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Samos

Und Geschichte wie antike Monumente legen beredtes Zeugnis darüber ab. Eine wesentliche Voraussetzung für die Entwick-lung von Samos war die strategische Lage der Insel In der Ägäis:

Dicht vor der kleinasiatischen Küste Im Einzugsbereich lonlens, nahezu im Zentrum des Wasserweges, der das griechische Festland mit Kleinasien, dem Schwarzen Meer, mit Ägypten
und dem Östlichen Mittelmeer verband.


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Der Name 'Samos' ist höchstwahrscheinlich phönizischen Ursprungs und bedeutet nach Strabon ' Anhöhe am Meeresufer'. Es sind aber auch.noch eine ganze Reihe anderer Namen für Samos belegt, wie z.B. Anthemis, Dryoussa, Doryssa, Kyparissia, Imbrasia, Melamphylos, Parthenia.



Kultur:
Seine Blütezeit erlebte Samos im 6.Jh.v.Chr. unter dem Tyrannen Polykrates. Von Herodot überliefert ist die Geschichte vom Ring des Polykrates: als er sich vor seinem Gastfreund Amasis seines grenzenlosen Glückes rühmt, rät ihm dieser, das, was Ihm am teuersten ist, ins Meer zu werfen, um nicht den Neid der Götter zu erregen. Polykrates wirft seinen Ring in die Flut, doch schon nach wenigen Tagen bringt ein Fischer ihm einen grossen Fisch als Geschenk, in dessen Magen sich eben dieser Ring findet.

"Hier wendet sich der Gast mit Grausen..." - wie es bei Schiller heisst-, in der Gewissheit, dass die Götter seinen Freund ins Verderben stürzen werden.



Wissenschaft:
Einige der grössten Namen, die Kunst und Wissenschaft in Griechenland hervorgebracht haben, sind auf Samos geboren:

so Pythagoras, dessen Lehrsatz zu den Grundpfeilern der Mathematik gehört, der Philosoph Epikur, der Mathematiker Aristarch und die Architekten Rholkos und Thoedoros, die Erbauer des Heralons auf Samos.




Sehenswürdigkeiten:

  • Vier in ihren Resten heute noch eindrucksvolle Bauwerke sind aus der Zeit des
    Polykrates überliefert:
    die Befestigungsmauer,
    die Eupalinos-Wasserleitung,
    der Hafen und
    das Heraheiligtum.


       

  • Die ursprünglich 6430 m lange Befestigungsmauer ist eine In ihrer Planung und Durchführung kühne Anlage, die auch in den wenigen erhaltenen Resten noch bewundernswert ist. Die Wasserleitung, die die Hauptstadt von Samos mit Frischwasser versorgen sollte, wurde von Eupalinos aus Megara geplant und angelegt. Die insgesamt 2.436 m lange Tonröhren-Leitung führte über eine Länge von ca. 1 km durch einen Berg, wobei sich die Arbeiter, die den Stollen von beiden Seiten gleichzeitig in den Fels trieben, zum Schluss nur um ein weniges verfehlten - eine der erstaunlichsten technischen Leistungen dieser frühen Epoche, in der man noch kaum über theoretisches Wissen und Hilfsmittel verfügte.

  • Das dritte grosse Projekt der Zeit des Polykrates war der Hafen, der mit Molen und Damm ein geschlossenes Hafenbecken erhielt. Der Tempel der Hera schliesslich, laut Herodot der grösste, den er je gesehen, befand sich 5 km westlich der antiken Stadt. Die Heilige Strasse, ein 4 m breiter, zu beiden Seiten von Statuen und Weihgaben gesäumter Pflasterweg, verband die Stadt mit dem Heiligtum der Göttin. Der wegen seiner riesigen Ausmasse berühmte Tempel mass 108,73 m in der Länge, 54,8 m in der Breite und 25 m in der Höre.

