| Methana
Geographie:
Die Kurstadt Methana liegt im Südteil
der gleichnamigen griechischen Halbinsel
am Saronischen Golf am Ostzipfel der Peloponnes.
Die Kurstadt ist berühmt durch ihre
Thermalbäder. Die schwefel-haltigen
Quellen sind vulkanischen Ursprungs und
deuten auf die über 30 erloschenen
Vulkane der Halbinsel hin.
Der jüngste Vulkanausbruch beim Dorf
Kameni Chora im Nord-westen der Vulkanhalbinsel
Methana fand um das Jahr 230 v. Chr. statt.
Berühmte antike Schriftsteller wie
Ovid, Strabon und zuletzt Pausanias berichteten
von dem historischen Vulkanausbruch und
den dadurch hervorgerufenen Heilquellen.
Die Halbinsel Methana ist der nordwestlichste
Ausläufer des Ägäischen Inselbogens,
auf dem die aktiven Vulkangebiete Methana,
Milos, Santorin und Nisyros liegen.
Da die letzte vulkanische Aktivität
1700 vor der Nordwestküste der Halbinsel
unterseeisch stattfand, gilt Methana zu
den Gebieten, in welchen auch in Zukunft
neue Vulkaneruptionen zu erwarten sind.
Kultur:
Antike Reste befinden sich auf der gesamten
Halbinsel verstreut.
Berühmt ist die Akropolis Paliokastro
des antiken Methanas beim Fischerdorf Vathy´.
Weitere Burgfestungen befinden sich beim
Dorf Kypseli an der Küste (Akropolis
Oga) und am Hauptort Nisaki.
Sensationell war die Entdeckung einer mykenischen
Siedlung durch Sofia Michalopoulou 1990
bei der Kapelle Agios Konstantinos &
Elenis. Dort wurde ein Heiligtum aus der
Zeit 1300-1500 v.Chr. mit zahlreichen Opfergaben
und einem Kindergrab, möglicherweise
einem Menschenopfer, entdeckt.
Seit 1991 wird die Halbinsel auch von der
ETH-Zürich geologisch und kartographisch
erforscht. Daraus entstand je eine geologische
und je eine topographische Karte der Halbinsel
im Maßstab 1:25.000. Mit diesen Daten
wurde auch eine interaktive, dreidimensionale
Landkarte geschaffen, die im Internet virtuell
durchwandert werden kann.
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