Ende der Persischen
Kriege gehörte es zum Attischen Städtebund.
Wichtige Marksteine der Inselgeschichte
sind die Lehrtätigkeit des Hippokrates
(467-357 v. Chr.) und die Gründung
der neuen Stadt Kos (366 v. Chr.). Sie entwickelte
sich im selben Jahrhundert zu einem wichtigen
Marine-und Handelsstützpunkt und kam
rasch zu Wohlstand. Eine zweite Blütezeit
erlebte sie während der hellenistischen
Epoche unter der Herrschaft der Ptolemäer.
Die aus dieser Zeit erhaltenen Worte "weder
Kos noch Ägypten konnten ihn ernähren..."
weist auf einen mit Ägypten vergleichbaren
Wohlstand hin. Im 2. Jahrhundert v. Chr.
wurde Kos dann römische Provinz und
verfiel langsam in Bedeutungslosigkeit.
Das
byzantinische Zeitalter brachte neues Leben
auf die Insel, unterbrochen von Angriffen
der Sarazenen und anderer Piraten während
des 11. Jahrhunderts. Später fiel Kos
den Genuesern und dann den Venezianern zu,
die die Macht an die Ritter des Johanniter-Ordens
abgaben. Nach mehreren vergeblichen Versuchen
eroberten 1522 die Türken die Insel.
Schließlich im Jahre 1912 besetzten
die Italiener Kos; sie blieben bis 1947,
als es zusammen mit den anderen Dodekanes-Inseln
mit Griechenland vereinigt wurde.
Die Stadt Kos
An der nordöstlichen Küste der
Insel befindet sich ihre Hauptstadt, auch
Kos genannt, gleich-zeitig ihr größter
Hafen. Sie hat ein angenehmes Flair und
ist von üppigem Grün umgeben.
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Viele
moderne Gebäude stehen neben gut
erhaltenen venezianischen Häusern;
das Kastell der Ritter beherrscht den
Hafen umgeben von Überresten aus
hellenistischer und römischer Zeit.
Die heutige Stadt mit ihren Häuserfluchten
und dem regelmäßigen Straßen-netz
folgt einem sorgfältig erstellten
Bauplan, charakter-istisch sind die
prachtvoll angelegten Plätze der
Stadt und die großzügigen
Asphaltstraßen.
Wichtigstes Fortbewegungsmittel der
Bewohner sind Fahrräder, die zu
Tausenden die palmengeschmückten
Straßen der Stadt bevölkern.
Die Hauptstadt Kos ist in jeder Beziehung
der lebendige Mittelpunkt des Insellebens.
Hier gibt es bei weitem die meisten
Hotels, Restaurants und andere Stätten
der Unterhaltung ebenso wie eine große
Auswahl an Geschäften. |
Sehenswüdigkeiten
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Ausgrabungen im
Gebiet der antiken Stadt haben die
Umrisse ganzer Ge bäudeanlagen
(Antike Agora) ans Tageslicht gebracht,
ebenso Überreste aus hellenistischer
und römischer Epoche (Gymnasium,
Römisches Haus Odeion, Römische
Bäder), Teile der Stadtmauer
aus klassischer Zeit, Reste des Aphrodite-Tempels
und eines anderen Tempels, vermutlich
dem Herakles geweiht. |
- Zu den Sehenswürdikeiten der Stadt
gehören die Hippokrates-Platane,
die als der älteste Baum Europas
gilt und angeblich von Hippokrates persönlich
gepflanzt wurde und in deren Schatten
er zu lehren pflegte, und das venezianische
Kastell der Ritter aus dem 15. Jh., das
sehr gut erhalten ist und als herausragendes
Beispiel der Architektur von Befestigungsanlagen
gilt.
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Interessant
ist auch die Loggia, ein zweistöckiges
Gebäude des 18. Jh. mit besonders
hohem Minarett, errichtet mit Baumaterial
der antiken Stadt: |
- das Archäologische Museum (Tel.:
0242/28326) enthält Funde der klassischen,
hellenistischen und römischen Epochen,
darunter die Statue des Hippokrates (4.
Jh.).
- In der Hauptstadt und anderen Teilen
der Insel gibt es frühchristliche
Kirchen, die Zeugnis ablegen von den erfolgreichen
Predigten des Apostels Paulus.
NÜTZLICHE INFORMATIONEN
Kos hat Flugverbindung mit Athen, Rhodos,
Samos, Leros, und Thessaloniki.
Mit dem Schiffo Zwischen Kos und Piräus
verkehren täglich Fähren und Passagier-schiffe,
weitere Schiffsverbindungen mit den übrigen
Inseln des Dodekanes, mit Kreta, den Ostkykladen
und den Inseln der Nord - und Ost-Ägäis.
Im Sommer fahren "Flying Dolphins"
Schnellboote von Kos nach Rhodos, Simi, Patmos,
Leros, Nissiros und Samos.
Transport auf der Insel
Die Dörfer der Insel erreicht man mit
Bus, Taxi oder Fahrrad. Es gibt viele Geschäfte
wo man Autos, Motorräder und Fahrräder
mieten kann.
Wissenschaftliche Veranstaltungen
Die international hippokratische Stiftung
von Kos, das Griechische Zentrum für
Medizinische Studien, veranstaltet bedeutende
medizinische Symposien von inter
nationalem Ruf.
Heilquellen
In Thermes (12 km von Kos) gibt es Heilquellen
mit Badeeinrichtungen.
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