  • Auch andere Götter wurden auf Samos verehrt, wie Poseidon am Kap beim Sieben-Stadien-Hafen, beim heutigen Possidonia, Dionysos, Athena, Apollon und Aphrodite, aber ihre Kultstätten standen immer im Schatten des imposanten Heratempels.

       

  • Das moderne Samos verfügt über eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur und hat seinen Besuchern viel zu bieten: landschaftliche Schönheit, herrliche Badestrände, üppige Vegetation, bewaldete Berge und für Botanologen eine ungewöhnliche Vielfalt von Heilkräutern: ausserdem natürlich antike Sehenswürdigkeiten wie das Heraion und die Eupalinos-Wasserleitung, interessante Museen in Samos-Stadt,wie das Archäologische und das Byzantinische, die Bibliothek und das Historische Archiv und schliesslich das eindrucksvolle Paläontologische Museum in Mitilinii. Lohnende Ausflüge führen zu den grossen Klöstern der Insel mit ihren wunderbaren alten Wandmalereien - Megali Panagia, Panagia Vrontiani, Agio Zoni, Zoodohos Pigi. Aber auch Zeugen der jüngeren Vergangenheit sind einen Besuch wert: Industrieanlagen wie die Gerberei in Karlavassi, die Tabakfabrik in Samos-Stadt oder die Weinkeller in Agios Konstantinos vermitteln einen Eindruck vom täglichen Leben um die Jahrhundertwende. Und schliesslich erinnert einer der antiken Namen der Insel, nämlich "Anthemoussa' (die Blumenreiche) daran, dass auf Samos ausser den 1100 Pflanzenarten, darunter z.T. schon im Altertum bekannte Heilkräuter, und den riesigen Platanen auch fast 50 Arten wilder Orchideen heimisch sind.

  • In Erinnerung bleiben dem Besucher die vielen malerischen Dörfer - jedes mit seiner weissgekalkten Kirche, dem Schulhaus, dem Dorfplatz mit dem Kafenion, den blühenden Gärten, den Weinbergen und weiten Olivenhainen - und die über die ganze Insel verstreuten kleinen weissen Kapellen.


RUNDFAHRT DURCH DEN SÜDTEIL DER INSEL

  • SAMOS: Die Inselhauptstadt erstreckt sich im Halbrund an den Ufern der tief eingeschnittenen Bucht von VATHI, der drittgrössten Bucht Griechenlands und der grössten der Insel. Sehenswert sind das RATHAUS der Stadt, das ARCHÄOLO-GISCHE MUSEUM und abends die Uferpromenade im Lichterglanz.

  • Im Archäologischen Museum sind einige Ausstellungsstücke besonders hervor-zuheben: die WEIHGESCHENK-GRUPPE DES GENELEOS, die aus einer langge-streckten Basis für sechs lebensgrosse Statuen besteht. Erhalten sind eine weibliche sitzende Figur mit der Inschrift PHILEIA, links davon die Statue der PHILIPPE, dann die der ORNITHA (Abguss) und schliesslich eine nicht benannte weibliche Sitzstatue mit der Inschrift GENELEOS HAT UNS GEMACHT.

  • Die Statue einer bekleideten weiblichen Figur, Weihgeschenk eines gewissen CHERAMYES an die Göttin HERA. Bemerkenswerterweise befindet sich genau die gleiche Statue im Pariser Louvre. Auffallend an dieser Statue ist das wunderbare Ebenmass der Glieder und dass sie von der Mitte abwärts in einer Säule endet. Und schliesslich das Prunkstück des Museums: der KOUROS VON SAMOS, eine 5 m hohe marmorne Jünglingssstatue aus archaischer Zeit (um 575 v. Chr.). Um sie im Museum aufstellen zu können, musste der Fussboden verstärkt und, als später auch der Kopf gefunden wurde, die Decke angehoben werden. Obwohl von gigantischen Ausmassen, sind die Einzelheiten erstaunlich fein herausge arbeitet. Die malerische Altstadt VATHI etwas weiter oberhalb steht als Ganzes unter Denkmalsschutz. Dicht an dicht drängen sich die ziegelgedeckten Häuschen in den romantisch verwinkelten Gassen.

       


  • Ansehen sollte man sich die schönen Wandmalereiender in einem kleinen Park gelegene Al GIANNAKIS-Kirche (1799). Auch eine andere alte Kirche, die AGIA KARA hinter dem Gemeindebüro, ist wegen ihrer holzgeschnitzten Chorwand und der wunderbaren Fresken sehenswert. Badestrände in der Nähe der Stadt sind RODITSES, das Strandbad GANGOU, der Strand bei KALAMI und BEY. Drei kilometer weiter liegr KOTSIKAS und noch 3 km weiter NISSI mit dem GALAZIO-Strand. Südlich von Samos-Stadt führt eine Strasse und ein breiter Pflasterweg in die VLAMARI-Ebene.

  • Rechterhand sieht man, versteckt in Oleanderbüschen und Eukalyptusböumen das Kloster AGIA ZONI und daneben den gleichnamig, Ort liegen. Linkerhand liegt Kamara mit den Badestränden MOURTIA, MIKRI LAKKA und MEGALI LAKKA. Auf dem Plateau des steil aufragenden, schwer zugänglichen PRASSO-KAPS erhebt sich das Kloster ZOODOHOS PIGI. Das Samos- Stadt am nächsten gelegene Dorf ist Paleokastro, ein Bauerndorf mit frischgeweissten Gassen und vielbesuchten Tavernen. Etwas weiter die zauberhaften Strände bei KERVELI und auf der Badeinsel KASSONISSI.

  • 10 km von Samos-Stadt, am Golf von POSSIDONIO, das nur 2000 m von der kleinasiatischen Küste entfernt ist, erstreckt sich der vielbesuchte, weichsandige Badestrand HRISSI AMMO (Goldstrand). Wegen seines flachen Wassers ist er besonders gut geeignet für Familien mit kleinen Kindern. Kurz vor Hrissi Ammos liegt bei ALYKES ein See, der zum Biotop für eine ganze Reihe von Wasservögeln geworden ist. Ausser Wildgänsen, Reihern und Störchen kann man hier auch Schwärme von Flamingos beobachten, die zu Beginn des Jahres ankommen und im Juli, wenn der See austrocknet, wieder abfliegen.

       

    Nächste Station ist das Dorf, das für viele die touristische Hauptattraktion von Samos ist: PYTHAGORIO. Der malerische Hafen, die Ausgrabungen, die Altertümer inmitten der Häuser, der endlos weite Strand hinter dem Dorf, die WASSER-LEITUNG DES EUPALINOS, die römischen Bäder und die romantischen Nächte verleihen dem Dorf einen ganz besonderen Reiz. Erbaut wurde es über den Resten der antiken Residenzstadt des Polykrates, die laut Herodot über 300.000 Einwohner hatte. Von hier ist es nicht weit bis zum HERAION (bei Ireon), dem schon zu seiner Zeit wegen seiner Riesenmasse berühmten Heratempel, der dreimal zerstört und jedesmal noch prächtiger und grösser wiedererrichtet wurde.

  • Zwischen Pithagorio und Ireon liegt der kilometerlange Strand von Potokaki (nahebei auch der FLUGHAFEN). Auf dem Weg zurück zur Hauptstrasse in Richtung Spatharei sieht man unter im tiefblauen Meer die kleine Badeinsel SAMIOPOULA liegen.

  • Wieder in Samos-Stadt angekommen, machen wir uns in westlicher Richtung nach Mitilinii auf, wo im August 1994 ein bedeutendes Paläontologisches Museum eröffnet wurde, eine Anlage von 1500 qm Grundfläche auf einem 1,2 ha grossen Gelände. Zu sehen sind bis zu 10 Millionen Jahre alte Fossilien und Gesteins-proben aus dem Ägäisraum.

  • Auf der Weiterfahrt nach Pyrgos kommen auf einer Abzweigung nach Mourazei und Koumaradei. Die beiden Dörfer haben zwei Gemeinsamkeiten: in der Nähe beider liegt jeweils ein grosses Kloster - TIMIOS STAVROS bei Mouzarei und MEGALI PANAGIA bei Koumaradei - und in beiden gibt es eine lange Tradition in der Töpferei. Während in Mouzarei die althergebrachten Formen gepflegt werden, haben die Töpfer in Koumaradei moderne Formen entwickelt, kunstvoll bemalt oder geritzt: ausserdem finder man hier auch schöne handgewebte Teppiche.

  • Schon bald hinter Koumaradei kann man an den dicht mit Kiefern bewachsenen Berghängen die ersten Bienenstöcke der Imker von Pyrgos erkennen - der berühmte Honig wird überall im Ort verkauft. Oberhalb von Pyrgos liegen dicht beieinander zwei typische Bauerndörfer, Pandrossos und Messogia. Von hier aus erstreckt sich ein weiter Fichtenwald bis nach Karlovassi, ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger.

  • Die Strasse von Pyrgos führt nun über das wasserreiche KOUTSI mit seinen hohen Platanen an den GOLF VON MARATHOKAMBOS mit seinen zahllosen kleinen und grösseren Badebuchten, die vom majestätischen Gipfel des KERKIS (1444 m) überragt werden.

  • Einer Abzweigung folgend kommen wir nach Koumeika, einem kleinen Dorf mit Platanen, blühenden Gärten und rauschenden Bächen. Der Hafen des Dorfes ist das friedliche Ballos mit einem schönen Kieselstrand am sauberen Meer und gemütlichen Tavernen. Wieder zurück auf der Hauptstrasse biegen wir etwas weiter nördlich nach Platanos ab. in 520 m Höhe gelegen und umgeben von üppiger Vegetation im Sommer eine wahre Oase. Von Platanos kann man über Konteika direkt nach Karlovassi hinunterfahren.

  • Wenn man stattdessen wieder die Hauptstrasse nimmt, kommt man nach kurzer Zeit (beim Dorf Agii Theodori) an die Weggabelung Marathokambos-Karlovassi. Wir folgen der Strasse nach Marathokambos (8 km). Das stattliche Dorf beeindruckt mit seinen schönen alten Häusern, den gepflasterten Strassen und schattigen Plötzen, wie z.B. der PLATIA LUNGA. Auf einem Feldweg kann zur PYTHAGORAS-GROTTE zu Füssen desKerkis wandern: hier soll sich Pythagoras verborgen haben, bevor er aufgrund einer Auseinandersetzung mit dem Tyrannen Polykrates die Insel verliess und nach Unteritalien floh.

  • Unterhalb des steil aufragenden Kerkis-Berghanges liegt eine Höhle, an deren Eingang eine kleine Kirche errichtet wurde, die 'Vierzigstufige' (SARANDAS-KALIOTISSA). Der Küstenort von Marathokambos ist ORMOS, ein hübscher kleiner Hafen, der sich auf den Tourismus eingerichtet hat und ideal ist für ruhige Ferien zusammen mit den Einheimischen.

     
     


  • Bei KAMBOS etwas weiter westlich von Ormos kann man kilometerlang am Meeresstrand entlangwandern (Sand mit Kieseln vermischt), auch hier mit Blick auf den KERKIS. Hinter Vostalakia dann der feinsandige Sandstrand PSILI AMMOS, von wo aus ein Pfad den bewaldeten Hang des Kerkis hinauf zum Kloster EVANGELIS-TRIA führt.

  • Unten an der Küste liegt nun die LIMNIONAS-BUCHT vor uns, die mit dem durch-sichtigklaren Meer und dem verschewenderischen Grün der Vegetation vor dem grauen Massiv des Kerkis ein eindrucksvolles Bild bietet. Am Ende der Bucht der Ort Agia Kiriaki, der so heisst, weil sich an dieser Stelle jeden Sonntag (griech. Kiriaki) die Einsiedler, die auf dem Kerkis lebten, zum Gebet versammelten, In nordwestlicher Richtung reiht sich nun eine Badebucht an die andere, darunter Al GIANNI und ELEIMONAS mit dem gleichnamigen Kloster.

  • Der nahegelegene SEITANI Strand ist Brutgebiet für die Mönchsrobben, die jedes Jahr in den Seegrotten (den "Robbenlöchern', wie sie von den Einheimischen genannt werden) ihre Jungen aufziehen. Auf der steilen Strasse über den Kerkis kommen wir dann nach Kallithea oder Kalabachtas, wie das Dorf früher auf türkisch hiess und was soviel wie `steinerner Ausguck" bedeutet.

  • In alten Zeiten beobachteten die Einwohner von hier aus das Meer und warnten mit Feuer-zeichen, die auf der ganzen Insel zu sehen waren, vor herannahenden Feinden. Nächste Station ist Drokei, in dem eine der drei Kirchen steht (AGIOS GEORGIOS), die PAVLOS LATRINOS im B. Jh. auf Samos erbaute. Die zweite (AGIOS HARALAMBOS) befindet sich in Kallithea und die dritte (VIMA TIS PANAGIAS TIS MAKRINIS) in einer Höhle hoch oben auf dem Kerkis. Letztere hat sehr schöne Wandmalereien und war Walfahrtskirche für die Einsiedler und Asketen, die auf dem Berg lebten; die kleine AGIA TRIADA-Kirche in der Höhle stammt aus einer späteren Zeit.

 

RUNDFAHRT DURCH DEN NORDTEIL DER INSEL

  • Auf der Fahrt nach Kokkari kommen wir nach MALAGRI, wo sich die Weinkellerei des Genossenschaftsverbandes von Samos befindet. Hier wird der süsse Samoswein in Flaschen gefüllt. Der name 'Samos' auf den Weinflaschen ist 'geprüfte Herkunftsbezeichnung' und bedeutet, dass der Wein ausschliesslich aus Samos stammt, d.h. nicht mit Weinen aus anderen Regionen verschnitten ist, und dass ihm weder Duftstoffe noch Wasser zugefügt wurden.

  • In KOKKARI angekommen , einem malerischen Dorf direkt am Meer, können wir feststellen, dass die Badestrände von Tsamadou und Lemonakia nicht von ungefähr jährlich Tausende von Feriengästen anziehen...

  • Bei Kilometer 17 erreichen wir Avlakia, eine beschauliche kleine Küstensiedlung mit einladenden Tavernen. Im Hintergund das malerische Kokkari mit seinem Kap, das wie eine kleine Insel aus dem Wasser ragt. Gleich bei dem Ort der Strand von TSAMBOU, mit runden weissen Kieseln und immer frischer Brise, eingefasst von hohen Felsen und schattigen Kiefern. Nach einer eigenen kleinen Badebucht braucht man hier nicht lange zu suchen.

  • Hinter Tsambou biegt eine Abzweigung links nach Vourliotes ab (4km), einem kleinen Bergdorf mit hübschen, gepflegten Höfen. 1 km vom Dorf entfernt liegt inmitten mächtiger alter Kiefern das bedeutende Kloster PANAGIA VRONTIANI. Von hier aus kann man auf einem wunderschönen Pfad nach Kokkari wandern. Diese Pfade, die an einigen Stellen gepflastert sind, stellten einst das einzige 'Verkehrsnetz' der Insel dar.

       


  • Wieder zurück auf der Hauptstrasse kommen wir durch die Ebene von Vourliotes mit den üppiggrünen Weinbergen und Gärten nach PLATANAKIA und Agios Konstantinos. Die Strecke zwischen Platanakia und Manolates, mit den hohen, efeuumrankten Platanen und dem rauschenden Bach, von dem frische Kühle heraufzieht, dem Zwitschern der Vögel und abends dem Schlag der Nachtigallen ist ein kleines Paradies. Charakteristisch für Manolates sind die immer frischgeweissten Strassen und die mit Kalkmilch gemalten weissen Margariten in den Innenhöfen der Häuser.

  • In Agios Konstantinos kurz hinter Platanakia findet man alles, was man für einen erholsamen, preiswerten Urlaub braucht. Die Hauptstrasse in Richtung Karlovassi führt nun 10 km. lang durch verschwenderische Vegetation und vorbei an vielen Badebuchten nach Agios Dimitrios. Von dort kommt man auf einem Feldweg hinunter zur Küste zum Fischerdorf Agios Nikolaos (oder Limanaki), wo die Fischer noch selbst ihren Fang in der Taverne zubereiten, um sich dann wieder dem Netzeflicken zu widmen... östlich von Limanaki gibt es einen ruhigen, sauberen Badestrand.

  • Und nun ist es auch nicht mehr weit bis nach KARLOVASSI, dem zweiten Hafen von Samos, in dem drei Siedlungen zusammengewachsen sind. Karlovassi ist Sitz der Mathematischen Fakultät der Ägäis-Universität- Referenz vor Pythagoras, der hier geboren wurde.

  • Sehenswert sind die vielen Töpferwerkstätten, die klassizistischen Patrizierhäuser und die kulturellen Veranstaltungen,die zu den wichtigsten der Insel gehören. Ein schöner Spaziergang bei Potami führt am Fluss entlang zu den imposanten Wasserfällen, die man allerdings nur bewundern kann, wenn man ein Stück in die kühlen, aber ungefährliche Fluten des Flusses hineingeht.

  • Zum Baden bieten sich die wunderschönen Strände bei Potami oder MIKRO SEITANI und MEGALO SEITANI an. Letzterer ist nur nach einem einstündigen Fussmarsch zu erreichen, aber es lohnt sich! Das kristallklare Wasser, die geschwungene Linie des Strandes, des üppigr Grün ringsum und die wildromantische, unwegsame Schlucht mit den steil aufragenden Felsen, von denen da und dort Stalaktiten herabhängen, und dem Wildbach mit den riesigen Marmorblöcken und dem blühenden Oleander haben Megalo Seitani zu Recht den Ruf des schönsten Strandes von Samos eingetragen.

  • Oberhalb von Karlovassi liegen eine Reihe hübscher Bergdörfer- Leka, Kastania, Agios Panteleimonas, Nikoloudes und Kosmadei-, die sich durch die Rechtschaffen-heit ihrer Bewohner, die Schönheit der Landschaft ringsum und das typisch bäuer-liche Leben auszeichnen.

  • Vom 500 m. hoch gelegenen Dorf Kosmadei führt ein Pfad den Hang des Kerkis hinauf zu Kloster ZOODOHOS PIGI KAKOPERATOS. Vor vielen Jahren hat hier oben in der wilden Berglandschaft des Kerkis ein reuiger Pirat namens "Roter Korsar' einen schmalen Steg in den Fels gehauen, der zu einer tiefen Grotte führte, in der er dann eine kleine Kapelle errichtete. Diese Grotte ist heute zu besichtigen, denn die Einwohner haben den Pfad mit einem Eisengeländer versehen, an dem man sich festhalten kann.

  • Ganz in der Nähe liegt mitten im Wald die Einsiedlerkapelle AGIOS IOANNIS THEOLOGOS. Die meisten Bergwanderer übernachten im Kloster Zoodohos Pigi Kakoperatos und brechen am nächsten Morgen zur Ersteigung des Kerkisgipfels auf. Der Blick von hier oben aufs Meer mit den Inseln, die still auf den blaugrünen Fluten dahinsegeln ist überwältigend. Auf dem ersten Plateau des Kerkis liegt die kleine Prophet Elias-Kirche und in der Nähe gibt es Bergbäche mit Quellwasser. Man kann im Vorhof der Kirche übernachten, wie es die Hirten der Umgegendtun. Von hier bis zum höchsten Gipfel des Kerkis, den Vigla (1444m.), sind es 1-2 Stunden Fussmarsch.
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